English Woman's Journal - Bundesrat dringt auf Maßnahmen gegen illegalen Welpenhandel

Bundesrat dringt auf Maßnahmen gegen illegalen Welpenhandel


Bundesrat dringt auf Maßnahmen gegen illegalen Welpenhandel
Bundesrat dringt auf Maßnahmen gegen illegalen Welpenhandel / Foto: Dibyangshu SARKAR - AFP/Archiv

Der Bundesrat appelliert an die Bundesregierung, den illegalen Online-Tierhandel zu bekämpfen. Er fordert diese in einer am Freitag gefassten Entschließung auf, Vertriebskanäle für illegale Anbieter zu schließen und den unerlaubten Handel besser zu überwachen. Bei Verstößen werden zudem verschärfte Sanktionen gefordert. Wann sich die Bundesregierung mit der Initiative der Länder befasst, entscheidet diese jedoch selbst: Feste Fristen gibt es nicht.

Textgröße ändern:

Insbesondere seit der Corona-Pandemie habe der Online-Handel mit Tieren stark zugenommen, heißt es in der auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holsteins gefassten Entschließung. Kleinanzeigen-Portale seien für den illegalen Tierhandel zu wichtigen Umschlagplätzen geworden. Ohne jegliche Kontrolle könnten dort Händlerinnen und Händler verschiedene Tierarten zum Kauf anbieten.

Gerade der illegale Welpenhandel sei ein großes Problem: Oft würden kranke und ungeimpfte Tiere verkauft, die unter widrigsten hygienischen und gesundheitlichen Bedingungen gezüchtet und gehalten worden sind. Diese sorge auch für Folgekosten: Viele Tiere würden aufgrund von Überforderung in sowieso schon überfüllten Tierheimen abgegeben.

Um das zu verhindern, müsse die Bundesregierung eine zentrale Stelle zur Recherche und Aufklärung von illegalem Tierhandel einrichten, forderten die Länder. Bislang würden Händlerinnen und Händler meist nur vereinzelt und zufällig erwischt und zur Verantwortung gezogen.

Der Bundesrat drängt die Bundesregierung, Maßnahmen von den Onlineportal-Betreibern einzufordern, die den illegalen Handel mit Tieren massiv erschweren. Dazu gehört die Einführung einer Verkäufer-Identitätspflicht. Würden sie gegen die Eigenkontrollpflicht verstoßen, sollte das Sanktionen zur Folge haben, verlangt der Bundesrat.

P.Munro--EWJ

Empfohlen

Weltkriegsbombe in Dresden entschärft - Evakuierung für 18.000 Menschen beendet

Eine bei Räumungsarbeiten an der ehemaligen Carolabrücke in Dresden entdeckte Weltkriegsbombe ist am Mittwoch erfolgreich entschärft worden. Spezialisten des Kampfmittelräumdiensts gaben am Nachmittag Entwarnung, wie die Polizei in der sächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Das Sperrgebiet war zuvor komplett geräumt worden, rund 18.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Sperrungen sollten nach einem "Sicherheitscheck" aufgehoben werden, wie es hieß.

Schauspielerin Barbra Streisand wird mit Ehrenpalme ausgezeichnet

Die US-Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand wird auf dem Festival von Cannes mit einer Ehrenpalme für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Streisand sei eine "legendäre Synthese zwischen Broadway und Hollywood, zwischen den Varieté-Theatern und der großen Kinoleinwand", sagte Festivalchef Thierry Frémaux am Mittwoch. "Sie singen zu hören und sie spielen zu sehen, gehört zu unseren schönsten Jahren", fügte er hinzu.

Studie: Mehr als jeder Dritte in Deutschland spielt gelegentlich um Geld

Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland hat innerhalb eines Jahres an Glücksspielen um Geld teilgenommen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie zum Glücksspielverhalten der Deutschen hervor, wie das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) sowie der Deutsche Lotto- und Totoblock in Berlin mitteilten. Demnach gaben 36,4 Prozent der Befragten an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal gespielt zu haben.

Dachs klaut in Thüringen nach Unfall Autokennzeichen

Ein Dachs hat sich nach einem Unfall in Thüringen mit dem Kennzeichen eines Autos davon gemacht. Der kuriose Wildunfall ereignete sich am Dienstagmorgen nahe Nennsdorf, wie die Polizei in Jena am Mittwoch mitteilte. Das Tier überquerte unvermittelt die Straße, es kam zum Zusammenstoß.

Textgröße ändern: