English Woman's Journal - Anklage gegen Umweltaktivisten wegen Blockade an Frankfurter Flughafen

Anklage gegen Umweltaktivisten wegen Blockade an Frankfurter Flughafen


Anklage gegen Umweltaktivisten wegen Blockade an Frankfurter Flughafen
Anklage gegen Umweltaktivisten wegen Blockade an Frankfurter Flughafen / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Mehr als ein Jahr nach einer Blockade des Frankfurter Flughafens hat die Staatsanwaltschaft in der Mainmetropole Anklage gegen sieben Aktivisten der Gruppe Letzten Generation erhoben. Ihnen werden Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und die Störung öffentlicher Betriebe vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Sie sollen im Juli 2024 den Sicherheitszaun an mehreren Stellen durchschnitten und sich mit den Händen auf die Startbahn geklebt haben.

Textgröße ändern:

Eine Aktivistin soll sich direkt am Zaun festgeklebt haben. Der Flugbetrieb wurde ab 07.00 Uhr eingestellt. Mehrere Flugzeuge im Landeanflug mussten umkehren oder umgeleitet werden. Drei weitere Maschinen mussten durchstarten und zwei weitere mussten wegen der Blockade ihre bereits begonnene Fahrt zur Startbahn abbrechen.

Zahlreiche Einsatzkräfte sollen die Aktivisten unter anderem mit Hammer und Meißel vom Asphalt gelöst haben. Durch die vorübergehende Stilllegung sei den Fluggesellschaften und dem Betreiber Fraport ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden. Über die Eröffnung eines Hauptverfahrens muss das Amtsgericht Frankfurt entscheiden.

In dem Komplex wurde gegen acht Beschuldigte ermittelt. Angeklagt in Frankfurt sind sieben von ihnen. Das Verfahren gegen einen weiteren Aktivisten wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft an die für seinen Wohnort zuständige Ermittlungsbehörde abgegeben.

N.Steward--EWJ

Empfohlen

Petersberger Klimadialog: Energiekrise ist Signal für Abkehr von fossiler Energie

Die globale Energiekrise prägt die Beratungen des internationalen Petersberger Klimadialogs in Berlin. UN-Generalsekretär António Guterres und weitere der Teilnehmenden aus mehr als 30 Staaten riefen am Dienstag dazu auf, die Lage als Signal für die Abkehr von fossilen Energieträgern und einen Umstieg auf Erneuerbare zu verstehen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) forderte, beim Klimaschutz "einen Schritt zuzulegen".

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Klima-Allianz: Energiewende in aktueller Krise entschlossen vorantreiben

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat die Klima-Allianz Deutschland dazu aufgerufen, die Energiewende national und international entschlossener voranzutreiben. "Da die Klimakrise und die geopolitische Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind, schützt eine beschleunigte Energiewende Deutschland nicht nur vor steigenden Kosten, sondern stärkt auch die nationale Widerstandsfähigkeit", erklärte die Organisation am Montag.

Fachleute im Bundesumweltministerium: Mini-Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich

Fachleute im Bundesumweltministerium (BMUKN) halten sogenannte Mini-Atomkraftwerke für unwirtschaftlich. In einem internen Papier widersprechen sie laut einem Bericht des Senders SWR vom Montag gegensätzlichen Einschätzungen unter anderem von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dem SWR demnach die Existenz dieser fachlichen Bewertung.

Textgröße ändern: