English Woman's Journal - Forscher aus Göttingen finden Schlüssel zum Geschlechtswechsel von Zebrafischen

Forscher aus Göttingen finden Schlüssel zum Geschlechtswechsel von Zebrafischen


Forscher aus Göttingen finden Schlüssel zum Geschlechtswechsel von Zebrafischen
Forscher aus Göttingen finden Schlüssel zum Geschlechtswechsel von Zebrafischen / Foto: Anthony WALLACE - AFP/Archiv

Forscherinnen und Forscher aus Göttingen haben die genaueren Mechanismen geklärt, mit denen Zebrafische bei Veränderungen der Temperatur ihr Geschlecht ändern können. Wärmeres Wasser führe zu "chemischen Markierungen" an bestimmten Stellen der DNA und löse den Geschlechtswechsel aus, teilte die Göttinger Universität am Freitag mit. Die relevanten Gene seien bei der Aufzucht von 17 Fischfamilien identifiziert worden.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der niedersächsischen Hochschule schlüpfen Zebrafischembryonen mit rudimentär entwickelten eierstockartigen Keimdrüsen. Unter dem Einfluss höherer Wassertemperaturen insbesondere in der embryonalen Phase werden dann bestimmte Gene in deren DNA faktisch "außer Kraft gesetzt". Dadurch werden die Keimdrüsen vom Körper resorbiert, und die Fische entwickeln stattdessen Hoden.

Für die in der Fachzeitschrift "Frontiers in Cell and Developmental Biology" veröffentlichte Untersuchung beobachteten die Expertinnen und Experten die Entwicklung von 17 Zebrafischfamilien über mehrere Generationen hinweg in Aquarien. Jeweils die Hälfte der neu geschlüpften Embryonen setzten sie zeitweise in wärmeres Wasser.

In der Folge veränderte sich das Verhältnis der Geschlechter innerhalb der Familien, wenn auch nicht in allen gleichermaßen. In einigen erhöhte sich der Anteil der männlichen Tiere um 15 bis 20 Prozent.

In der Biologie werden derartige Vorgänge als sexuelle Plastizität bezeichnet und sind bei vielen Knochenfischarten bekannt. Auch die Zebrafische gehören zu dieser Gruppe. Bei Arten mit sexueller Plastizität ist das Geschlecht nicht festgelegt, sondern wird durch Umweltfaktoren wie die Temperatur beeinflusst.

Die ursprünglich aus Asien stammenden Zebrafische sind als Aquarien- und Laborfische weltweit bekannt. Wissenschaftlich interessant sind sie vor allem deshalb, weil 70 Prozent ihrer Gene auch beim Menschen vorkommen.

Nach Angaben von Experten beruht eine ganze Reihe von Erbkrankheiten bei ihnen auf den gleichen Gendefekten, die diese auch bei Menschen auslösen. Zebrafische werden daher zur Erforschung von Therapien gegen Hautkrebs oder Alzheimer eingesetzt.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

Moderator Thomas Gottschalk ist nach Krebserkrankung vorsichtig optimistisch

Der Moderator und Entertainer Thomas Gottschalk blickt nach seiner Krebserkrankung vorsichtig optimistisch in die Zukunft. "Ich bin auf dem Weg zurück ins Leben", sagte der 76-Jährige der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. "Die Therapien schlagen an, die Werte werden zunehmend besser", fügte er hinzu.

Möglicherweise Hautstück von ausgebüxter Würgeschlange in Hessen entdeckt

Ein gefundenes Stück Schlangenhaut hat im hessischen Brachttal einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Haut stamme möglicherweise von einem ausgebüxten Königspython, teilten die Beamten am Mittwoch in Offenbach mit. Demnach entdeckte eine Anwohnerin das Stück Haut am Dienstag auf ihrem Grundstück und rief die Polizei.

Sprung ins Wasser: Polizist rettet Zwergpudel auf Hafenbecken in Rheinland-Pfalz

Ein Polizist hat in Ludwigshafen einen Zwergpudel aus einem Hafenbecken im Rhein gerettet. Wie die örtliche Polizei mitteilte, war der Besitzer zweier Zwergpudel am Dienstag in der rheinland-pfälzischen Stadt spazieren, als sich einer der Hunde los riss und davon lief. Mehrere Polizisten suchten daraufhin nach dem ausgebüxten Hund.

Spanische Fußballnationalmannschaft nach WM-Sieg begeistert in Madrid empfangen

Die spanische Fußballnationalmannschaft ist nach ihrem WM-Titelgewinn mit Begeisterung in der Heimat empfangen worden. Die Fußballer fuhren am Montagabend im offenen Doppeldecker durch die Straßen der spanischen Hauptstadt Madrid, wo ihnen zehntausende Fans mit rot-gelben Spanien-Flaggen zujubelten. "Reyes del Mundo" stand auf dem Bus - "Könige der Welt".

Textgröße ändern: