English Woman's Journal - Stadion in Polen sagt nach Kritik von Kulturministerium Konzert von Kanye West ab

Stadion in Polen sagt nach Kritik von Kulturministerium Konzert von Kanye West ab


Stadion in Polen sagt nach Kritik von Kulturministerium Konzert von Kanye West ab
Stadion in Polen sagt nach Kritik von Kulturministerium Konzert von Kanye West ab / Foto: Hector RETAMAL - AFP/Archiv

Ein Stadion im Süden Polens hat ein für Juni geplantes Konzert des wegen antisemitischer Äußerungen umstrittenen US-Rappers Kanye West abgesagt. Das für den 19. Juni im Stadion Superauto.pl Silesian geplante Konzert "wird aus formellen und rechtlichen Gründen nicht stattfinden", teilte der Direktor des Stadions, Adam Strzyzewski, am Freitag auf der Website des Stadions mit.

Textgröße ändern:

Zuvor hatte das polnische Kulturministerium mitgeteilt, es wolle einen Auftritt des Rappers im Land verhindern. "Die breit diskutierten Taten von Kanye West in Verbindung mit seiner Werbung für Nationalsozialismus stehen in offensichtlichem Widerspruch zu Polens Werten", erklärte Kulturministerin Marta Cienkowska. Sie kritisierte das geplante Konzert und appellierte an die Veranstalter, "Beförderern einer kriminellen Ideologie keinen öffentlichen Raum zu bieten".

Die polnische Nachrichtenagentur PAP zitierte sie mit den Worten, sie könne sich ein derartiges Konzert in Polen "nicht vorstellen" - "einem Land, in dem Menschen in deutschen Vernichtungslagern ermordet wurden". Die Ministerin kritisierte West als einen Künstler, "der offen erklärt, dass er Hitler liebt, die NS-Ideologie anpreist und Geld durch den Verkauf von mit dem Hakenkreuz bedruckten T-Shirts verdient".

Der inzwischen unter dem Künstlernamen Ye auftretende West hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit antisemitischen Äußerungen Negativ-Schlagzeilen gemacht. Zum 80. Jahrestag des Weltkriegs-Endes im vergangenen Jahr veröffentlichte er einen Song mit dem Titel "Heil Hitler", zuvor vermarktete er T-Shirts mit Hakenkreuz-Aufdruck. Zuletzt hatte der Rapper seine antisemitischen Äußerungen mit einer bipolaren Störung begründet und betont, er sei weder Nazi noch Antisemit.

Am Dienstag hatte West ein geplantes Konzert in der französischen Hafenstadt Marseille nach Verbots-Drohungen verschoben. In der vergangenen Woche verweigerte Großbritannien ihm die Einreise. Ein Musikfestival, auf dem er auftreten sollte, wurde daraufhin abgesagt.

O.Wood--EWJ

Empfohlen

Während er quasi mietfrei wohnte: Früherer Prinz Andrew vermietete Cottages unter

Der in Ungnade gefallene frühere britische Prinz Andrew hat sein Einkommen jahrelang mit der Untervermietung von Cottages auf einem königlichen Anwesen aufgebessert, auf dem er selbst quasi mietfrei wohnte. Während Andrew für die 30 Zimmer umfassende Royal Lodge nur eine symbolische Miete zahlte, vermietete er drei Häuschen auf dem weitläufigen Gelände in Windsor weiter, wie der britische Rechnungshof am Freitag in einer Untersuchung zu den Immobilien der Royals berichtete.

Hilfloser Schweinswal in Wattenmeer: Tier stirbt nach Rettungseinsatz

Im niedersächsischen Wattenmeer haben Einsatzkräfte vergeblich um das Leben eines Schweinswals gekämpft. Das Tier sei am Donnerstag am Strand nahe Schillig im Bereich der Gemeinde Wangerland entdeckt worden und habe sich in einer "hilflosen Lage" befunden, teilte die Polizei in Wilhelmshaven am Freitag mit. Feuerwehrleute retteten den Wal mit Unterstützung von Polizisten zunächst. Er starb nach Angaben der Beamten später aber trotzdem.

Palast: Norwegens Prinzessin Mette-Marit auf Warteliste für Lungentransplantation

Die an einer unheilbaren Lungenkrankheit leidende norwegische Kronprinzessin Mette-Marit wartet auf ein Spenderorgan: Die 52-Jährige sei auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt worden, erklärte der Königspalast in Oslo am Freitag. Mette-Marits Gesundheitszustand sei "ernst", erläuterte der Lungenfacharzt Are Holm vom Rikshospitalet in Oslo in einer vom Palast verbreiteten Erklärung. Die Kronprinzessin solle daher "sobald wie möglich" eine Lungentransplantation erhalten.

Haar wie Stroh: He-Man-Darsteller Galitzine litt unter ständiger Blondierung

Nicholas Galitzine, Darsteller des Actionhelden He-Man, hat unter der ständigen Blondierung seiner Haare während des Filmdrehs gelitten. "Gegen Ende der Dreharbeiten war mein Haar wie Stroh. Es brach einfach ab", sagte der 31-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe).

Textgröße ändern: