English Woman's Journal - Gericht: Ausrutschen beim Gassigehen fürs Tierheim ist Arbeitsunfall

Gericht: Ausrutschen beim Gassigehen fürs Tierheim ist Arbeitsunfall


Gericht: Ausrutschen beim Gassigehen fürs Tierheim ist Arbeitsunfall
Gericht: Ausrutschen beim Gassigehen fürs Tierheim ist Arbeitsunfall / Foto: Dimitar DILKOFF - AFP/Archiv

Das Ausrutschen einer ehrenamtlichen Gassigeherin beim Hundeausführen für das Tierheim ist als Arbeitsunfall zu bewerten. Alle Merkmale eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses seien hier erfüllt, entschied das Sozialgericht im niedersächsischen Oldenburg in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Urteil. Die Berufsgenossenschaft muss demnach zahlen.

Textgröße ändern:

Sie hatte die Anerkennung als Arbeitsunfall zunächst abgelehnt. Die Gassigeherin, die eine Zeitlang auch Kassenprüferin des Tierheimvereins war, war beim Ausführen eines Tierheimhundes ausgerutscht und hatte sich das Sprunggelenk gebrochen.

Das Gericht führte nun aus, dass das Gassigehen mit den Hunden einen wirtschaftlichen Wert für das Tierheim habe und dem Willen des Unternehmers entspreche. Es handle sich nicht um eine Vereinspflicht, das Ausführen der Hunde gehe weit darüber hinaus.

Die Frau sei mehrmals die Woche mit den Hunden unterwegs gewesen, die Tätigkeit habe also keinen geringen Umfang. Dabei habe sie den Weisungen des Vereins unterlegen. Denn die Hunde standen ihr nicht zur freien Verfügung, sie musste sich an feste Abholzeiten halten.

St.Reid--EWJ

Empfohlen

Bauern aus Pakistan reichen Klimaklage ein - RWE weist Forderung zurück

Mit einer Klimaklage gegen den Energiekonzern RWE und das Unternehmen Heidelberg Materials wollen Landwirte aus Pakistan vor dem Heidelberger Landgericht einen Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Gefordert werde eine "anteilige Entschädigung für die massiven Schäden", die sie durch die verheerenden Überschwemmungen im Jahr 2022 erlitten hätten, teilte die Menschenrechtsorganisationen European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) am Dienstag in Berlin mit. Die Organisation unterstützt die Klage zusammen mit weiteren Gruppen.

China bewirbt sich als Sitz für Sekretariat des neuen UN-Hochseeschutzabkommens

Kurz vor Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens hat China überraschend sein Interesse angemeldet, das Sekretariat für das neue UN-Abkommen zu beherbergen. China habe entschieden, eine Kandidatur für die Hafenstadt Xiamen im Südosten der Volksrepublik als Sekretariatssitz einzureichen, erklärte Chinas Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen am Freitag in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.

Rainer verteidigt geplanten leichteren Abschuss von Wölfen

Vor der Beratung des Bundestags über eine Änderung des Jagdgesetzes hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) den darin vorgesehenen leichteren Abschuss von Wölfen verteidigt. "Es geht um den Schutz von Weidetieren", sagte Rainer am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Dobrindt und Alabali Radovan stellen sich Regierungsbefragung im Bundestag

Die erste Sitzungswoche des Bundestags im Jahr beginnt am Mittwoch mit einer anderthalbstündigen Regierungsbefragung. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Entwicklungshilfeministerin Reem Alabali Radovan (SPD) stellen sich den Fragen der Abgeordneten. In erster Lesung berät das Plenum zudem einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes. Mit diesem soll der Wolf in das Gesetz aufgenommen und damit künftig bejagt werden können.

Textgröße ändern: