English Woman's Journal - Prozess um Sexverbrechen: US-Rapper Combs erleichtert nach Teilfreispruch

Prozess um Sexverbrechen: US-Rapper Combs erleichtert nach Teilfreispruch


Prozess um Sexverbrechen: US-Rapper Combs erleichtert nach Teilfreispruch

Unschuldig in drei von fünf Anklagepunkten: Der US-Rapper Sean "Diddy" Combs hat sich nach seinem Teilfreispruch im Prozess um mutmaßliche Sexualverbrechen am Mittwoch in New York erleichtert gezeigt. Er schüttelte einem seiner Anwälte die Hände und dankte den Geschworenen für ihr Urteil. Eine lebenslange Haftstrafe dürfte dem 55-Jährigen nicht mehr drohen. Das Gericht will das Strafmaß später verkünden.

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Die Anklage hatte dem Rapper vorgeworfen, Frauen mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys gezwungen zu haben. Die zwölf Geschworenen - acht Männer und vier Frauen - sprachen den Musiker aber nur in zwei von insgesamt fünf Anklagepunkten schuldig. Sie verurteilten Combs, seine Ex-Freundin Casandra "Cassie" Ventura sowie eine andere Klägerin der Prostitution zugeführt zu haben.

Im Hauptanklagepunkt - der Bildung einer kriminellen Vereinigung - sprachen sie ihn dagegen frei. Für dieses Vergehen drohte Combs lebenslange Haft. Auch in zwei weiteren Anklagepunkten zu "sexuellem Menschenhandel" sprach die Jury den Musiker frei.

Combs hatte alle Vorwürfe in dem Prozess zurückgewiesen. Sein Verteidiger Marc Agnifilo hatte den Klägerinnen am Freitag in seinem Schlussplädoyer vorgeworfen, es gehe ihnen nicht um Gerechtigkeit, sondern um Geld. Das Verfahren hatte vor rund zwei Monaten unter großem Medienecho begonnen.

Der unter den Künstlernamen Puff Daddy, P. Diddy und Diddy bekannte Combs war in den 90er Jahren einer der erfolgreichsten Rap-Musiker der Welt. Einer seiner Hits ist "Gangsta Shit". Drei Mal gewann er den Grammy, daneben war er als Musikproduzent und Geschäftsmann erfolgreich. Seine Plattenfirma Bad Boy Records brachte zudem Stars wie Mary J. Blige oder Notorious B.I.G. hervor.

Als Hauptzeugin in dem Verfahren sagte Combs' Ex-Freundin Ventura aus. Die Sängerin hatte den Musiker und Produzenten bereits 2023 wegen jahrelanger Misshandlungen und Vergewaltigung verklagt. Beide einigten sich kurz darauf auf einen außergerichtlichen Vergleich, Ventura bekam 20 Millionen Dollar (17 Millionen Euro) zugesprochen.

M.Campbel--EWJ

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