English Woman's Journal - In Nepal leben fast drei Mal mehr Tiger als vor zwölf Jahren

In Nepal leben fast drei Mal mehr Tiger als vor zwölf Jahren


In Nepal leben fast drei Mal mehr Tiger als vor zwölf Jahren
In Nepal leben fast drei Mal mehr Tiger als vor zwölf Jahren / Foto: Prakash MATHEMA - AFP

Durch verstärkten Tierschutz hat Nepal seinen Bestand an wilden Tigern binnen zwölf Jahren fast verdreifacht. Wie die Behörden des Landes am Freitag mitteilten, zählte der Himalaya-Staat im Jahr 2022 ganze 355 Tiere. Im Jahr 2009 waren es nur 121 gewesen. Damit ist Nepal das einzige von 13 Ländern, das eine Selbstverpflichtung von 2010 übertroffen hat, die Tiger-Anzahl im eigenen Land zu verdoppeln.

Textgröße ändern:

Den Tiger-Populationen in Asien machen vor allem die Abholzung von Wäldern, Wilderei und das Eindringen von Menschen in ihren Lebensraum zu schaffen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte es noch 100.000 Tiger auf der ganzen Welt gegeben, doch im Jahr 2010 fiel diese Zahl auf ein historisches Tief von 3200. Auch Prominente wie Leonardo DiCaprio hatten den von Nepal unterschriebenen Tigerschutzplan von 2010 unterstützt.

Um die Tiere in Nepal zu zählen, wurden Tausende Kameras mit Bewegungsmeldern in einem riesigen Gebiet in den Ebenen im südlichen Nepal installiert, in dem die Tiere herumzustreifen pflegen. Experten durchkämmten etliche der von den Kameras geschossenen Bilder, um einzelne Tiere anhand ihrer einzigartigen Streifen zu identifizieren.

Ghana Gurung von der Umweltschutzorganisation WWF in Nepal sagte, dass der Erfolg des Landes den Maßstab für den Tigerschutz weltweit gesetzt habe, aber auch neue Herausforderungen mit sich bringe. Nach Angaben der nepalesischen Regierung starben im vergangenen Jahr mindestens 16 Menschen durch Tigerangriffe. Die Herausforderung bestehe nun darin, "den Konflikt zwischen Tiger und Mensch in den Griff zu bekommen", erklärte Gurung der Nachrichtenagentur AFP.

F.McKenzie--EWJ

Empfohlen

Bundeskabinett befasst sich mit Digitalisierung von Führungszeugnis

Das Bundeskabinett befasst sich in seiner Sitzung am Mittwoch (10.00 Uhr) mit der Digitalisierung des Führungszeugnisses. Das sogenannte polizeiliche Führungszeugnis gibt Auskunft darüber, ob jemand vorbestraft ist. Statt der bisherigen Papierurkunde soll das Dokument künftig auch in digitaler Form erhältlich sein. Entscheiden will das Kabinett zudem über einen Gesetzentwurf zur Einschränkung des Umweltverbandsklagerechts.

Bauern aus Pakistan reichen Klimaklage ein - RWE weist Forderung zurück

Mit einer Klimaklage gegen den Energiekonzern RWE und das Unternehmen Heidelberg Materials wollen Landwirte aus Pakistan vor dem Heidelberger Landgericht einen Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Gefordert werde eine "anteilige Entschädigung für die massiven Schäden", die sie durch die verheerenden Überschwemmungen im Jahr 2022 erlitten hätten, teilte die Menschenrechtsorganisationen European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) am Dienstag in Berlin mit. Die Organisation unterstützt die Klage zusammen mit weiteren Gruppen.

China bewirbt sich als Sitz für Sekretariat des neuen UN-Hochseeschutzabkommens

Kurz vor Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens hat China überraschend sein Interesse angemeldet, das Sekretariat für das neue UN-Abkommen zu beherbergen. China habe entschieden, eine Kandidatur für die Hafenstadt Xiamen im Südosten der Volksrepublik als Sekretariatssitz einzureichen, erklärte Chinas Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen am Freitag in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.

Rainer verteidigt geplanten leichteren Abschuss von Wölfen

Vor der Beratung des Bundestags über eine Änderung des Jagdgesetzes hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) den darin vorgesehenen leichteren Abschuss von Wölfen verteidigt. "Es geht um den Schutz von Weidetieren", sagte Rainer am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Textgröße ändern: