English Woman's Journal - Vertreter von rund 40 Staaten bekennen sich in Brest zu Schutz der Ozeane

Vertreter von rund 40 Staaten bekennen sich in Brest zu Schutz der Ozeane


Vertreter von rund 40 Staaten bekennen sich in Brest zu Schutz der Ozeane
Vertreter von rund 40 Staaten bekennen sich in Brest zu Schutz der Ozeane

Vertreter von rund 40 Staaten haben sich bei einer Konferenz im französischen Brest zu einem besseren Schutz der Weltmeere bekannt. Zum Abschluss der dreitägigen Tagung im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft gaben die Teilnehmer am Freitag eine Reihe von Initiativen zum Schutz der Ozeane bekannt, darunter gegen Überfischung und Plastikmüll sowie zum Schutz der Artenvielfalt in Hochseegebieten.

Textgröße ändern:

"Die Ozeane sind Opfer unserer Versäumnisse. Überfischung, Verschmutzung und die Versauerung der Meere bedeuten eine Gefahr", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der zu der Konferenz mit dem Titel "Ein Ozean" eingeladen hatte. Doch seien die Meere "auch Teil der Lösung, etwa im Kampf gegen den Klimawandel", betonte Macron mit Blick auf die Rolle der Meere als CO2-Speicher.

Bei der Konferenz schlossen sich die USA mit der EU sowie rund zehn weiteren Staaten in einer Initiative zur Eindämmung des Plastikmülls in den Weltmeeren zusammen. Das Mitwirken der USA verleiht der Initiative besonderes Gewicht. Die Verhandlungen über ein Abkommen gegen den Plastikmüll in den Ozeanen sollen möglichst schon im Februar im Rahmen der UN-Umweltversammlung beginnen.

Ferner schmiedeten die EU und 16 andere Staaten in der Hafenstadt in der Bretagne eine Allianz, welche auf den Abschluss eines UN-Abkommens zum Schutz der Hohen See noch in diesem Jahr hinarbeiten will, wie Macrons Büro mitteilte. "Wir sind so nahe dran, aber wir müssen drängen", damit das Abkommen 2022 unterzeichnet werde, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Konferenz.

Hochseegebiete seien häufig "Zonen der ökologischen Rechtlosigkeit", beklagte Macron. Unter der Hohen See werden jene Teile der Ozeane verstanden, die außerhalb der Hoheitsgebiete der Staaten liegen. Die Hochseegebiete machen mehr als 60 Prozent der Meere und fast die Hälfte der Erdoberfläche aus.

Die UN-Verhandlungen zum Schutz der Hohen See laufen bereits seit Jahren. Die Teilnehmerstaaten der in Brest beschlossenen Initiative wollen sich dafür einsetzen, dass die Verhandlungen bei einer im März am UN-Hauptquartier in New York anstehenden Verhandlungsrunde zum Abschluss gebracht werden können.

Rund 150 Umweltaktivisten demonstrierten jedoch in Brest gegen die Konferenz. Sie kritisierten die Veranstaltung als "Bluewashing" - also irreführende PR. Macron gebärde sich als "Held der Weltmeere", aber auf die Ankündigungen folgten keine Taten, sagte François Chartier von der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

M.Stevenson--EWJ

Empfohlen

Bericht: Bundesumweltministerium streicht zeitliches Ziel für Atommüllendlager

Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung über das geplante Atommüllendlager. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk am Mittwoch vorlag. Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Dieses habe sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begrünung. Eine gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.

Stadtbäume können im Sommer mehr CO2 aufnehmen als Autos ausstoßen

Stadtbäume können im Sommer mehr Kohlendioxid aufnehmen, als Autos ausstoßen. Das fanden Forscher bei Tests in München heraus, wie die Technische Universität (TU) München am Dienstag berichtete. Im Jahresdurchschnitt können etwa zwei Prozent der städtischen Emissionen des Treibhausgases durch die Vegetation kompensiert werden. Stadtbäume erzielen dabei die größte Wirkung, Grasflächen hingegen setzen oft unter dem Strich mehr CO2 in die Atmosphäre frei, als sie aufnehmen.

Indien und Kanada unterzeichnen Vereinbarung über Seltene Erden und Uran

Indien und Kanada haben eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Seltene Erden und Uran. Der kanadische Premierminister Mark Carney traf am Montag in Neu Delhi seinen indischen Kollegen Narendra Modi. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete Abkommen decken auch den Technologiesektor und die Förderung erneuerbarer Energien ab.

Protest gegen Atomgeschäfte mit Russland: Greenpeace blockiert Frachter in Frankreich

Bei einer Protestaktion gegen französische Atomgeschäfte mit Russland sind vier Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace in Frankreich in Polizeigewahrsam genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Dünkirchen am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, handelt es sich bei den Aktivisten um drei Frauen und einen Mann aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die Behörden leiteten demnach ein Ermittlungsverfahren ein.

Textgröße ändern: