English Woman's Journal - Deutschland sagt eine Milliarde Euro für Waldfonds TFFF zu

Deutschland sagt eine Milliarde Euro für Waldfonds TFFF zu


Deutschland sagt eine Milliarde Euro für Waldfonds TFFF zu
Deutschland sagt eine Milliarde Euro für Waldfonds TFFF zu / Foto: Carlos FABAL - AFP

Die Bundesregierung hat bei der UN-Klimakonferenz in Brasilien eine Milliarde Euro für den globalen Waldschutzfonds TFFF zugesagt. Deutschland werde sich in den kommenden zehn Jahren mit dieser Summe beteiligen, teilten Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und Bundesumweltminister Carsten Schneider (beide SPD) am Mittwochabend (Ortszeit) in Belém mit. Der Fonds belohnt Länder finanziell, die ihre Regenwälder erhalten.

Textgröße ändern:

Die brasilianische Umweltministerin Marina Silva reagierte erfreut auf die Ankündigung. Deutschlands Zusage zeige, dass es sich beim TFFF um ein "sehr gut konzipiertes, sehr gut strukturiertes Instrument" für den Klimaschutz handele, sagte sie in Belém.

Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva hatte den Schutzfonds Tropical Forest Forever Facility (TFFF) beim Klimagipfel im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Belém gestartet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte in seiner Rede bei dem Gipfel einen "namhaften" Betrag für den Fonds zugesagt, aber keine konkrete Summe genannt. Bei Umweltorganisationen und anderen Teilnehmern der Weltklimakonferenz COP30 war dies auf Enttäuschung gestoßen.

Unmittelbar nach dem Startschuss für den TFFF waren zunächst rund 5,5 Milliarden Dollar (4,75 Milliarden Euro) zusammengekommen. Neben Brasilien sagte auch Indonesien, das ebenfalls über große Tropenwälder verfügt, eine Milliarde Dollar zu. Norwegen kündigte an, wenn sich genügend andere Investoren beteiligten, werde es in den kommenden Jahren bis zu 30 Milliarden norwegische Kronen (2,56 Milliarden Euro) in das neuartige Klimaschutz-Instrument stecken. Auch Frankreich und Portugal machten Zusagen.

Nach brasilianischen Angaben werden zunächst zehn Milliarden Dollar für den Fonds benötigt. Später soll er insbesondere dank privatwirtschaftlicher Investoren auf einen Umfang von 125 Milliarden Dollar anwachsen.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Bauern aus Pakistan reichen Klimaklage ein - RWE weist Forderung zurück

Mit einer Klimaklage gegen den Energiekonzern RWE und das Unternehmen Heidelberg Materials wollen Landwirte aus Pakistan vor dem Heidelberger Landgericht einen Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Gefordert werde eine "anteilige Entschädigung für die massiven Schäden", die sie durch die verheerenden Überschwemmungen im Jahr 2022 erlitten hätten, teilte die Menschenrechtsorganisationen European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) am Dienstag in Berlin mit. Die Organisation unterstützt die Klage zusammen mit weiteren Gruppen.

China bewirbt sich als Sitz für Sekretariat des neuen UN-Hochseeschutzabkommens

Kurz vor Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens hat China überraschend sein Interesse angemeldet, das Sekretariat für das neue UN-Abkommen zu beherbergen. China habe entschieden, eine Kandidatur für die Hafenstadt Xiamen im Südosten der Volksrepublik als Sekretariatssitz einzureichen, erklärte Chinas Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen am Freitag in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.

Rainer verteidigt geplanten leichteren Abschuss von Wölfen

Vor der Beratung des Bundestags über eine Änderung des Jagdgesetzes hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) den darin vorgesehenen leichteren Abschuss von Wölfen verteidigt. "Es geht um den Schutz von Weidetieren", sagte Rainer am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Dobrindt und Alabali Radovan stellen sich Regierungsbefragung im Bundestag

Die erste Sitzungswoche des Bundestags im Jahr beginnt am Mittwoch mit einer anderthalbstündigen Regierungsbefragung. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Entwicklungshilfeministerin Reem Alabali Radovan (SPD) stellen sich den Fragen der Abgeordneten. In erster Lesung berät das Plenum zudem einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes. Mit diesem soll der Wolf in das Gesetz aufgenommen und damit künftig bejagt werden können.

Textgröße ändern: