English Woman's Journal - Bundesregierung erleichtert Abschuss von Wölfen

Bundesregierung erleichtert Abschuss von Wölfen


Bundesregierung erleichtert Abschuss von Wölfen
Bundesregierung erleichtert Abschuss von Wölfen / Foto: PATRIK STOLLARZ - AFP/Archiv

Die Bundesregierung erleichtert den Abschuss von Wölfen: Das Raubtier werde in das Bundesjagdgesetz aufgenommen, der präventive Schutz von Weidetieren "herausgestellt", wie am Freitag das Landwirtschafts- und das Umweltministerium mitteilten. Bundesländer könnten nun in Regionen mit hoher Wolfsdichte und einem günstigen Erhaltungszustand ein sogenanntes Bestandsmanagement einführen - und damit die Zahl der Wölfe "managen": Sogenannte Problemwölfe, die Zäune überwinden, dürfen erschossen werden.

Textgröße ändern:

Ein "günstiger" Erhaltungszustand ist laut der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU Voraussetzung für die Bejagung einer Tierart. Die Bundesregierung hatte Mitte Oktober für weitere Regionen einen solchen Zustand der Wolfspopulation nach Brüssel gemeldet. Er gilt jetzt bis auf wenige Gegenden entlang der österreichischen Grenze in der gesamten Bundesrepublik.

Und auch in diesen Regionen, wo Weidegebiete nicht "zumutbar" mit Zäunen geschützt werden können, dürfen die Länder laut den Ministerien nun Gebiete ausweisen, in denen Wölfe "rechtssicher" getötet werden dürfen. Zur Begründung reicht hier die Vermeidung von Weidetierrissen.

Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) erklärte, die Weidetierhaltung sei "Herzstück unserer Kulturlandschaft und prägt unsere Heimat - von den Deichen im Norden bis zu den Almen im Süden". Für viele Weidetierhalter sei der Wolf kein Fabelwesen, sondern "tägliche Realität". "Genau deshalb handeln wir."

Umweltminister Carsten Schneider (SPD) erklärte, ein perfekter Herdenschutz sei nicht immer möglich, "und es gibt einzelne Wölfe, die Probleme bereiten". Solche Problemwölfe dürften künftig bejagt werden. Schneider kündigte eine Überprüfung der Regelung alle fünf Jahre an. "Richtschnur bleibt dabei der günstige Erhaltungszustand des Wolfes." Es gehe nicht darum, den Wolf wieder zu vertreiben, sondern um gangbare Wege, friedlich mit ihm zu leben.

Die Ministerien betonten, die EU-Artenschutzregeln würden auch weiterhin für den Wolf gelten. Zurschaustellung und Handel mit toten Wölfen seien auch künftig verboten.

In Deutschland leben den Angaben zufolge aktuell 209 Wolfsrudel, vor allem in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Die Zahl der Wolfrisse ist demnach zuletzt gestiegen. Im Jahr 2024 wurden rund 4300 Nutztiere, überwiegend Schafe und Ziegen, von Wölfen gerissen, zum Teil trotz der weiterhin wichtigen Herdenschutzmaßnahmen wie Zäunen und Herdenschutzhunden.

K.McMillan--EWJ

Empfohlen

Moderator Thomas Gottschalk ist nach Krebserkrankung vorsichtig optimistisch

Der Moderator und Entertainer Thomas Gottschalk blickt nach seiner Krebserkrankung vorsichtig optimistisch in die Zukunft. "Ich bin auf dem Weg zurück ins Leben", sagte der 76-Jährige der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. "Die Therapien schlagen an, die Werte werden zunehmend besser", fügte er hinzu.

Möglicherweise Hautstück von ausgebüxter Würgeschlange in Hessen entdeckt

Ein gefundenes Stück Schlangenhaut hat im hessischen Brachttal einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Haut stamme möglicherweise von einem ausgebüxten Königspython, teilten die Beamten am Mittwoch in Offenbach mit. Demnach entdeckte eine Anwohnerin das Stück Haut am Dienstag auf ihrem Grundstück und rief die Polizei.

Sprung ins Wasser: Polizist rettet Zwergpudel auf Hafenbecken in Rheinland-Pfalz

Ein Polizist hat in Ludwigshafen einen Zwergpudel aus einem Hafenbecken im Rhein gerettet. Wie die örtliche Polizei mitteilte, war der Besitzer zweier Zwergpudel am Dienstag in der rheinland-pfälzischen Stadt spazieren, als sich einer der Hunde los riss und davon lief. Mehrere Polizisten suchten daraufhin nach dem ausgebüxten Hund.

Spanische Fußballnationalmannschaft nach WM-Sieg begeistert in Madrid empfangen

Die spanische Fußballnationalmannschaft ist nach ihrem WM-Titelgewinn mit Begeisterung in der Heimat empfangen worden. Die Fußballer fuhren am Montagabend im offenen Doppeldecker durch die Straßen der spanischen Hauptstadt Madrid, wo ihnen zehntausende Fans mit rot-gelben Spanien-Flaggen zujubelten. "Reyes del Mundo" stand auf dem Bus - "Könige der Welt".

Textgröße ändern: