English Woman's Journal - Erneut mehr Kegelrobben in Wattenmeer gezählt

Erneut mehr Kegelrobben in Wattenmeer gezählt


Erneut mehr Kegelrobben in Wattenmeer gezählt
Erneut mehr Kegelrobben in Wattenmeer gezählt / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Zahl der Kegelrobben im Wattenmeer und auf der Nordseeinsel Helgoland ist erneut gestiegen. Insgesamt 12.497 Tiere und 3385 Jungtiere wurden 2025 bis 2026 gezählt, wie das gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven am Mittwoch mitteilte. Damit stieg die Population erneut.

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Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es elf Prozent mehr Jungtiere. Auch im Fünfjahresvergleich gab es ein Wachstum. Jährlich stieg die Zahl im Schnitt um zwölf Prozent. Die meisten Jungtiere wurden im niederländischen Teil des Wattenmeers gezählt, gefolgt von Helgoland und Niedersachsen. Im östlichen Teil des Wattenmeers gab es hingegen nur wenige Jungtiere.

Die Zahl der ausgewachsenen Kegelrobben stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent. Der überwiegende Teil wurde im niederländischen Teil des Wattenmeers gesichtet. Im schleswig-holsteinischen Teil verdoppelte sich die Zahl fast. Auch im dänischen Wattenmeer stieg die Zahl. Die Bestände auf Helgoland und in Niedersachsen gingen hingegen zurück.

Kegelrobben breiten sich laut Wattenmeersekretariat weiter in Richtung Osten aus. Der Nachwuchs kommt oft in benachbarten Ländern zur Welt. Dass Kegelrobben im östlichen Wattenmeer später geboren werden, deute darauf hin, dass sich die Kolonien dort noch entwickelten.

"Kegelrobben der Nordsee bewegen sich frei und ausgiebig, daher erfassen unsere Zählungen nicht nur lokale Kegelrobben, sondern auch Besucher aus anderen Regionen", erklärte Jessica Schop von Wageningen Marine Research. Kegelrobben sind die größten Raubtiere an der Wattenmeerküste.

Das Wattenmeer gehört seit 2009 zum Unesco-Weltnaturerbe und wird von den Anrainerstaaten Deutschland, Niederlande und Dänemark gemeinsam geschützt. Auf deutschem Gebiet ist es als Nationalpark eingestuft. Das Wattenmeersekretariat im niedersächsischen Wilhelmshaven koordiniert länderübergreifend die Schutzmaßnahmen und beobachtet die Entwicklung.

B.Jamieson--EWJ

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