English Woman's Journal - Studie: Klimawandel für Massentod von Küken der Kaiserpinguine verantwortlich

Studie: Klimawandel für Massentod von Küken der Kaiserpinguine verantwortlich


Studie: Klimawandel für Massentod von Küken der Kaiserpinguine verantwortlich
Studie: Klimawandel für Massentod von Küken der Kaiserpinguine verantwortlich / Foto: Richard Gill - DEPARTMENT OF CONSERVATION/AFP/Archiv

In mehreren Brutstätten für Kaiserpinguine in der Westantarktis sind zum vergangenen Jahresende tausende Küken gestorben, weil das infolge des Klimawandels schmelzende Eis unter ihren winzigen Füßen nachgab. Laut einer am Donnerstag in der Zeitschrift "Communications: Earth & Environment" veröffentlichten Studie starben deshalb an vier der fünf beobachteten Brutstätten in einem Randmeer der Antarktis alle Küken.

Textgröße ändern:

Studien-Hauptautor Peter Fretwell sprach von einem "ersten großen Misserfolg" bei der Aufzucht von Kaiserpinguinen aufgrund des Verlusts von Meereis. "Dies ist wahrscheinlich ein Zeichen für die künftige Entwicklung", sagte der britische Forscher der Nachrichtenagentur AFP.

Im vergangenen Jahr war von Mitte September bis Mitte Dezember - und damit im Frühjahr der Südhalbkugel - ein Rekordrückgang des Eises im Polarmeer verzeichnet worden. Besonders betroffen war das Meer entlang der Westküste der Antarktis und damit der ideale Brutplatz für die größte Pinguinart der Welt. Für tausende Jungtiere war das aufbrechende Eis tödlich, da sie noch nicht reif genug waren, um mit dem eiskalten Meerwasser klarzukommen.

Um aus eigener Kraft zu überleben, müssen die Küken wasserdichte Federn entwickeln. Damit beginnen sie in der Regel Mitte Dezember, das Wachstum der Federn dauert einige Wochen. In den Pinguin-Kolonien im Bellingshausmeer begann das Eis aber schon Ende November aufzubrechen. "Küken, die ins Wasser gehen, werden wahrscheinlich ertrinken, und wenn sie es schaffen, wieder herauszukommen, werden sie wahrscheinlich erfrieren", sagte Fretwell.

"Wenn es ihnen gelingt, auf den Eisschollen zu bleiben, gehen wir davon aus, dass die meisten von ihnen abdriften und verhungern, weil ihre Eltern sie nicht mehr finden".

Kaiserpinguine suchen normalerweise nach alternativen Standorten, wenn das Meereis instabil wird. Diese Anpassungsfähigkeit, die ihr langfristiges Überleben sichert, nützt ihnen aber nichts, wenn das Eis in der gesamten Antarktis durch den Klimawandel zunehmend schrumpft. "Werden ihre Brutstätten auf regionaler Ebene unsicher, wird diese Strategie nicht mehr möglich sein", heißt es in der von unabhängigen Experten überprüfte Studie.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Schauspielerin Barbra Streisand wird mit Ehrenpalme ausgezeichnet

Die US-Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand wird auf dem Festival von Cannes mit einer Ehrenpalme für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Streisand sei eine "legendäre Synthese zwischen Broadway und Hollywood, zwischen den Varieté-Theatern und der großen Kinoleinwand", sagte Festivalchef Thierry Frémaux am Mittwoch. "Sie singen zu hören und sie spielen zu sehen, gehört zu unseren schönsten Jahren", fügte er hinzu.

Studie: Mehr als jeder Dritte in Deutschland spielt gelegentlich um Geld

Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland hat innerhalb eines Jahres an Glücksspielen um Geld teilgenommen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie zum Glücksspielverhalten der Deutschen hervor, wie das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) sowie der Deutsche Lotto- und Totoblock in Berlin mitteilten. Demnach gaben 36,4 Prozent der Befragten an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal gespielt zu haben.

Dachs klaut in Thüringen nach Unfall Autokennzeichen

Ein Dachs hat sich nach einem Unfall in Thüringen mit dem Kennzeichen eines Autos davon gemacht. Der kuriose Wildunfall ereignete sich am Dienstagmorgen nahe Nennsdorf, wie die Polizei in Jena am Mittwoch mitteilte. Das Tier überquerte unvermittelt die Straße, es kam zum Zusammenstoß.

Vorbereitungen für Bombenentschärfung in Dresden laufen - 18.000 Menschen betroffen

Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe an der ehemaligen Carolabrücke in Dresden laufen die Vorbereitungen für die großangelegte Entschärfung. Das Sperrgebiet sei gegen 09.00 Uhr vollständig eingerichtet worden, teilte die Polizei in der sächsischen Landeshauptstadt am Mittwoch mit. Einsatzkräfte kontrollierten nun, ob sich noch Menschen im Evakuierungsbereich aufhielten. Etwa 18.000 Menschen hatten ihre Häuser bis zum Morgen verlassen sollen.

Textgröße ändern: