English Woman's Journal - NRW-Ministerin warnt eindringlich vor Betreten brandgefährdeter Wälder

NRW-Ministerin warnt eindringlich vor Betreten brandgefährdeter Wälder


NRW-Ministerin warnt eindringlich vor Betreten brandgefährdeter Wälder
NRW-Ministerin warnt eindringlich vor Betreten brandgefährdeter Wälder / Foto: Roberto Pfeil - AFP

Angesichts der schweren Waldbrände hat die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) eindringlich vor dem Betreten von Wäldern gewarnt. "Bleiben Sie bitte einfach aus den Wäldern raus", appellierte die Ministerin am Samstag im Deutschlandfunk. Sie verwies darauf, dass "fast hundert Prozent der Waldbrände menschengemacht" seien - durch Unachtsamkeit oder auch durch Bandstiftung. Es werde geprüft, ein behördliches Betretungsverbot für die brandgefährdeten Wälder auszusprechen.

Textgröße ändern:

Oft reiche schon eine "weggeworfene Klippe" oder zurückgelassenes Glas, einen Waldbrand auszulösen - insbesondere, weil die extreme Trockenheit als Brandbeschleuniger wirke, sagte Gorißen. Die Brände im Hürtgenwald hätten ein "ganz neues und noch nicht in unserer Erinnerung da gewesenes Ausmaß" erreicht.

Die Ministerin wies darauf hin, dass es bei diesem Brand Hinweise auf Brandstiftung geben könnte. "Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen", sagte sie. "Es macht einen stutzig." Gesicherte Erkenntnisse lägen aber noch nicht vor.

Unverständnis äußerte Gorißen darüber, dass immer noch Schaulustige in den brandgefährdeten Wäldern unterwegs seien. "Ob man das glaubt oder nicht: Da sind immer noch Leute unterwegs, die fahren da mit dem Fahrrad rein und denken sich: Ich gucke mir mal an, wie die hier arbeiten."

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

Unicef: Jedes zehnte Schulkind 2025 von klimabedingtem Schulausfall betroffen

Wegen extremer Wetterereignisse wie Stürmen, Hitzewellen, Überschwemmungen oder Waldbränden ist im vergangenen Jahr weltweit jedes zehnte Schulkind von Unterrichtsausfall betroffen gewesen. Laut einer am Donnerstag vom UN-Kinderhilfswerk Unicef veröffentlichten Analyse fiel für 171 Millionen Kinder vom Vorschulalter bis zur Oberstufe die Schule aus. Dabei bestehe für Mädchen ein größeres Risiko, für immer aus dem Bildungssystem herauszufallen.

Heißester August weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Der vergangene Monat war nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der heißeste August weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Weltweit lag die Durchschnittstemperatur im August bei 16,96 Grad, wie der EU-Klimadienst Copernicus am Donnerstag mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 2023 noch übertroffen. Auch Westeuropa erlebte demnach seinen wärmsten Sommer aller Zeiten. Zugleich wurden für die Meerestemperaturen beispiellose Höchstwerte gemessen.

Schneider: Klimawandel zeigt zuvor nie erlebte Konsequenzen

Auf die immer dramatischeren Folgen des Klimawandels hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) im Bundestag hingewiesen. "Wir sind in Deutschland mitten im menschengemachten Klimawandel", sagte Schneider am Dienstag in der Haushaltsdebatte des Parlaments. "Das hat konkrete Konsequenzen, wie wir sie bisher noch nicht erlebt haben", verwies er auf Hitzewellen mit hierzulande mehr als 16.000 Toten, Dürre und landwirtschaftliche Produktionsausfälle.

Bundesamt: Nord- und Ostsee in diesem Sommer "deutlich" zu warm

Nord- und Ostsee haben sich in diesem Sommer ungewöhnlich stark aufgeheizt. Wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Montag in Hamburg mitteilte, lagen die Wassertemperaturen der zwei Meere in den Monaten Juni bis August "deutlich" über dem langjährigen Mittelwerten. Insgesamt sei es der fünftwärmste Sommer für die Nordsee und der siebtwärmste für die Ostsee jeweils seit dem Jahr 1997 gewesen.

Textgröße ändern: