English Woman's Journal - Schulze besucht vor Klimaberatungen Entwicklungsprojekte im Nildelta

Schulze besucht vor Klimaberatungen Entwicklungsprojekte im Nildelta


Schulze besucht vor Klimaberatungen Entwicklungsprojekte im Nildelta
Schulze besucht vor Klimaberatungen Entwicklungsprojekte im Nildelta / Foto: Khaled DESOUKI - AFP

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat vor ihrer Beteiligung an den Klimaberatungen in Scharm el-Scheich am Sonntag Projekte im ägyptischen Nildelta besucht. Wichtige Themen sind die Bereiche Wassermanagement und Küstenschutz, wie das Entwicklungsministerium (BMZ) mitteilte. Ab Montag nimmt Schulze an der UN-Klimakonferenz in Scharm el-Scheich teil.

Textgröße ändern:

Bei den Projekten geht es um die Anpassung an Folgen der Erderwärmung. "In Ägypten kann man sehen, wie dramatisch der Klimawandel wirkt. Eine der fruchtbarsten, am dichtesten besiedelten Regionen der Welt, das Nildelta, wird durch Wasserknappheit, den steigenden Meeresspiegel und Versalzung bedroht", erklärte Schulze vorab. Es gehe hier "konkret darum, ob Millionen Menschen in dieser Region künftig noch Nahrung und Wohnraum finden", mahnte die Ministerin.

Zwar müsse die erste Antwort auf die Bedrohung "ein schneller weltweiter Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und ein konsequenter Schutz unserer Natur", sein, betonte Schulze. Zugleich aber müsse man sich "gemeinsam engagieren für die Anpassung an die Klimaveränderungen und den Umgang mit den Klimaschäden, die sich nicht mehr verhindern lassen".

Im Nildelta besucht Schulze ein internationales Küstenschutzprojekt, das die Region besser vor Überflutungen schützen soll. Ein weiteres mit deutschen Entwicklungsgeldern mitfinanziertes Projekt trägt laut BMZ bereits dazu bei, die Bewässerung der Felder effizienter zu machen und Wasserverluste zu reduzieren.

Zudem will sich Schulze über zwei ägyptische Sozialtransferprogramme informieren. Diese erreichen demnach mehr als zehn Millionen Menschen, die meisten davon Frauen.

Zentrales Thema Schulzes im Rahmen der Klimakonferenz in Scharm el-Scheich ist der Aufbau eines weltweiten Schutzschirms ("Global Shield"). Dieser soll als eine Art internationale Versicherung Menschen in besonders verwundbaren Staaten gegen Schäden durch den Klimawandel absichern.

Der Schutzschirm soll laut BMZ "ein Teil der Antwort" auf das Problem der Klimaschäden und –verluste sein, das auf der UN-Konferenz erstmals als zentraler Verhandlungsstrang von der Weltgemeinschaft diskutiert wird. Darauf hatten Entwicklungsländer seit Jahren vergeblich gedrängt. Bezogen auf den Schutzschirm gibt es allerdings Kritik, dieser sei nicht ausreichend, Klimaschäden hinreichend abzusichern.

Ch.Reilly--EWJ

Empfohlen

Bericht: Bundesumweltministerium streicht zeitliches Ziel für Atommüllendlager

Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung über das geplante Atommüllendlager. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk am Mittwoch vorlag. Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Dieses habe sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begrünung. Eine gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.

Stadtbäume können im Sommer mehr CO2 aufnehmen als Autos ausstoßen

Stadtbäume können im Sommer mehr Kohlendioxid aufnehmen, als Autos ausstoßen. Das fanden Forscher bei Tests in München heraus, wie die Technische Universität (TU) München am Dienstag berichtete. Im Jahresdurchschnitt können etwa zwei Prozent der städtischen Emissionen des Treibhausgases durch die Vegetation kompensiert werden. Stadtbäume erzielen dabei die größte Wirkung, Grasflächen hingegen setzen oft unter dem Strich mehr CO2 in die Atmosphäre frei, als sie aufnehmen.

Indien und Kanada unterzeichnen Vereinbarung über Seltene Erden und Uran

Indien und Kanada haben eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Seltene Erden und Uran. Der kanadische Premierminister Mark Carney traf am Montag in Neu Delhi seinen indischen Kollegen Narendra Modi. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete Abkommen decken auch den Technologiesektor und die Förderung erneuerbarer Energien ab.

Protest gegen Atomgeschäfte mit Russland: Greenpeace blockiert Frachter in Frankreich

Bei einer Protestaktion gegen französische Atomgeschäfte mit Russland sind vier Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace in Frankreich in Polizeigewahrsam genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Dünkirchen am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, handelt es sich bei den Aktivisten um drei Frauen und einen Mann aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die Behörden leiteten demnach ein Ermittlungsverfahren ein.

Textgröße ändern: