English Woman's Journal - Vogelgrippe: Saarland und Hamburg verhängen Stallpflicht

Vogelgrippe: Saarland und Hamburg verhängen Stallpflicht


Vogelgrippe: Saarland und Hamburg verhängen Stallpflicht
Vogelgrippe: Saarland und Hamburg verhängen Stallpflicht / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe verhängen das Saarland und der Stadtstaat Hamburg eine Stallpflicht. Auch in Brandenburg galt am Mittwoch bereits in den meisten Gebieten die Vorschrift, privat und gewerblich gehaltene Vögel in geschlossenen Ställen zu halten. Eine solche Stallpflicht gilt auch in zahlreichen Landkreisen in weiteren Bundesländern. Messen und Märkte für Geflügel sind vielerorts untersagt.

Textgröße ändern:

Die hochansteckende Viruserkrankung wird vor allem durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln übertragen. Im Saarland teilte das Landwirtschaftsministerium mit, es gebe einen bestätigten Fall eines Wildvogels, der an der Vogelgrippe erkrankt sei, zudem fünf weitere noch nicht bestätigte Fälle. Daher gelte ab Donnerstag eine Stallpflicht.

Sämtliche privat und gewerblich gehaltenen Vögel, unter anderem Hühner, Enten und Gänse, müssen dann in geschlossenen Ställen gehalten werden. Halter können die Vögel auch unter einer Vorrichtung unterbringen, "die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung besteht".

In Hamburg gilt die Stallpflicht ab Freitag, wie die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz mitteilte. Dort gab es am Mittwoch drei festgestellte Fälle und 14 Verdachtsfälle von Geflügelpest bei Wildvögeln. Die Stallpflicht sei eine Präventionsmaßnahme; in Hamburg sind laut Behörde 2025 Geflügelhaltungen mit rund 35.500 Tieren registriert.

In Brandenburg meldete der Landkreis Prignitz die Infektion mit der Vogelgrippe auf einem Hof mit 15.500 Gänsen. Sie müssen nun getötet werden. Es sei der siebte Fall in einem Geflügelbetrieb im Land Brandenburg, teilte das Landwirtschaftsministerium in Potsdam mit. Bis Mittag meldeten demnach 14 Kreise und kreisfreie Städte, sie hätten die Anordnung einer Aufstallung erlassen - in weiteren Kreisen steht dies bevor.

Die Vogelgrippe breitet sich aktuell sehr rasch aus. Mehr als eine halbe Million Nutztiere mussten bereits getötet werden. Das Friedrich-Loeffler-Institut rät dazu, sich in betroffenen Regionen von Wildvögeln fernzuhalten und diese nicht aufzuscheuchen. Tote Tiere sollten gemeldet werden.

Die Geflügelbranche hatte Anfang der Woche eine bundesweite Stallpflicht gefordert. Das Bundeslandwirtschaftsministerium erklärte aber, zunächst solle es bei der Zuständigkeit der Länder bleiben.

T.Wright--EWJ

Empfohlen

US Schauspielerin Christina Applegate erhielt falsche MS-Diagnose

US-Schauspielerin Christina Applegate hat nach eigenen Angaben vor fünf Jahren fälschlicherweise die Diagnose bekommen, an Multipler Sklerose (MS) erkrankt zu sein. Es sei aber nicht so, dass sie sich nun besser fühle, weil sie von der Fehldiagnose wisse, sagte Applegate am Dienstag in der jüngsten Ausgabe ihres Podcasts "Messy". Sie leide weiter an starken Beeinträchtigungen und stehe jetzt wieder ganz am Anfang.

Prinz Harry will "Schlussstrich" unter Streit mit seiner Familie ziehen

Prinz Harry will nach seiner Rückkehr nach Großbritannien einen Schlussstrich unter den Streit mit dem Königshaus ziehen und sich unter anderem mit seinem Bruder William versöhnen. "Es wurden einige Schlachten geschlagen, und das war auch notwendig", sagte der Sohn von König Charles III. in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin "GQ". "Aber hoffentlich können wir alle einen Schlussstrich darunter ziehen."

Herbstferien in zahlreichen Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus am Wochenende

Wegen der Herbstferien in zahlreichen Bundesländern rechnet der ADAC mit erhöhtem Staurisiko am kommenden Wochenende. In sechs Bundesländern enden die Herbstferien, während sie in Baden-Württemberg beginnen, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. In fünf weiteren Bundesländern beginnt am Wochenende die zweite Ferienwoche.

Tierschützer retten dutzende Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien

Naturschützer haben in den vergangenen Wochen dutzende Orang-Utans aus den Waldbrandgebieten in Indonesien in Sicherheit gebracht. Ein Team habe seit dem 6. August mehr als 50 der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen vor Rauch und Flammen gerettet, teilten die Naturschutzbehörde der indonesischen Provinz West-Kalimantan und die Umweltschutzorganisation YIARI am Sonntag mit.

Textgröße ändern: