English Woman's Journal - Industrieverband BDI fürchtet Stillstand der Binnenschifffahrt wegen Niedrigwasser

Industrieverband BDI fürchtet Stillstand der Binnenschifffahrt wegen Niedrigwasser


Industrieverband BDI fürchtet Stillstand der Binnenschifffahrt wegen Niedrigwasser
Industrieverband BDI fürchtet Stillstand der Binnenschifffahrt wegen Niedrigwasser / Foto: INA FASSBENDER - AFP

Die niedrigen Pegelstände in deutschen Flüssen bedrohen laut Einschätzung des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) die Binnenschifffahrt in Deutschland. "Die deutsche Industrie sieht die Gefahr, dass die niedrigen Pegelstände die Kapazitäten in der bereits hoch ausgelasteten Binnenschifffahrt weiter verknappen", erklärte der BDI am Mittwoch. Noch sei die Versorgung der Industrie über die Wasserwege zwar sichergestellt, die Lage könne sich aber "schnell zuspitzen".

Textgröße ändern:

Laut dem BDI liegen die ersten Pegelstände bereits unterhalb des Niveaus von 2018, als deutsche Flüsse außergewöhnlich wenig Wasser führten. Der BDI forderte deshalb für die kommenden Jahre einen Resilienzplan sowie Investitionen in für Niedrigwasser geeignete Schiffe. Der Bund müsse die notwendigen Haushaltsmittel für die Anpassung der Infrastruktur zur Verfügung stellen, forderte der BDI weiter.

Zudem müssten Bund, Länder, die Logistikbranche und die Industrie die Entwicklung der Binnenschifffahrt genau im Blick behalten. Der Umgang mit drohenden Engpässen auf deutschen Wasserstraßen müsse "frühzeitig vorbereitet" werden. Notwendig sei zudem der Umstieg auf andere Verkehrsträger und ein entsprechendes Management von Bauvorhaben. "Zusätzliche Engpässe durch nicht dringend notwendige Baumaßnahmen können wir uns in der aktuellen Situation nicht leisten", warnte der BDI.

P.Munro--EWJ

Empfohlen

Petersberger Klimadialog: Energiekrise ist Signal für Abkehr von fossiler Energie

Die globale Energiekrise prägt die Beratungen des internationalen Petersberger Klimadialogs in Berlin. UN-Generalsekretär António Guterres und weitere der Teilnehmenden aus mehr als 30 Staaten riefen am Dienstag dazu auf, die Lage als Signal für die Abkehr von fossilen Energieträgern und einen Umstieg auf Erneuerbare zu verstehen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) forderte, beim Klimaschutz "einen Schritt zuzulegen".

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Klima-Allianz: Energiewende in aktueller Krise entschlossen vorantreiben

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat die Klima-Allianz Deutschland dazu aufgerufen, die Energiewende national und international entschlossener voranzutreiben. "Da die Klimakrise und die geopolitische Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind, schützt eine beschleunigte Energiewende Deutschland nicht nur vor steigenden Kosten, sondern stärkt auch die nationale Widerstandsfähigkeit", erklärte die Organisation am Montag.

Fachleute im Bundesumweltministerium: Mini-Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich

Fachleute im Bundesumweltministerium (BMUKN) halten sogenannte Mini-Atomkraftwerke für unwirtschaftlich. In einem internen Papier widersprechen sie laut einem Bericht des Senders SWR vom Montag gegensätzlichen Einschätzungen unter anderem von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dem SWR demnach die Existenz dieser fachlichen Bewertung.

Textgröße ändern: