English Woman's Journal - Südkorea will keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen

Südkorea will keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen


Südkorea will keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen
Südkorea will keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen / Foto: ANTHONY WALLACE - AFP

Südkorea hat einen weiteren Schritt in Richtung eines Ausstiegs aus der Energieproduktion mit Kohle unternommen. Das Land verpflichtete sich am Rande der UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien am Montag dazu, keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu bauen und seinen Bestand an Kohlemeilern schrittweise zu reduzieren. Demnach sollen bis 2040 zwei Drittel der 61 südkoreanischen Kohlekraftwerke vom Netz genommen werden.

Textgröße ändern:

Südkorea möchte dann keine Kohlekraftwerke mehr betreiben, die nicht über Anlagen zur Abscheidung von CO2 verfügen. Auch für die dann noch verbleibenden Kraftwerke soll den Angaben nach ein Stilllegungsdatum "unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und ökologischen Machbarkeit festgelegt" werden. Ein detaillierter Fahrplan dafür soll im kommenden Jahr erarbeitet werden.

Südkorea trat im Zuge der Ankündigung der sogenannten Powering Past Coal Alliance bei - einer Gruppe von Staaten, die aus der Kohleverstromung aussteigen wollen. Bislang war Singapur das einzige asiatische Land in dieser Gruppe.

Für Südkorea ist dies ein bedeutender Schritt. Kohle steht für ein Drittel seiner Stromproduktion und Südkorea ist der weltweit viertgrößte Kohleimporteur. Die Abhängigkeit von dem fossilen Brennstoff hatte in den vergangenen Jahren bereits abgenommen. 2009 stand Kohle noch für mehr als 45 Prozent der südkoreanischen Stromproduktion.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

25 Mutterschafe von Weide gestohlen - Lämmer zurückgelassen

In Brunsbüttel in Schleswig-Holstein haben Unbekannte 25 Mutterschafe von einer Weide gestohlen. Die dazugehörigen Lämmer ließen sie zurück, wie die Polizei am Donnerstag in Itzehoe mitteilte.

Rohstoffe: Regierung will Land mit Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft unabhängiger machen

Ob Stahlschrott für Bahnschienen, alte Akkus für neue Batterien oder das Recycling von Baustoffen: Die Bundesregierung will mit einem Aktionsprogramm die Kreislaufwirtschaft stärken und Deutschland unabhängiger machen. Das Programm sei "gut für die Umwelt, aber auch für die Wirtschaft und macht uns unabhängiger und krisenfester", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Mittwoch. Für viele Wirtschaftsverbände allerdings bleibt der Plan hinter den Erwartungen zurück.

Breites Bündnis fordert Nachhaltigkeitsstrategie für das Gesundheitswesen

Ein breites Bündnis aus Krankenkassen sowie Gesundheits- und Wirtschaftsverbänden fordert eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie für das Gesundheitswesen. "Nachhaltigkeit muss in den anstehenden Strukturreformen verbindlich verankert werden, damit das deutsche Gesundheitswesen langfristig finanzierbar bleibt und den internationalen Anschluss nicht verliert", heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Eckpunktepapier. Damit senden die Unterzeichner ein Signal an die Politik für die anstehenden Reformen im Gesundheitsbereich.

Umweltminister Schneider: Kreislaufwirtschaft macht uns unabhängiger

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht im Aktionsprogramm zur Kreislaufwirtschaftsstrategie große Chancen für die Umwelt, aber auch für die Rohstoffunabhängigkeit. Das Programm liefere den Rahmen, Lieferketten in Deutschland zu schließen und Rohstoffe, beispielsweise aus Autos, wieder zerlegt zur Verfügung zu stellen, sagte Schneider am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. Es soll am Vormittag vom Kabinett beschlossen werden.

Textgröße ändern: