English Woman's Journal - Macron warnt auf Einheitsfeier vor "Verfall" der Demokratien

Macron warnt auf Einheitsfeier vor "Verfall" der Demokratien


Macron warnt auf Einheitsfeier vor "Verfall" der Demokratien
Macron warnt auf Einheitsfeier vor "Verfall" der Demokratien / Foto: Jean-Christophe VERHAEGEN - POOL/AFP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit vor einem "Verfall" der Demokratie gewarnt. "Es ist befremdlich, dass ein französischer Präsident nach Deutschland kommt, um zu erklären, dass die Demokratie zu unseren Herausforderungen zählt. Aber so weit sind wir inzwischen gekommen", sagte Macron in einer Rede beim Festakt zum 35. Jahrestag der Wiedervereinigung am Freitag in Saarbrücken. "Es geschieht etwas in unseren Ländern, ein Verfall unserer Demokratien."

Textgröße ändern:

Macron bekräftigte seine Kritik an den Onlinenetzwerken, die von "Propaganda-Beauftragten autoritärer Regime" ausgenutzt würden. "Wir waren unendlich naiv, unseren demokratischen Raum sozialen Netzwerken anzuvertrauen, die in der Hand US-amerikanischer oder oder chinesischer Unternehmen sind", sagte er weiter.

Mit Blick auf den Ukraine-Krieg rief Frankreichs Präsident erneut zum Ausbau der europäischen Verteidigung auf: Der Moment der Wiederaufrüstung sei gekommen. Ziel sei "ein Europa, dass sich entscheidet, nicht mehr abhängig zu sein, das nicht nur gemeinsam anschaffen, sondern auch produzieren wird, gemeinsame Programme entwickelt und zu Ende führt". Damit spielte er auf das Vorhaben des deutsch-französischen Kampfjets FCAS an, das derzeit durch Machtkämpfe der beteiligten Unternehmen bedroht ist.

Europa müsse entscheiden, weiter "in glücklicher oder unglücklicher Vasallenschaft" zu bleiben oder "endlich eine Militärmacht zu werden", betonte Macron mit Blick auf das transatlantische Verhältnis. Dies bedeute nicht, aufzurüsten, um Krieg zu führen, sondern um andere von Angriffen abzuhalten.

Macron war als Ehrengast zu der Gedenkfeier in Saarbrücken eingeladen, wo er zudem die Ehrendoktorwürde der dortigen Universität erhielt. Alt-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte indirekt die Einladung des französischen Präsidenten kritisiert. "So sehr ich Präsident Macron schätze, aber vielleicht hätte man auch jemanden aus Osteuropa oder aus Ostdeutschland als Gastredner nehmen können", sagte sie am Donnerstagabend im ZDF-"Heute Journal".

Das Saarland richtet als derzeitiges Vorsitzland im Bundesrat die bereits am Donnerstag gestarteten dreitägigen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit aus.

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Berauscht am Steuer festgenommen: Britney Spears gelobt Besserung

US-Popstar Britney Spears hat nach einer Autofahrt unter mutmaßlichem Alkohol- oder Drogeneinfluss eine Nacht in Polizeigewahrsam verbracht und danach Besserung gelobt. Der Vorfall sei "absolut unentschuldbar", erklärte das Management der 44-Jährigen gegenüber der "New York Times" und dem "Hollywood Reporter". Die Sängerin werde nun "die richtigen Schritte unternehmen und sich an das Gesetz halten".

Burlesquetänzerin Dita Von Teese hielt sich nie für Antifeministin

Die US-Burlesque- und Stripteasetänzerin Dita Von Teese hat sich nie für eine Antifeministin gehalten. Als sie anfing, in Stripklubs aufzutreten, sei dies bisweilen behauptet worden, sagte die 53-Jährige dem Magazin "Playboy" laut Mitteilung vom Freitag. "Aber ich habe das immer für einen unsinnigen Vorwurf gehalten, da ich Spaß hatte, mein eigenes Geld verdiente und immer klare Ansagen machte, wie weit ich gehen würde."

Britney Spears wegen Trunkenheit am Steuer eine Nacht im Gefängnis

US-Popstar Britney Spears ist US-Medien zufolge in der Nähe von Los Angeles kurzzeitig wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden. Spears wurde am Mittwochabend (Ortszeit) in Gewahrsam genommen und über Nacht festgehalten, wie aus Unterlagen der Polizei von Ventura County in Kalifornien hervorgeht. Demnach wurde Spears am frühen Morgen freigelassen und für den 4. Mai ein Gerichtstermin angesetzt.

Drei vermisste Landschildkröten in Nordrhein-Westfalen wieder bei Besitzerin aufgetaucht

In Nordrhein-Westfalen sind drei vermisste Landschildkröten wieder im Garten ihrer Besitzerin aufgetaucht. Ob sie ihren Weg allein fanden oder Diebe das Gewissen plagte, teilte die Polizei in Viersen am Donnerstag nicht mit. Die Reptilien, die bereits seit 50 Jahren bei der Frau in Nettetal leben, waren am Dienstag als gestohlen gemeldet worden.

Textgröße ändern: