English Woman's Journal - Studie: Hitzewellen sorgen für Rückgang der Bestände tropischer Vögel

Studie: Hitzewellen sorgen für Rückgang der Bestände tropischer Vögel


Studie: Hitzewellen sorgen für Rückgang der Bestände tropischer Vögel
Studie: Hitzewellen sorgen für Rückgang der Bestände tropischer Vögel / Foto: Juan BARRETO - AFP/Archiv

Steigende Temperaturen und Hitzewellen bewirken Wissenschaftlern zufolge das Sterben tropischer Vögel. Die Erderwärmung sei zwischen 1950 und 2020 für einen Rückgang der Bestände tropischer Vögel um 25 bis 38 Prozent verantwortlich, schreiben die Autoren einer am Montag in der Zeitschrift "Nature Ecology & Evolution" veröffentlichten Studie. Neben Pestiziden und der Abholzung der Regenwälder gehört der Klimawandel damit zu den größten Gefahren für Vögel.

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"Vögel reagieren besonders empfindlich auf Dehydrierung und Hitzestress", erklärte Studienautor Maximilian Kotz, der unter anderem am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung arbeitet. "Extreme Hitze führt zu erhöhter Sterblichkeit, geringerer Fruchtbarkeit, verändertem Brutverhalten und einer schlechteren Überlebenschance der Jungvögel." Ihm zufolge leiden Tropenvögel heute an im Schnitt 30 Tagen pro Jahr unter extremer Hitze. Mitte des vergangenen Jahrhunderts waren es noch drei Tage im Jahr.

Die Forscher haben für ihre Studie die Daten zu mehr als 3.000 Vogelpopulationen weltweit analysiert und deren Entwicklung mit einem Modell einer Welt ohne den von Menschen verursachten Klimawandel verglichen, um andere Faktoren auszuschließen. In tropischen Regionen - wo fast die Hälfte aller bekannten Vogelarten heimisch sind - war der Rückgang den Daten zufolge am größten.

Die Ergebnisse hätten "erhebliche Auswirkungen darauf, wie wir über den Erhalt der biologischen Vielfalt nachdenken", erklärte Kotz. Bislang konzentrieren sich Artenschützer darauf, die Lebensräume der Vögel vor Abholzung, Pestiziden und invasiven Arten wie Schlangen zu schützen. "Der Schutz unberührter Lebensräume ist wichtig, aber ohne eine Bewältigung des Klimawandels wird das für die Vögel nicht reichen", urteilte Kotz.

Andere Studien hatten bereits am Beispiel einzelner Arten gezeigt, wie steigende Temperaturen Vögel bedrohen. In Panama etwa ist die Zahl der Quetzale und Trogone deutlich gesunken. Kolibris müssen wegen der Hitze öfter schattige Orte aufsuchen und haben deshalb weniger Zeit, nach Nektar zu suchen.

B.Mclean--EWJ

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