English Woman's Journal - Deutsche Süßwarenindustrie stellt dieses Jahr weniger Schoko-Weihnachtsmänner her

Deutsche Süßwarenindustrie stellt dieses Jahr weniger Schoko-Weihnachtsmänner her


Deutsche Süßwarenindustrie stellt dieses Jahr weniger Schoko-Weihnachtsmänner her
Deutsche Süßwarenindustrie stellt dieses Jahr weniger Schoko-Weihnachtsmänner her / Foto: SIA KAMBOU - AFP/Archiv

Die deutsche Süßwarenindustrie hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben weniger Schokoladen-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner hergestellt als im Vorjahr. Als Gründe führte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) am Dienstag "Kostenbelastungen bei wichtigen Rohstoffen wie Kakao und Nüssen, aber auch bei Personal, Energie sowie Bürokratie" an. Hinzu komme die Konsumzurückhaltung von Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Textgröße ändern:

Insgesamt wurden in diesem Jahr mit 164 Millionen Stück elf Prozent weniger Schokoladen-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner als im Vorjahr produziert, wie der BDSI in Bonn ausführte. 82 Millionen davon wurden an Händler in Deutschland ausgeliefert, rund 64 Millionen gehen in den Export.

Mit Blick auf die Preisentwicklung erklärte der BDSI, dass diese "komplex" bleibe. "Auch wenn die Kakaopreise an den internationalen Rohstoffbörsen zuletzt gesunken sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass Schokoladewaren wie Schoko-Weihnachtsmänner im Handel kurzfristig günstiger werden." Der Kakaopreis liege "trotz Entspannung weiterhin auf einem historisch hohen Niveau".

Wie teuer ein Schoko-Weihnachtsmann im Laden ist, bestimmen demnach zudem die Händler: "Die Festsetzung der Endverbraucherpreise für Lebensmittel wie Schokolade erfolgt durch den Lebensmitteleinzelhandel", erklärte der BDSI. Hersteller hätten darauf "keinen direkten Einfluss".

Die internationalen Kakaopreise hatten Ende 2024 einen historischen Höchststand erreicht, vor allem da die Ernten in den wichtigsten Anbauländern Elfenbeinküste und Ghana von starken Regenfällen beeinträchtigt wurden, die zu Pflanzenkrankheiten führten. Darauf folgten Dürreperioden.

Erst Ende vergangener Woche hatte der Chef des Schokoladenherstellers Ritter Sport, Andreas Ronken, dem Portal t-online gesagt, dass er mit weiter steigenden Schokoladenpreisen rechne, da Tropenprodukte wie Kakao besonders vom Klimawandel betroffen seien.

S.Smith--EWJ

Empfohlen

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt 2027 das Förderprogramm für die energieintensive Industrie im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge fort. Für 2026 sei das Interesse der Unternehmen sehr groß gewesen, es seien "substantiell" mehr Fördermittel als die zur Verfügung stehenden fünf Milliarden Euro beantragt worden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Deshalb werde nun bereits das Verfahren für die nächste Vergaberunde im kommenden Jahr gestartet.

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

Textgröße ändern: