English Woman's Journal - Weltnaturschutzorganisation stuft Kaiserpinguin als gefährdete Art ein

Weltnaturschutzorganisation stuft Kaiserpinguin als gefährdete Art ein


Weltnaturschutzorganisation stuft Kaiserpinguin als gefährdete Art ein
Weltnaturschutzorganisation stuft Kaiserpinguin als gefährdete Art ein / Foto: Richard Gill - DEPARTMENT OF CONSERVATION/AFP

Der durch den Klimawandel bedrohte Kaiserpinguin ist von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als "gefährdete Art" eingestuft worden. Das teilte die internationale Organisation am Donnerstag anlässlich der Aktualisierung ihrer "roten Liste" bedrohter Tierarten mit. Auch der Antarktische Seebär gilt demnach nun als "gefährdet".

Textgröße ändern:

Die Höherstufung der in der Antarktis lebenden Kaiserpinguine von "potenziell gefährdet" auf "gefährdet" unterstreicht die existenzielle Gefahr für vom Eis abhängige Arten. Durch die globale Erwärmung verändert sich die Eismasse des Kontinents tiefgreifend.

Kaiserpinguine benötigen Meereis zum Leben, Jagen und Brüten. Das Abbrechen und der Verlust dieser Plattformen aus gefrorenem Meerwasser hat bereits zu einem starken Rückgang ihrer Zahl geführt. Die IUCN erklärte, aufgrund der durch den Klimawandel verursachten Veränderungen des Meereises sei bis zum Jahr 2080 mit einer Halbierung der Kaiserpinguin-Population zu rechnen.

Die IUCN - ein Netzwerk aus Wissenschaftlern, Regierungen und Umweltschutzgruppen - sei "zu dem Schluss gekommen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel die bedeutendste Bedrohung für Kaiserpinguine ist", erklärte Philip Trathan, Mitglied der für die Erstellung der Roten Liste zuständigen IUCN-Expertengruppe.

Antarktische Seebären, die wegen ihres Fells einst von Robbenjägern fast ausgerottet worden waren, sich aber wieder erholten, gelten nun ebenfalls als gefährdete Art. Ihre Zahl ging seit 1999 um mehr als 50 Prozent zurück. Der anhaltende Rückgang liege am Klimawandel, da steigende Meerestemperaturen und das schrumpfende Meereis dazu führten, dass die von ihnen verzehrten Krillkrebse auf der Suche nach kälterem Wasser in tiefere Ozeanschichten abwanderten, erklärte die IUCN. Dadurch kämen die Seebären schlechter an Futter.

Die Rote Liste bedrohter Arten wird von der IUCN geführt. Sie ist die weltweit umfassendste Informationsquelle für den Gefährdungsstatus von Pflanzen, Tieren und Pilzen.

Es gibt sechs Kategorien von "nicht gefährdet" bis "ausgestorben". Die als "gefährdet" eingestuften Arten sind zwei Stufen von der Kategorie "in freier Wildbahn ausgestorben" entfernt, was bedeutet, dass eine Art nur noch in Gefangenschaft überlebt.

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

Great Barrier Reef: Wissenschaftler warnen vor "Kollaps des Ökosystems"

Dem Great Barrier Reef in Australien drohen nach Einschätzung von Wissenschaftlern unter dem Einfluss des diesjährigen Klimaphänomens El Niño eine extreme und weitflächige Korallenbleiche und ein "Kollaps des Ökosystems". Der "extreme El Niño" stelle ein erhebliches Problem dar, warnte am Dienstag Morgan Pratchett, Meeresschutz-Experte von der James Cook University in Queensland, bei dem Internationalen Korallenriff-Symposium im neuseeländischen Auckland.

Bundespräsident Steinmeier empfängt aserbaidschanischen Präsidenten Alijew

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag seinen Amtskollegen aus Aserbaidschan, Ilham Alijew, zu einem Gespräch empfangen. Anschließend will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Alijew über Energie- und Rohstofffragen und den Friedensprozess mit Armenien beraten. Geplant ist auch die Unterzeichnung eines Vertrags, dessen Inhalt noch bekanntgegeben werden soll. Alijew sollte gegen Mittag vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt werden.

Waldbrände im Amazonas-Regenwald 2025 auf tiefstem Stand seit Jahrzehnten

Die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet sind 2025 auf ein historisches Tief zurückgegangen. Insgesamt brannten gut drei Millionen Hektar ab, die bislang kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen 1983, wie das Überwachungsnetzwerk MapBiomas am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr waren knapp 16 Millionen Hektar abgebrannt, das war der bisherige Höchststand.

Brüssel schlägt Lockerungen für EU-Regeln für Gas- und Ölimporte vor

Die EU-Kommission hat den 27 EU-Ländern vorgeschlagen, bei der für Januar 2027 vorgesehen Verschärfung der Importregeln für Öl und Gas vorerst auf Bußgelder zu verzichten. "Den Mitgliedstaaten wird empfohlen, Sanktionen wegen Nichteinhaltung für drei Jahre auszusetzen, um Versorgungsunterbrechungen zu vermeiden", erklärte die Brüsseler Behörde am Montag. Die sogenannte Methanverordnung soll verhindern, dass klimaschädlich geförderte fossile Brennstoffe nach Europa eingeführt werden.

Textgröße ändern: