English Woman's Journal - Schmuggel von tonnenweise Kokain in Hamburg: Lange Haftstrafen rechtskräftig

Schmuggel von tonnenweise Kokain in Hamburg: Lange Haftstrafen rechtskräftig


Schmuggel von tonnenweise Kokain in Hamburg: Lange Haftstrafen rechtskräftig
Schmuggel von tonnenweise Kokain in Hamburg: Lange Haftstrafen rechtskräftig / Foto: FABIAN BIMMER - AFP/Archiv

Wegen des Schmuggels von mehreren Tonnen Kokain über den Hamburger Hafen sind sieben Männer rechtskräftig zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Hamburger Landgerichts von 2024, wie er am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. Es ging um mehrere Lieferungen Kokain aus Südamerika, das in Seecontainern versteckt war, teilweise unter Bananen oder Holzkohle. (Az. 5 StR 548/24)

Textgröße ändern:

Neun von insgesamt elf später Angeklagten sonderten dem Urteil zufolge zwischen März bis September 2020 als sogenannte "Tür im Hamburger Hafen" die Container aus dem regulären Warenverkehr aus, tauschten das darin versteckte Kokain gegen eine Ersatzladung aus und übergaben es zum Weitertransport an Empfänger, die unbekannt blieben.

Einige der Angeklagten arbeiteten bei Terminalbetreibern und einer Spedition im Hafen oder als Lastwagenfahrer. Sie kommunizierten über verschlüsselte Messengerdienste. Als Entlohnung für ihre Schmuggeldienste kassierten sie 15 Prozent des Kokains, das sie weiterverkauften.

Die Gruppe habe sich in sechs Fällen erfolgreich Zugriff auf knapp sechs Tonnen hochreines Kokain verschafft, hieß es im Urteil. In weiteren Fällen beschlagnahmte die Polizei die Drogen.

Nach einem Prozess von mehr als drei Jahren verurteilte das Landgericht die elf Männer im Januar 2024 unter anderem wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie wegen Beihilfe dazu. Es verhängte Haftstrafen zwischen sechs Jahren und drei Monaten sowie 15 Jahren.

Sieben Angeklagte wandten sich an den BGH, um das Urteil überprüfen zu lassen. Dieser verwarf ihre Revisionen aber nun größtenteils. Nur bei einem Angeklagten wurde der Schuldspruch den Angaben zufolge leicht geändert, was an der Gesamtstrafe aber nichts änderte. Das Hamburger Urteil wurde rechtskräftig.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Bewaffnete Frontdienste im Irak: Prozess gegen mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg

Vor dem Oberlandesgericht Hamburg hat am Freitag ein Prozess gegen einen mutmaßlichen früheren Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Die Anklage wirft dem 43-Jährigen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation vor. Im Januar 2016 soll er sich dem IS im Irak angeschlossen haben und bis März 2017 als Kämpfer für die islamistische Organisation tätig gewesen sein.

Treppeneinsturz auf Schulbaustelle: Zwei Arbeiter in Gronau ums Leben gekommen

Bei einem Treppeneinsturz auf einer Schulbaustelle im nordrhein-westfälischen Gronau sind zwei Bauarbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Unglück am Donnerstag verletzt und anschließend im Krankenhaus behandelt, wie die Stadt Gronau am Donnerstagabend mitteilte.

Philippinen: Behörden erhöhen Warnstufe nach Ausbruch des Vulkans Mayon

Nach einem Ausbruch des Vulkans Mayon auf den Philippinen haben die Behörden des südostasiatischen Landes die Warnstufe erhöht. Das nationale Vulkaninstitut erhöhte am Freitag die Warnstufe auf seiner Skala von null bis fünf von zwei auf drei und rief zur Evakuierung in einem Umkreis von sechs Kilometern um den Krater auf. Der Mayon schleuderte bei seinem Ausbruch eine dunkle Aschesäule rund 3000 Meter in den Himmel.

Kassel-Calden: Brandanschlag auf Baustelle von Rüstungs-Logistikzentrum

Auf der Baustelle eines Rüstungs-Logistikzentrums am Flughafen Kassel-Calden in Hessen ist es zu einem womöglich politisch motivierten Brandanschlag gekommen. In der Nacht zu Freitag standen in dem Gewerbegebiet, in dem derzeit das Zentrum für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie entsteht, drei Baufahrzeuge in Flammen, wie die Polizei in Kassel mitteilte.

Textgröße ändern: