English Woman's Journal - Prozess um Mord an Bruder in Afghanistan vor hessischem Gericht begonnen

Prozess um Mord an Bruder in Afghanistan vor hessischem Gericht begonnen


Prozess um Mord an Bruder in Afghanistan vor hessischem Gericht begonnen
Prozess um Mord an Bruder in Afghanistan vor hessischem Gericht begonnen / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Vor dem Landgericht im hessischen Hanau hat am Donnerstag ein Prozess um einen Brudermord in Afghanistan begonnen. Die Anklage wirft einem inzwischen 69-Jährigen vor, seinen Bruder im Oktober 2015 in Kandahar heimtückisch und aus niederen Beweggründen ermordet zu haben. Tatmotiv sei ein seit längerer Zeit andauernder Streit um das Erbe des gemeinsamen Vaters gewesen.

Textgröße ändern:

Der Angeklagte soll mehrere von dem Opfer verwaltete Grundstücke für sich beansprucht und seinen Bruder bedroht haben. Als dieser sich weigerte, grundstücksrelevante Dokumente herauszugeben, soll der Angeklagte beschlossen haben, seinen Bruder zu töten.

Mit einem in einer Decke versteckten Gewehr soll er zum Haus seines Bruders gefahren sein. Vor Ort soll er ohne ein weiteres Wort auf seinen arglosen Bruder geschossen und ihn tödlich verletzt haben. Die Tat sei vom damals elfjährigen Neffen des Angeklagten beobachtet worden. Der heute 69-Jährige sei anschließend geflüchtet.

Der Fall wird nach Angaben des Gerichts in Hanau verhandelt, weil der Angeklagte mittlerweile in Deutschland lebt. Auch Kinder des Opfers und weitere Familienangehörige leben mittlerweile in Deutschland. 2024 zeigten diese den heute 69-Jährigen an, nachdem sie ihn wiedergetroffen hatten. Mangels diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Afghanistan ist keine Auslieferung möglich.

St.Reid--EWJ

Empfohlen

Explosion in Mehrfamilienhaus in Regensburg: Mehrere Verletzte und Vermisste

Bei einer Explosion in einem Wohnhaus im bayerischen Regensburg sind am Mittwoch fünf Menschen verletzt worden. Zwei Menschen galten auch Stunden nach der Detonation noch als vermisst, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte. Sie wurden in dem schwer beschädigten Gebäude vermutet. Bewohner konnten inzwischen das Notwendigste aus ihren Wohnungen holen.

Geldwäsche: Klingbeil plant leichteren Zugang zu Konto- und Immobiliendaten

Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sollen die Behörden leichteren Zugriff auf Konto- und Immobiliendaten bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Bundesfinanzministerium vor, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Demnach sollen künftig verdächtige Geldflüsse schneller gestoppt und Konten vorübergehend gesperrt werden können. Die Geldwäsche-Aufsichtsbehörden sollen mehr Befugnisse bekommen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt werden.

Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen

Beim zweiten schweren Zugunglück in Spanien innerhalb eines Jahres sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 100 Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwochmorgen südlich von Madrid auf gerader Strecke kollidierten. Als Ursache vermutet die spanische Regierung menschliches Versagen. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision gestorben.

Mutmaßliche Saboteure aus Belarus festgenommen: Brandanschläge in Bayern geplant

In Bayern sind zwei aus Belarus stammende Männer festgenommen worden, die im Raum Nürnberg Brandanschläge geplant haben sollen. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte am Mittwoch die Festnahme der 39 und 50 Jahre alten Männer vor drei Wochen. Einem Bericht des Magazins "Spiegel" zufolge sollen sie als Saboteure im Auftrag Russlands im Einsatz gewesen sein.

Textgröße ändern: