English Woman's Journal - Deutschland plant schwimmende Plattform zum Vernichten von Weltkriegsmunition

Deutschland plant schwimmende Plattform zum Vernichten von Weltkriegsmunition


Deutschland plant schwimmende Plattform zum Vernichten von Weltkriegsmunition
Deutschland plant schwimmende Plattform zum Vernichten von Weltkriegsmunition / Foto: Christian Hartmann - POOL/AFP/Archiv

Deutschland will eine schwimmende Plattform bauen, um Weltkriegsmunition aus dem Meer zu bergen und zu vernichten. Dies ist einer der deutschen Beiträge zum Meeresschutz, die Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Dienstag auf der UN-Ozeankonferenz in Nizza vorgestellt hat. "Auf dem Grund von Nord- und Ostsee liegen viele hunderttausende Tonnen versenkter Altmunition. Das ist eine Gefahr für Menschen und Meeresumwelt", sagte Schneider in seiner Rede vor den Delegierten zahlreicher Länder.

Textgröße ändern:

Ein mit 100 Millionen Euro ausgestattetes Programm zur Munitionsbergung solle langfristig fortgesetzt werden, fügte er hinzu. Deutschland verpflichte sich außerdem dazu, die Regeln für Meeresschutzgebiete zu verschärfen.

Derzeit seien bereits 46 Prozent der deutschen Meeresfläche als Schutzgebiete ausgewiesen. "Wir wollen nun ihre Qualität verbessern", betonte er mit Blick auf das Ziel der EU, zehn Prozent der Meeresfläche so streng zu schützen, dass sich die Natur dort ungestört entwickeln könne.

"Unsere Hausmeere in Deutschland, Nord- und Ostsee, sind in keinem guten Zustand", sagte der Minister. Die Bestände von Dorsch und Hering schrumpften, und die Erderwärmung mache vor allem der Ostsee zu schaffen.

Schneider räumte ein, dass der von der Regierung gewollte Ausbau der Offshore-Windenergie die Meeresnatur zusätzlich unter Druck setze und sich negativ auf bedrohte Arten auswirke. Die Bundesregierung setze aber auf "sorgfältige räumliche Planung, um Nutzungskonflikte zu minimieren", betonte er.

Sie fördere zudem mit knapp 100 Millionen Euro die Renaturierung von Salzwiesen, Seegraswiesen und Algenwäldern, die wichtige Lebensräume darstellen und zugleich die CO2-Speicherfähigkeit der Meere verbessern.

Schneider bekräftigte die deutsche Forderung nach einer vorsorglichen Pause beim umweltschädlichen Tiefseebergbau. "Für die Bundesregierung geht es vor allem darum, die regelbasierte Ordnung auf den Meeren zu erhalten und zu stärken", sagte er mit Blick auf die US-Bestrebungen, den Tiefseebergbau unter Missachtung des Völkerrechts voranzutreiben.

An der bis Freitag dauernden UN-Ozeankonferenz nehmen Vertreter von etwa 130 Staaten teil. Die USA entsandten erstmals keine offizielle Delegation, sondern lediglich zwei Beobachter. Neben einer bereits weitgehend ausgehandelten Erklärung zum Schutz der Ozeane legen zahlreiche Staaten ihre Selbstverpflichtungen vor.

Am Dienstagnachmittag sollte zudem ein deutsch-französisches Abkommen zum Meeresschutz unterzeichnet werden.

L.Ross--EWJ

Empfohlen

Gericht: Berliner Clanchef muss knapp 1,8 Millionen Euro an Rapper Bushido zahlen

Der bekannte Berliner Clanchef Arafat A.-C. muss einem Gerichtsbeschluss zufolge knapp 1,8 Millionen Euro an den früher geschäftlich eng mit ihm verbundenen Rapper Bushido zahlen. Das Berliner Kammergericht wies die Berufung von A.-C. gegen ein entsprechendes Urteil des Berliner Landgerichts vom September 2023 nach Angaben vom Mittwoch ab. Der zwischen A.-C. und Bushido geschlossene Managementvertrag war dem Beschluss zufolge sittenwidrig, weil er den Künstler unangemessen benachteiligte.

Prinz Harry vor Gericht: Boulevardmedien haben Meghans Leben "zur Qual" gemacht

Der britische Prinz Harry hat Boulevardmedien vorgeworfen, das Leben seiner Frau Meghan "zur Qual" gemacht zu haben. Das Vorgehen der von ihm verklagten Zeitungen sei "schrecklich" gewesen, sagte der 41-Jährige am Mittwoch in einem von ihm und anderen Prominenten angestrengten Prozess gegen den Boulevardzeitungsverlag ANL in London. Der jüngere Sohn von König Charles III. zeigte sich bei seiner Aussage vor dem High Court sehr bewegt und den Tränen nahe.

Harry: Im Prozess gegen Medien geht es um "Gerechtigkeit" für alle Betroffenen

Der britische Prinz Harry hat in seinem Prozess gegen britische Boulevardmedien erklärt, dass es ihm mit seiner Klage um "Wahrheit und Gerechtigkeit" gehe - und das nicht nur für ihn selbst. "Diese Klage hat natürlich auch eine persönliche Komponente, motiviert durch Wahrheit und Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit, aber es geht nicht nur um mich", erklärte der 41-Jährige am Mittwoch in einer schriftlichen Aussage vor dem High Court in London.

Kronenkranich ist Zootier des Jahres 2026 - Bestand in Wildnis nimmt stark ab

Der Kronenkranich ist das Zootier des Jahres 2026. Die in Afrika vorkommende Vogelart gilt in weiten Teilen des Kontinents als Glücksbote, wie der Verband der Zoologischen Gärten am Mittwoch mitteilte. Der Bestand in der Wildnis nimmt jedoch seit Jahren rapide ab. In Ostafrika sank die Population in den vergangenen 40 Jahren um 80 Prozent.

Textgröße ändern: