English Woman's Journal - Plastikpellets verschmutzen in Massen Strände in England

Plastikpellets verschmutzen in Massen Strände in England


Plastikpellets verschmutzen in Massen Strände in England
Plastikpellets verschmutzen in Massen Strände in England / Foto: Ben STANSALL - AFP

Unzählige Plastikpellets haben mehrere Strände in England verschmutzt - Umweltschützer sprechen von "Millionen" angeschwemmten Kunststoffteilchen und warnen vor "katastrophalen" Auswirkungen. Die schwarzen Kügelchen kamen vermutlich aus einer Kläranlage, wie am Montag das verantwortliche Unternehmen Southern Water mitteilte. Das private Unternehmen ist für die Entsorgung und Aufbereitung von Abwasser in mehreren Landkreisen im Süden Englands zuständig.

Textgröße ändern:

Die Pellets wurden in den vergangenen Tagen an mehreren Stränden angespült, darunter der bekannte Camber Sands. Die Umweltschutzorganisation Strandliners sprach von der schlimmsten Pellets-Verschmutzung, welche die Region je erlebt habe. "Die Auswirkungen auf die Umwelt und die heimische Tierwelt könnten katastrophal sein. Vögel und Meerestiere verwechseln diese giftigen Pellets leicht mit Nahrung." Strandliners-Chef Andy Dinsdale schätzte ihre Anzahl in einem Artikel des "Guardian" auf "Millionen".

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Pellets aus unserer Kläranlage in Eastbourne stammen", erklärte Southern Water. "Wir haben einen Defekt an einem Filter festgestellt, der vermutlich bei starkem Regen zum Austritt der Pellets ins Meer führte." Die nur wenige Millimeter großen Pellets werden in Kläranlagen zur Bakterienfilterung eingesetzt. Sie lassen sich extrem schwer entfernen, wenn sie sich mit Sand und Algen vermischt haben.

E.Cunningham--EWJ

Empfohlen

Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug

Die von der EU-Kommission geplanten Lockerungen der europäischen Regeln für Gas- und Ölimporte gehen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) noch nicht weit genug. "Die jetzt vorgeschlagene Lösung überzeugt nicht", erklärte Reiche am Dienstag in Berlin. Sie kritisierte, dass die EU an den rechtlichen Vorgaben der sogenannten Methanverordnung festhalten und lediglich auf Bußgelder bei Verstößen zunächst verzichten wolle.

Great Barrier Reef: Wissenschaftler warnen vor "Kollaps des Ökosystems"

Dem Great Barrier Reef in Australien drohen nach Einschätzung von Wissenschaftlern unter dem Einfluss des diesjährigen Klimaphänomens El Niño eine extreme und weitflächige Korallenbleiche und ein "Kollaps des Ökosystems". Der "extreme El Niño" stelle ein erhebliches Problem dar, warnte am Dienstag Morgan Pratchett, Meeresschutz-Experte von der James Cook University in Queensland, bei dem Internationalen Korallenriff-Symposium im neuseeländischen Auckland.

Bundespräsident Steinmeier empfängt aserbaidschanischen Präsidenten Alijew

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag seinen Amtskollegen aus Aserbaidschan, Ilham Alijew, zu einem Gespräch empfangen. Anschließend will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Alijew über Energie- und Rohstofffragen und den Friedensprozess mit Armenien beraten. Geplant ist auch die Unterzeichnung eines Vertrags, dessen Inhalt noch bekanntgegeben werden soll. Alijew sollte gegen Mittag vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt werden.

Waldbrände im Amazonas-Regenwald 2025 auf tiefstem Stand seit Jahrzehnten

Die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet sind 2025 auf ein historisches Tief zurückgegangen. Insgesamt brannten gut drei Millionen Hektar ab, die bislang kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen 1983, wie das Überwachungsnetzwerk MapBiomas am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr waren knapp 16 Millionen Hektar abgebrannt, das war der bisherige Höchststand.

Textgröße ändern: