English Woman's Journal - Deutsch-französisches Nachfolgeprojekt für Akw Fessenheim ist gescheitert

Deutsch-französisches Nachfolgeprojekt für Akw Fessenheim ist gescheitert


Deutsch-französisches Nachfolgeprojekt für Akw Fessenheim ist gescheitert
Deutsch-französisches Nachfolgeprojekt für Akw Fessenheim ist gescheitert / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

Zwei Jahre nach dem endgültigen Abschalten des französischen Atomkraftwerks Fessenheim ist eine deutsch-französische Initiative für den Aufbau eines umweltfreundlichen Gewerbeparks gescheitert. Die halbstaatliche Gesellschaft Novarhena, an der mehrere deutsche Partner beteiligt waren, löste sich am Freitag in einer außerordentlichen Generalversammlung selbst auf. "Nicht konkretes" sei erreicht worden, sagte die Vorsitzende von Novarhena, Lara Million.

Textgröße ändern:

Dabei ist allerdings knapp die Hälfte des Kapitals, etwa 480.000 Euro, für laufende Kosten draufgegangen. Etwa 70 Prozent davon seien für das Gehalt des Generalsekretärs Xavier Marques gezahlt worden, sagte Million. Marques wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern. Die Einstellung des ehemaligen Adidas-Marketingchefs war umstritten gewesen.

Der Gewerbepark sollte ursprünglich 220 Hektar umfassen und besonders umweltfreundliche Unternehmen anziehen. So sollten vor allem neue Stellen geschaffen werden, da durch das Abschalten der beiden Atomreaktoren etwa 2000 Arbeitsplätze weggefallen waren.

Von der ursprünglich vorgesehenen Fläche blieb wegen verschiedener Umweltauflagen am Ende nur etwa ein Viertel übrig. Auf den verbliebenen 56 Hektar soll weiterhin ein Gewerbepark entstehen, aber das deutsch-französische Projekt, das aus dem Aachener Vertrag hervorging, ist nun geplatzt.

Zu den deutschen Gesellschaftern von Novarhena zählten unter anderem der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Städte und Gemeinden Freiburg, Breisach, Bad Krozingen und Hartheim.

"Ich bin optimistisch, wir haben Kontakte zu Unternehmen", sagte Gérard Hug, Vorsitzender des zuständigen Kommunalverbundes. Auf dem Gelände haben die ersten Vorbereitungsarbeiten begonnen.

F.McKenzie--EWJ

Empfohlen

Petersberger Klimadialog: Energiekrise ist Signal für Abkehr von fossiler Energie

Die globale Energiekrise prägt die Beratungen des internationalen Petersberger Klimadialogs in Berlin. UN-Generalsekretär António Guterres und weitere der Teilnehmenden aus mehr als 30 Staaten riefen am Dienstag dazu auf, die Lage als Signal für die Abkehr von fossilen Energieträgern und einen Umstieg auf Erneuerbare zu verstehen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) forderte, beim Klimaschutz "einen Schritt zuzulegen".

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Klima-Allianz: Energiewende in aktueller Krise entschlossen vorantreiben

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat die Klima-Allianz Deutschland dazu aufgerufen, die Energiewende national und international entschlossener voranzutreiben. "Da die Klimakrise und die geopolitische Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind, schützt eine beschleunigte Energiewende Deutschland nicht nur vor steigenden Kosten, sondern stärkt auch die nationale Widerstandsfähigkeit", erklärte die Organisation am Montag.

Fachleute im Bundesumweltministerium: Mini-Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich

Fachleute im Bundesumweltministerium (BMUKN) halten sogenannte Mini-Atomkraftwerke für unwirtschaftlich. In einem internen Papier widersprechen sie laut einem Bericht des Senders SWR vom Montag gegensätzlichen Einschätzungen unter anderem von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dem SWR demnach die Existenz dieser fachlichen Bewertung.

Textgröße ändern: