English Woman's Journal - Organisation PAN: Äpfel meist mit mehreren Pestiziden belastet

Organisation PAN: Äpfel meist mit mehreren Pestiziden belastet


Organisation PAN: Äpfel meist mit mehreren Pestiziden belastet
Organisation PAN: Äpfel meist mit mehreren Pestiziden belastet / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die Umweltorganisation PAN (Pesticide Action Network) hat Rückstände von Pestiziden und sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) in zahlreichen Apfelsorten gefunden. Von europaweit 59 getesteten Äpfel waren 50 mit mehreren Pestizidrückständen belastet, darunter alle fünf Proben aus Deutschland. Mehr als die Hälfte der Äpfel wies PFAS-Rückstände auf. Geltende Grenzwerte wurden aber nicht überschritten.

Textgröße ändern:

Unter den nachgewiesenen Substanzen waren vor allem Mittel zur Pilzbekämpfung, etwa gegen Mehltau. Die Pestizide reizen Haut und Schleimhäute und stehen teils im Verdacht, krebserregend zu wirken. In der EU gelten Grenzwerte für die Pestizidrückstände, die in den Proben nicht überschritten wurden. Die Organisation PAN beklagt jedoch, dass dabei nicht berücksichtigt werde, ob mehrere Pestizide gleichzeitig auftreten.

Für Babynahrung gelten strengere Grenzwerte: Sie darf keine messbare Menge eines Pestizids enthalten. Nur vier der untersuchten Äpfel erfüllen nach PAN-Angaben diese Vorgabe, alle anderen wiesen mindestens ein Pestizid auf. "Die gefundenen Rückstände waren bis zu 600 Mal höher als der gesetzliche Grenzwert für Babynahrung", erklärte die Organisation.

Insgesamt schneiden Obst und Gemüse aus der EU bei amtlichen Kontrollen auf Pestizidrückstände deutlich besser ab als Produkte aus Nicht-EU-Staaten. Überschreitungen der Grenzwerte für die Rückstände sind in Deutschland seit Jahren selten.

N.Steward--EWJ

Empfohlen

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Klima-Allianz: Energiewende in aktueller Krise entschlossen vorantreiben

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat die Klima-Allianz Deutschland dazu aufgerufen, die Energiewende national und international entschlossener voranzutreiben. "Da die Klimakrise und die geopolitische Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind, schützt eine beschleunigte Energiewende Deutschland nicht nur vor steigenden Kosten, sondern stärkt auch die nationale Widerstandsfähigkeit", erklärte die Organisation am Montag.

Fachleute im Bundesumweltministerium: Mini-Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich

Fachleute im Bundesumweltministerium (BMUKN) halten sogenannte Mini-Atomkraftwerke für unwirtschaftlich. In einem internen Papier widersprechen sie laut einem Bericht des Senders SWR vom Montag gegensätzlichen Einschätzungen unter anderem von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dem SWR demnach die Existenz dieser fachlichen Bewertung.

Neue Wende in Drama um Buckelwal: Tier schwimmt sich selbst frei

Der seit rund drei Wochen in einer flachen Bucht vor der Ostseeinsel Poel festliegende Buckelwal hat sich am Montagmorgen freigeschwommen. Auf Livestreams war zu sehen, wie Schlauchboote mit Helfern das Tier begleiteten. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sprach von einem "Glücksmoment".

Textgröße ändern: