English Woman's Journal - Verbraucherschützer: Schnäppchen zum Black Friday sind oft "Mogelpackung"

Verbraucherschützer: Schnäppchen zum Black Friday sind oft "Mogelpackung"


Verbraucherschützer: Schnäppchen zum Black Friday sind oft "Mogelpackung"
Verbraucherschützer: Schnäppchen zum Black Friday sind oft "Mogelpackung" / Foto: Sarah Silbiger - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Zum Black Friday hält nach Angaben von Verbraucherschützern längst nicht jedes Schnäppchen, was es verspricht: "Viele Rabatte entpuppen sich als Mogelpackung", teilte die Verbraucherzentrale Bayern am Dienstag mit. Zudem verursache so manche Bestellung "hohe Rücksendekosten oder unnötige Umweltbelastungen".

Textgröße ändern:

Ein zentraler Kritikpunkt der Verbraucherschützer ist vor allem, dass sich Rabattangebote häufig auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers beziehen. Diese werde im Alltag aber nur "selten verlangt", erklärte die Verbraucherzentrale. Auf den ersten Blick verlockende Rabatte seien deshalb "oft irreführend".

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten prüfen, "ob der Preis wirklich ein Schnäppchen ist", riet Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Um wirklich günstige Angebote zu erkennen, sollten Verbraucher Preise über einen längeren Zeitraum beobachten.

Außerdem solle vor dem Online-Kauf genau geprüft werden, "wo der Händler seinen Firmensitz hat und welche Rücksendekosten anfallen", empfahl Halm weiter. Denn immer mehr Angebote stammen demnach von Händlern außerhalb Europas, häufig aus Asien. "Die Transportwege belasten nicht nur das Klima - auch Rücksendungen können teuer werden", erläuterte die Verbraucherzentrale.

Grundsätzlich prüfen sollten Verbraucher demnach auch, ob sie ein Produkt wirklich brauchen. "Rabattaktionen verleiten häufig zu Spontankäufen, etwa bei Geräten, die nur selten genutzt werden", erklärten die Verbraucherschützer. Sinnvoll sei daher zu prüfen, ob es nicht auch Alternativen gibt. So ließen sich Geräte etwa über Sharing-Plattformen buchen, von Nachbarn ausleihen, gebraucht kaufen oder beispielsweise Werkzeuge gemeinsam anschaffen und teilen. Dies spare Geld, verhindere "unnötigen Konsum" und schone die Umwelt.

L.McKay--EWJ

Empfohlen

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt 2027 das Förderprogramm für die energieintensive Industrie im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge fort. Für 2026 sei das Interesse der Unternehmen sehr groß gewesen, es seien "substantiell" mehr Fördermittel als die zur Verfügung stehenden fünf Milliarden Euro beantragt worden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Deshalb werde nun bereits das Verfahren für die nächste Vergaberunde im kommenden Jahr gestartet.

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

Textgröße ändern: