English Woman's Journal - Weniger als einen Millimeter groß: Fünf neue Krebsarten in der Nordsee entdeckt

Weniger als einen Millimeter groß: Fünf neue Krebsarten in der Nordsee entdeckt


Weniger als einen Millimeter groß: Fünf neue Krebsarten in der Nordsee entdeckt
Weniger als einen Millimeter groß: Fünf neue Krebsarten in der Nordsee entdeckt / Foto: Patrik Stollarz - AFP/Archiv

Ein Forschungsteam hat fünf neue winzige Krebsarten in der Nordsee entdeckt. Die Tierchen gehören zur Gattung Leptastacus und sind mit weniger als einem Millimeter extrem klein, wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am Montag berichtete. Sie gehören zu den Ruderfußkrebsen, den häufigsten tierischen Bewohnern der Nordsee. Sie leben im Sediment des Meeresbodens und spielen eine wichtige Rolle in Ökosystemen.

Textgröße ändern:

Die Krebstiere sind äußerlich aufgrund ihrer geringen Größe und der oft nur sehr feinen äußerlichen Abweichungen kaum zu unterscheiden. Erst durch die Kombination aus modernster Mikroskopie und genetischer Analysen brachten die Forscher jetzt entscheidende Unterschiede zwischen den Tieren ans Licht. Es handele sich um mehrere klar getrennte Arten, die lange Zeit unentdeckt geblieben seien.

"Obwohl die Tiere auf den ersten Blick gleich aussehen, können sie unterschiedliche ökologische Nischen besetzen und tragen damit jeweils auf ihre Weise zum Funktionieren des Ökosystems Nordsee bei", erklärte Sven Rossel, einer der Autoren. Marine Bodentiere spielten eine wichtige Rolle in Meeresökosystemen, etwa beim Abbau von organischem Material und werden demnach auch häufig genutzt, um den Zustand von Meeresböden zu bewerten.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug

Die von der EU-Kommission geplanten Lockerungen der europäischen Regeln für Gas- und Ölimporte gehen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) noch nicht weit genug. "Die jetzt vorgeschlagene Lösung überzeugt nicht", erklärte Reiche am Dienstag in Berlin. Sie kritisierte, dass die EU an den rechtlichen Vorgaben der sogenannten Methanverordnung festhalten und lediglich auf Bußgelder bei Verstößen zunächst verzichten wolle.

Great Barrier Reef: Wissenschaftler warnen vor "Kollaps des Ökosystems"

Dem Great Barrier Reef in Australien drohen nach Einschätzung von Wissenschaftlern unter dem Einfluss des diesjährigen Klimaphänomens El Niño eine extreme und weitflächige Korallenbleiche und ein "Kollaps des Ökosystems". Der "extreme El Niño" stelle ein erhebliches Problem dar, warnte am Dienstag Morgan Pratchett, Meeresschutz-Experte von der James Cook University in Queensland, bei dem Internationalen Korallenriff-Symposium im neuseeländischen Auckland.

Bundespräsident Steinmeier empfängt aserbaidschanischen Präsidenten Alijew

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag seinen Amtskollegen aus Aserbaidschan, Ilham Alijew, zu einem Gespräch empfangen. Anschließend will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Alijew über Energie- und Rohstofffragen und den Friedensprozess mit Armenien beraten. Geplant ist auch die Unterzeichnung eines Vertrags, dessen Inhalt noch bekanntgegeben werden soll. Alijew sollte gegen Mittag vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt werden.

Waldbrände im Amazonas-Regenwald 2025 auf tiefstem Stand seit Jahrzehnten

Die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet sind 2025 auf ein historisches Tief zurückgegangen. Insgesamt brannten gut drei Millionen Hektar ab, die bislang kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen 1983, wie das Überwachungsnetzwerk MapBiomas am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr waren knapp 16 Millionen Hektar abgebrannt, das war der bisherige Höchststand.

Textgröße ändern: