English Woman's Journal - Mehr als tausend Migranten eingeschleust: Bundespolizei fasst Bandenchef

Mehr als tausend Migranten eingeschleust: Bundespolizei fasst Bandenchef


Mehr als tausend Migranten eingeschleust: Bundespolizei fasst Bandenchef
Mehr als tausend Migranten eingeschleust: Bundespolizei fasst Bandenchef / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

Bundespolizisten haben in Niedersachsen den mutmaßlichen Kopf einer für die illegale Einreise von mehr als tausend Menschen verantwortlichen Schleuserbande gefasst. Der 32-Jährige sei am Dienstag in Aerzen festgenommen worden, teilte die Bundespolizei in Halle in Sachsen-Anhalt mit. Neben der Wohnung des Verdächtigen in Aerzen wurden auch die Wohnungen von zwei mutmaßlichen Mittätern im Alter von 25 und 29 Jahren in Hameln und Rinteln nach Beweismitteln durchsucht.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Bundespolizei handelt es sich bei dem 32-Jährigen um den mutmaßlich seit 2021 aktiven "Hauptorganisator" einer Bande, die etwa hundert Schleusungen von Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland und in andere europäische Länder vornahm. Insgesamt sollen so mehr als tausend Menschen über verschiedene Routen illegal eingeschleust worden sein. Die Bande kassierte den Ermittlern zufolge dafür pro Kopf bis zu 13.000 Euro.

Die Festnahme des mutmaßlichen Bandenchefs erfolgte laut Bundespolizei auf Grundlage eines vorab beantragten Untersuchungshaftbefehls. Dem Mann wird banden- und gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern vorgeworfen, etwa hundert Bundespolizisten waren im Einsatz. Wegen der internationalen Dimension war auch die EU-Polizeibehörde Europol eingebunden. Die Ermittlungen gegen die Bande werden von der Staatsanwaltschaft im sächsischen Görlitz geführt.

Alle drei Verdächtige sind demnach syrische Staatsbürger. Bei den Razzien beschlagnahmten die Ermittler unter anderem Smartphones, Dokumente und Unterlagen sowie 6000 Euro Bargeld. Die Auswertung der Beweismittel werde dauern, hieß es. Bundesinnenminister Nancy Faeser (SPD) sprach von einem konsequenten Schlag der Bundespolizei gegen Schleuser. "Das zeigt erneut, dass unser hoher Ermittlungsdruck wirkt", erklärte sie in Berlin.

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

FBI macht Nordkorea für Milliarden-Hack bei Krypto-Börse Binance verantwortlich

Die US-Bundespolizei FBI macht Nordkorea für den milliardenschweren Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Binance verantwortlich. Dies teilte das FBI am Samstagabend (Ortszeit) mit. Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die USA prüften, ob Nordkorea hinter der Attacke stecke.

Brief an Epstein: Trump-Klage gegen "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen

Im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat ein US-Richter eine Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump gegen das "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen. US-Bundesrichter Darrin Gayles aus Florida urteilte am Samstag im Streit um einen mutmaßlichen anzüglichen Trump-Brief an Epstein, der Präsident habe nicht nachgewiesen, dass die Zeitung "böswillig" Falschbehauptungen über ihn veröffentlicht habe.

Streit um Polens Verfassungsgericht: Tusk beklagt Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat"

Im Machtkampf um Polens Verfassungsgericht hat Regierungschef Donald Tusk der nationalkonservativen Opposition einen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat vorgeworfen. "Lasst uns die Dinge beim Namen nennen", sagte Tusk am Samstagabend in einem Onlinevideo. "Seit Jahren gibt es in Polen Organisationen und Politiker, die die Demokratie und den Rechtsstaat zerstören wollen."

Zusammenstöße mit der Polizei nach "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Böllern und Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Am Abend war in Frankfurt nach Polizeiangaben auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Textgröße ändern: