English Woman's Journal - EU-Fischereiverbote: Rainer setzt sich für Ausnahme für Ostsee-Fischer ein

EU-Fischereiverbote: Rainer setzt sich für Ausnahme für Ostsee-Fischer ein


EU-Fischereiverbote: Rainer setzt sich für Ausnahme für Ostsee-Fischer ein
EU-Fischereiverbote: Rainer setzt sich für Ausnahme für Ostsee-Fischer ein / Foto: Alessandro RAMPAZZO - AFP/Archiv

In den Verhandlungen um EU-Fischereiverbote in der Ostsee setzt sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) für eine Beibehaltung der Ausnahmen für Küstenfischer ein. "Wir wollen, dass wir ähnliche Voraussetzungen wie in diesem Jahr auch im kommenden Jahr 2026 haben", sagte Rainer am Montag in Luxemburg. Derzeit dürfen kleine Ostsee-Betriebe noch Hering fischen, obwohl der Bestand stark bedroht ist.

Textgröße ändern:

Ansonsten ist Hering in der für Deutschland relevanten westlichen Ostsee nur als Beifang erlaubt - das sind Fische, die unerwünscht ins Netz gehen und dabei häufig verenden. Die EU-Kommission verlangt seit mehreren Jahren, auch die Ausnahme für kleine Heringsfischer abzuschaffen. Deutschland stellte sich in den jährlichen Verhandlungen dagegen und konnte sich bislang immer durchsetzen.

"Unser Ziel ist es, die wirtschaftliche Grundlage der deutschen Ostsee-Fischerei aufrechtzuerhalten", sagte Rainer in Luxemburg. "Die Fischerei ist neben dem wirtschaftlichen Gut auch ein Tourismusfaktor, ein Kulturgut und vor allem ist es auch ein Stück Heimat."

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, auch die erlaubte Beifangmenge für Hering zu halbieren. Den Dorschbeständen in der westlichen Ostsee geht es ähnlich schlecht, auch für diese Art gilt seit mehreren Jahren bereits ein Fangverbot. Die Kommission will die erlaubte Beifangmenge in der gesamten Ostsee noch einmal deutlich senken.

Für die verschiedenen Bereiche des Meeres gelten unterschiedliche Fangquoten. Im Gegensatz zu den westlichen Gebieten ist die Heringsfischerei in der zentralen Ostsee, in der Rigaer Bucht und im Bottnischen Meerbusen erlaubt. Insgesamt soll die erlaubte Fangmenge nach Vorstellung der Kommission jedoch sinken. Das Gleiche gilt für Scholle und Lachs. Einzig in der finnischen Bucht soll etwas mehr Lachs gefangen werden dürfen.

Die Empfehlungen der EU-Kommission beruhen auf Zahlen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). Die EU-Staaten müssen sich daran nicht halten. Die traditionell langwierigen Verhandlungen dürften sich mindestens bis in die Nacht zum Dienstag ziehen.

T.Burns--EWJ

Empfohlen

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Klima-Allianz: Energiewende in aktueller Krise entschlossen vorantreiben

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat die Klima-Allianz Deutschland dazu aufgerufen, die Energiewende national und international entschlossener voranzutreiben. "Da die Klimakrise und die geopolitische Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind, schützt eine beschleunigte Energiewende Deutschland nicht nur vor steigenden Kosten, sondern stärkt auch die nationale Widerstandsfähigkeit", erklärte die Organisation am Montag.

Fachleute im Bundesumweltministerium: Mini-Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich

Fachleute im Bundesumweltministerium (BMUKN) halten sogenannte Mini-Atomkraftwerke für unwirtschaftlich. In einem internen Papier widersprechen sie laut einem Bericht des Senders SWR vom Montag gegensätzlichen Einschätzungen unter anderem von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dem SWR demnach die Existenz dieser fachlichen Bewertung.

Neue Wende in Drama um Buckelwal: Tier schwimmt sich selbst frei

Der seit rund drei Wochen in einer flachen Bucht vor der Ostseeinsel Poel festliegende Buckelwal hat sich am Montagmorgen freigeschwommen. Auf Livestreams war zu sehen, wie Schlauchboote mit Helfern das Tier begleiteten. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sprach von einem "Glücksmoment".

Textgröße ändern: