English Woman's Journal - Rothirsch ist Wildtier des Jahres 2026

Rothirsch ist Wildtier des Jahres 2026


Rothirsch ist Wildtier des Jahres 2026
Rothirsch ist Wildtier des Jahres 2026 / Foto: HENRY NICHOLLS - AFP/Archiv

Der Rothirsch ist zum Wildtier des Jahres 2026 gewählt worden. Der "König des Offenlandes" habe sich in einer Abstimmung gegen die Mitbewerber Hermelin und Goldschakal durchgesetzt, teilte die Deutsche Wildtierstiftung am Mittwoch in Hamburg mit. Fachleute warnen aufgrund einer Verinselung der Artbestände vor einer schwindenden genetischen Vielfalt und einem beginnenden Aussterbeprozess.

Textgröße ändern:

Der Rothirsch gilt demnach als größtes Landsäugetier, das regelmäßig in Deutschland lebt. In Deutschland leben etwa 220.000 Rothirsche, wobei der Artname männliche und weibliche Tiere einschließt. Hirschkühe, Kälber und Jungtiere leben in Rudeln zusammen, auch die Hirsche bilden außerhalb der Brunftzeit Rudel.

Rothirsche bevorzugen den Angaben zufolge halboffene Landschaften, werden dort jedoch zunehmend bedrängt und bejagt. Sie ziehen sich deshalb meist in Wälder zurück, wo sie täglich bis zu 20 Kilogramm Pflanzen fressen und damit ihren unfreiwillig besiedelten Lebensraum verändern.

Dadurch komme es neben Konflikten mit der Forstwirtschaft auch zu positiven Effekten. Rothirsche schaffen kleine Lichtungen, von denen sonnenliebende Kräuter und Gräser sowie Schmetterlinge, Wildbienen und Waldameisen profitieren. Das jährlich abfallende Geweih der Hirsche diene zudem Eichhörnchen und anderen Nagetieren als Nahrung.

Junge Rothirsche verbreiten zudem Pflanzensamen über weite Strecken und scheiden diese aus. Die Wanderungen junger Hirsche sorgen zudem für einen genetischen Austausch, enden aber oft an Autobahnen, Bahntrassen oder Kanälen.

Zudem wird die Art nach Stiftungsangaben von behördlich vorgeschriebenen Grenzen der Artverbreitung bedrängt. So dürfen Rothirsche in Baden-Württemberg nur vier Prozent der Landesfläche besiedeln. Auf den übrigen Flächen seien Jäger gesetzlich verpflichtet, bis auf wenige Ausnahmen jeden Rothirsch zu erlegen.

"Um dem Rothirsch zu helfen, müssen seine Lebensräume wieder besser miteinander vernetzt werden", erklärte Andreas Kinser von der Deutschen Wildtierstiftung. "Das schaffen wir unter anderem, indem mehr Grünbrücken über Autobahnen gebaut werden und wandernde Tiere grundsätzlich nicht gejagt werden dürfen."

Eine wichtige Rolle würden auch neue Lebensräume spielen. "Zwischen weit auseinanderliegenden Vorkommen müssen sich kleine Populationen etablieren dürfen, die als Trittsteine zur Vernetzung dienen", erklärte Kinser. Nur wenn dem Rothirsch wieder mehr Raum gegeben werde, könne es gelingen, "diese faszinierende Tierart langfristig in Deutschland zu erhalten", betonte Kinser.

P.Munro--EWJ

Empfohlen

Kein Durchbruch in Wal-Drama absehbar: Tier liegt weiterhin vor Insel Poel fest

Im andauernden Drama um den vor der Ostseeinsel Poel liegenden Buckelwal zeichnet sich weiterhin kein Durchbruch ab. Der Wal verharrte am Dienstag weiterhin im flachen Wasser vor Poel, während eine Privatinitiative ihre Rettungsarbeiten fortsetzte. Helfer spülten angesichts des niedrigen Wasserpegels unter anderem mit einem Schlauch Sand weg, um eine tiefere Mulde für den Wal zu schaffen und ihn zu stabilisieren.

Wal-Drama: Tier liegt weiterhin fest - Erfolg von Rettungsarbeiten ungewiss

Das Drama um den vor der Ostseeinsel Poel liegenden Buckelwal zieht sich hin. Während der Wal weiterhin vor der Insel Poel auf Grund lag, setzte eine Privatinitiative ihre Rettungsarbeiten am Dienstag fort. Helfer spülten angesichts des niedrigen Wasserpegels unter anderem mit einem Schlauch Sand unter dem Wal weg. Wie dessen Aussichten sind, ist unklar.

100. Geburtstag von Elizabeth II.: Charles würdigt seine verstorbene "liebe Mama"

Anlässlich des 100. Geburtstags seiner verstorbenen Mutter Elizabeth II. hat der britische König Charles III. am Dienstag eine berührende Videobotschaft veröffentlicht. Seine "liebe Mama" sei während ihres langen Lebens "den Menschen, denen sie diente, fortwährend, unerschütterlich und vollkommen ergeben geblieben", sagte der 77-jährige Monarch. Zusammen mit seiner Frau Camilla nahm er in London an der Enthüllung des offiziellen Entwurfs für eine Gedenkstätte zu Ehren der verstorbenen "Queen" teil.

100. Geburtstag von verstorbener Elizabeth II.: Charles würdigt seine "liebe Mama"

Anlässlich des 100. Geburtstags seiner verstorbenen Mutter Königin Elizabeth II. hat der britische König Charles III. am Dienstag eine zu Herzen gehende Videobotschaft veröffentlicht. Seine "liebe Mama" sei während ihres langen Lebens "den Menschen, denen sie diente, fortwährend, unerschütterlich und vollkommen ergeben geblieben", sagte der 77-jährige Monarch. Elizabeth II. war nach 70-jähriger Regentschaft im September 2022 im Alter von 96 Jahren gestorben.

Textgröße ändern: