English Woman's Journal - Fast 240.000 vorzeitige Todesfälle in der EU durch Feinstaub-Belastung

Fast 240.000 vorzeitige Todesfälle in der EU durch Feinstaub-Belastung


Fast 240.000 vorzeitige Todesfälle in der EU durch Feinstaub-Belastung
Fast 240.000 vorzeitige Todesfälle in der EU durch Feinstaub-Belastung / Foto: PHILIPPE DESMAZES - AFP/Archiv

Die Zahl der vorzeitigen Todesfälle in Europa, die auf die Belastung durch Feinstaub zurückzuführen sind, ist wieder leicht gestiegen. Laut einem Bericht der EU-Umweltagentur (EUA) vom Donnerstag starben im Jahr 2020 in den 27 EU-Ländern rund 238.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub-Belastung. Das waren etwas mehr als im Vorjahr - obwohl die Emissionen 2020 durch die Corona-Lockdowns leicht zurückgingen. In Deutschland belief sich die Zahl der Todesfälle demnach auf 28.900.

Textgröße ändern:

Feinstaub entsteht etwa durch Emissionen aus Kraftfahrzeugen und Kohlekraftwerken. Kleine Feinstaubpartikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind (PM2,5), sind besonders gefährlich, weil sie tief in die Lungen und das Herz-Kreislauf-System eindringen können. Auf diese Weise können sie Schlaganfälle, Herzkrankheiten, Lungenkrebs und Atemwegsinfektionen verursachen.

EU-weit starben dadurch den EUA-Berechnungen zufolge 238.000 Menschen. Auf die einzelnen Länder aufgeschlüsselt verzeichnete Italien mit mehr als 52.000 die meisten Feinstaub-Todesfälle. Aber auch Deutschland liegt mit 28.900 Todesopfern in der Spitzengruppe.

Neben Feinstaub ist auch die Belastung mit Stickstoffdioxid und Ozon problematisch. Anders als beim Feinstaub ging die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch diese beiden Schadstoffe 2020 aber zurück.

Die Zahl der Toten durch Stickstoffdioxid, das vor allem von Autos, Lastwagen und Wärmekraftwerken ausgestoßen wird, ging laut der EUA in der EU auf 49.000 zurück. Bei Ozon wurde ein Rückgang auf 24.000 Todesfälle verzeichnet. In Deutschland starben demnach 10.000 Menschen infolge der Belastung durch Stickstoffdioxid und 4600 durch Ozon.

Die EU hat sich in ihrem Null-Schadstoff-Aktionsplan das Ziel gesetzt, die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch die Feinstaub-Belastung bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 2005 zu reduzieren. 2020 war laut dem EUA-Bericht ein Rückgang um 45 Prozent erreicht. Wenn sich diese Entwicklung fortsetze, werde das 55-Prozent-Ziel schon vor 2030 erreicht, erklärte die EU-Behörde.

St.Ch.Russell--EWJ

Empfohlen

Bericht: Bundesumweltministerium streicht zeitliches Ziel für Atommüllendlager

Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung über das geplante Atommüllendlager. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk am Mittwoch vorlag. Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Dieses habe sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begrünung. Eine gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.

Stadtbäume können im Sommer mehr CO2 aufnehmen als Autos ausstoßen

Stadtbäume können im Sommer mehr Kohlendioxid aufnehmen, als Autos ausstoßen. Das fanden Forscher bei Tests in München heraus, wie die Technische Universität (TU) München am Dienstag berichtete. Im Jahresdurchschnitt können etwa zwei Prozent der städtischen Emissionen des Treibhausgases durch die Vegetation kompensiert werden. Stadtbäume erzielen dabei die größte Wirkung, Grasflächen hingegen setzen oft unter dem Strich mehr CO2 in die Atmosphäre frei, als sie aufnehmen.

Indien und Kanada unterzeichnen Vereinbarung über Seltene Erden und Uran

Indien und Kanada haben eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Seltene Erden und Uran. Der kanadische Premierminister Mark Carney traf am Montag in Neu Delhi seinen indischen Kollegen Narendra Modi. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete Abkommen decken auch den Technologiesektor und die Förderung erneuerbarer Energien ab.

Protest gegen Atomgeschäfte mit Russland: Greenpeace blockiert Frachter in Frankreich

Bei einer Protestaktion gegen französische Atomgeschäfte mit Russland sind vier Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace in Frankreich in Polizeigewahrsam genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Dünkirchen am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, handelt es sich bei den Aktivisten um drei Frauen und einen Mann aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die Behörden leiteten demnach ein Ermittlungsverfahren ein.

Textgröße ändern: