English Woman's Journal - WTO-Chefin sieht schlimmste Störungen des globalen Handelssysstems seit 80 Jahren

WTO-Chefin sieht schlimmste Störungen des globalen Handelssysstems seit 80 Jahren


WTO-Chefin sieht schlimmste Störungen des globalen Handelssysstems seit 80 Jahren
WTO-Chefin sieht schlimmste Störungen des globalen Handelssysstems seit 80 Jahren / Foto: © AFP

Das globale Handelssystem ist nach Einschätzung von WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala derzeit mit den schwersten Turbulenzen seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. "Das Welthandelssystem erlebt die schlimmsten Störungen seit 80 Jahren", sagte die Chefin der Welthandelsorganisation (WTO) am Donnerstag auf der Ministerkonferenz der Organisation in Kameruns Hauptstadt Jaunde.

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Doch diese Störungen seien "nur das Symptom umfassenderer Umwälzungen, die die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene internationale Ordnung erschüttern", führte die WTO-Chefin bei der Eröffnung der Konferenz aus. Diese Ordnung habe "eine Wiederholung der Schrecken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts" verhindern sollen, fügte Okonjo-Iweala hinzu. Inzwischen hätten sich jedoch "die Weltordnung und das multilaterale System, wie wir sie kannten, unwiderruflich gewandelt".

Bereits vor dem Krieg im Nahen Osten habe das Ausmaß der gegenwärtigen Probleme den Handel mit Energie, Düngemitteln und Nahrungsmitteln destabilisiert, sagte Okonjo-Iweala. Nationale Regierungen und internationale Institutionen hätten Mühe, "mit den zunehmenden geopolitischen Spannungen, dem wachsenden Klimadruck und dem raschen technologischen Wandel fertig zu werden". Mit diesen Umwälzungen einher gehe auch eine "immer lautere Infragestellung des Multilateralismus".

"Es erscheint mir angemessen, dass wir uns gerade jetzt, da die Welt durch Konflikte im Nahen Osten, im Sudan, in der Ukraine und anderswo in Aufruhr ist, in dieser Zeit großer Umbrüche und Unsicherheiten in Afrika versammelt haben, um über den weiteren Weg des globalen Handelssystems zu beraten", sagte Okonjo-Iweala weiter. "Afrika ist der Kontinent der Zukunft", fügte die WTO-Chefin hinzu.

Die Ministerkonferenzen der im schweizerischen Genf ansässigen Welthandelsorganisation finden in der Regel alle zwei Jahre statt. Das diesjährige Treffen ist das zweite auf dem afrikanischen Kontinent, nach Nairobi in Kenia im Jahr 2015.

O.Wood--EWJ

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