English Woman's Journal - Grüne beantragen Aktuelle Stunde im Bundestag zu Gentechnik-Kennzeichnung

Grüne beantragen Aktuelle Stunde im Bundestag zu Gentechnik-Kennzeichnung


Grüne beantragen Aktuelle Stunde im Bundestag zu Gentechnik-Kennzeichnung
Grüne beantragen Aktuelle Stunde im Bundestag zu Gentechnik-Kennzeichnung / Foto: STEFANIE LOOS - POOL/AFP

Die EU-Mitgliedstaaten stimmen am Freitag über eine Lockerung der EU-Regeln für Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen ab - die Grünen im Bundestag beantragten daher eine Aktuelle Stunde im Parlament: Die Bundesregierung entscheide in Brüssel mit darüber, "ob man auch zukünftig gentechnisch veränderte Lebensmittel im Supermarkt als solche erkennen kann oder nicht", sagte Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic am Dienstag AFP. "Wir fordern die Bundesregierung auf, sich klar auf die Seite der Verbraucherinnen und Verbraucher zu schlagen, die bei Lebensmitteln volle Transparenz haben wollen."

Textgröße ändern:

Die Menschen hätten "ein Recht darauf zu erfahren, was auf ihren Tellern und Tischen landet", betonte Mihalic. Sie gab auch zu bedenken, dass "unser Essen weniger sicher wäre", sollten die geltenden EU-Verbraucherschutz- und Umweltstandards für den Einsatz neuer Gentechniken in Pflanzen und daraus hergestellten Lebensmitteln abgeschafft werden. Denn die Prüfung von Gesundheitsrisiken liege dann im Ermessen von Saatgutkonzernen. "Alle Pflanzen - von Tomate bis Apfel, von der Pappel bis zur Meeresalge - könnten durch Gentechnik gänzlich neue Eigenschaften erhalten, ohne dass mögliche Schäden für die umliegende Pflanzen- und Tierwelt noch geprüft oder überwacht werden müssten", sagte Mihalic.

Zusätzlich dürften den EU-Plänen zufolge alle diese Pflanzen patentiert werden. "Damit würden künftig große Saatgutkonzerne kontrollieren, wer den Großteil unserer Kultursorten nutzen darf", sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen. "Diesem Ausverkauf unseres genetischen Reichtums an Großkonzerne mit dieser Verbrauchertäuschungs-Verordnung darf die Bundesregierung in Brüssel nicht zustimmen."

EU-Länder und EU-Parlament hatten sich Anfang Dezember auf die Lockerung der Gentechnikregeln geeinigt. In Deutschland hatte der Industrieverband Agrar vor allem die Einigung zu Neuen Genomischen Techniken (NGT) begrüßt. Der Bauernverband dagegen warnte vor dem Hintergrund, dass bei NGT Patente zugelassen werden sollen, vor einer "Monopolisierung von Pflanzeneigenschaften". Umwelt- und Verbraucherschützer äußerten Kritik vor allem am Wegfall einer verpflichtenden Kennzeichnung von mit Gentechnik erzeugten Lebensmitteln.

N.M.Shaw--EWJ

Empfohlen

Sprung ins Wasser: Polizist rettet Zwergpudel auf Hafenbecken in Rheinland-Pfalz

Ein Polizist hat in Ludwigshafen einen Zwergpudel aus einem Hafenbecken im Rhein gerettet. Wie die örtliche Polizei mitteilte, war der Besitzer zweier Zwergpudel am Dienstag in der rheinland-pfälzischen Stadt spazieren, als sich einer der Hunde los riss und davon lief. Mehrere Polizisten suchten daraufhin nach dem ausgebüxten Hund.

Spanische Fußballnationalmannschaft nach WM-Sieg begeistert in Madrid empfangen

Die spanische Fußballnationalmannschaft ist nach ihrem WM-Titelgewinn mit Begeisterung in der Heimat empfangen worden. Die Fußballer fuhren am Montagabend im offenen Doppeldecker durch die Straßen der spanischen Hauptstadt Madrid, wo ihnen zehntausende Fans mit rot-gelben Spanien-Flaggen zujubelten. "Reyes del Mundo" stand auf dem Bus - "Könige der Welt".

Fußball-Weltmeister Spanien: Mannschaft zu Siegesfeiern in Madrid eingetroffen

Nach ihrem Titelgewinn bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist die spanische Nationalmannschaft in die Heimat zurückgekehrt. Ihre Maschine aus den USA landete am frühen Montagnachmittag auf dem Flughafen Barajas von Madrid - mit einer kleinen spanischen Fahne auf dem Cockpit. Als erste verließen Trainer Luis de la Fuente sowie Mannschaftskapitän Rodrigo Hernandez (Rodri) das Flugzeug. Mit der Medaille um den Hals hielt Rodri den WM-Pokal in die Höhe.

Spanien triumphiert bei Fußball-WM - Buh-Rufe für Trump und Infantino

Mit einem 1:0-Sieg von Spanien gegen Argentinien nach Verlängerung und einer spektakulären Halbzeitshow ist die Fußball-Weltmeisterschaft zuende gegangen. Nach dem Finalspiel in East Rutherford in den Vereinigten Staaten überreichte US-Präsident Donald Trump am Sonntag (Ortszeit) gemeinsam mit Fifa-Präsident Gianni Infantino Spaniens Kapitän Rodri den Pokal. Eine Halbzeitshow voller Musik-Superstars führte zu einer deutlich verlängerten Halbzeitpause.

Textgröße ändern: