English Woman's Journal - Extreme Hitzewelle erreicht Höhepunkt: Gluthitze und Waldbrände in Deutschland

Extreme Hitzewelle erreicht Höhepunkt: Gluthitze und Waldbrände in Deutschland


Extreme Hitzewelle erreicht Höhepunkt: Gluthitze und Waldbrände in Deutschland
Extreme Hitzewelle erreicht Höhepunkt: Gluthitze und Waldbrände in Deutschland / Foto: Michaela STACHE - AFP

Die extreme Hitzewelle der vergangenen Tage hat am Mittwoch in Deutschland ihren Höhepunkt erreicht und ist anschließend von ersten Sommergewittern mit Unwetterpotenzial abgelöst worden. Bundesweit galten dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zeitweise fast flächendeckend amtliche Warnungen von Hitze oder sogar extremer Hitze, lediglich an den Küsten und in den Bergen blieb es kühler. Der Wetterdienst sagte Temperaturen von 34 bis 38 Grad voraus, örtlich bis nahe an die 40-Grad-Marke.

Textgröße ändern:

Bis zum Mittwochnachmittag stiegen die Werte an einzelnen Wetterstationen zunächst bis in den Bereich von 36 bis 37 Grad, wie der DWD im Internet bekanntgab. Am Flughafen im nordrhein-westfälischen Düsseldorf wurden 37,6 Grad gemessen, in Mannheim in Baden-Württemberg 37,2 Grad und am Flughafen im hessischen Frankfurt am Main 37,1 Grad. In Karlsruhe in Baden-Württemberg wurden 37 Grad erreicht, im brandenburgischen Potsdam 36,9 Grad registriert.

"Es laufen gebietsweise Warnungen vor extremer Wärmebelastung", erklärte der Wetterdienst. Beginnend im Westen und Südwesten sollte die Hitzewelle aber vielerorts im Tagesverlauf von teils kräftigen Hitzegewittern mit Sturm und Starkregen abgelöst werden. Laut Wetterdienst hatten diese Unwetterpotenzial, am Nachmittag galten bereits erste Warnungen in Teilen Nordrhein-Westfalens.

Große Teile West- und Südeuropas ächzen bereits seit Tagen unter einer für Anfang Juli ungewöhnlich extremen Hitzewelle, die sich allmählich bis nach Deutschland ausbreitete. Nach Behördenangaben vom Mittwoch gab es in Spanien und Frankreich mindestens sieben Hitzetote. In Spanien und Portugal wurden Temperaturen von 46 Grad gemessen, in Frankreich galt die höchste Alarmstufe.

In Deutschland werden Werte von mehr als 40 Grad selbst in sehr ausgeprägten Hitzewellen bislang nur selten erreicht. Die bislang höchste jemals offiziell bestätigte Temperatur wurde nach Angaben des Wetterdiensts am 25. Juli 2019 mit je 41,2 Grad an zwei Messstationen in Nordrhein-Westfalen registriert.

Hitze und Trockenheit steigern auch die Waldbrandgefahr, Einsatzkräfte waren an verschiedenen Orten in Deutschland bereits im Einsatz. Bei Treuenbrietzen in Brandenburg brachten Feuerwehrleute nach Gemeindeangaben bis Dienstagabend einen Waldbrand in mit alter Munition belastetem Gebiet unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauerten am Mittwoch aber an. Ein Löschroboter sollte demnach unzugängliche Brandherde bekämpfen. Der Wind verhinderte Hubschraubereinsätze.

Auch bei Thale im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt brachten Einsatzkräfte nach Angaben der örtlichen Feuerwehr bis zum Dienstagabend einen Waldbrand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten dort demnach aber ebenfalls noch an.

O.Wood--EWJ

Empfohlen

Nahverkehr auf der Schiene: EuGH kippt deutsche Trassenpreisbremse

Die deutsche Preisbremse für die Nutzung von Bahnschienen im Nahverkehr ist mit dem europäischen Recht nicht vereinbar. Der Betreiber hat dabei zu wenig Spielraum, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag urteilte. Regionale Verkehrsunternehmen befürchten nun hohe Mehrkosten. (Az. C-770/24)

37-Jähriger soll über 70 Mal zugestochen haben: Mordanklage in Frankfurt am Main

Weil er den Lebensgefährten seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau mit mehr als 70 Messerstichen getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anklage gegen einen 37-Jährigen erhoben. Dem Mann werden Mord und versuchter Mord vorgeworfen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Er soll Anfang Juli auch versucht haben, die 31 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung zu töten. Sie konnte sich schwer verletzt retten. Ihr Freund starb an mehr als 70 Stich- und Schnittwunden.

Klagen von Stadtwerken gegen Tauschgeschäft von RWE und Eon scheitern vor EuGH

Die Klagen von neun deutschen Stadtwerken gegen die Übernahme der RWE-Ökostromtochter Innogy durch Eon sind vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gescheitert. Der EuGH bestätigte am Donnerstag in Luxemburg die von der EU-Kommission 2019 erteilte Genehmigung. Die beiden Energieriesen hatten im März 2018 ein großes Tauschgeschäft angekündigt. (Az. C-171/24 P u.a.)

Parkgebühren an Nordseestränden zulässig: Gericht sieht keine Kommerzialisierung

In der niedersächsischen Gemeinde Wangerland an der Nordsee ist ein Anwohner mit einer Klage gegen neu eingeführte Entgelte für strandnahe Parkplätze gescheitert. Es handle sich nicht um eine neue großflächige Kommerzialisierung des Strandzugangs, befand das Verwaltungsgericht Oldenburg in seiner am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung. Die Parkentgelte waren eingeführt worden, nachdem der Gemeinde das Verlangen eines Strandeintritts gerichtlich untersagt worden war.

Textgröße ändern: