English Woman's Journal - Vor UN-Verhandlungen über Plastikabkommen: Rodins "Denker"-Statue versinkt in Müll

Vor UN-Verhandlungen über Plastikabkommen: Rodins "Denker"-Statue versinkt in Müll


Vor UN-Verhandlungen über Plastikabkommen: Rodins "Denker"-Statue versinkt in Müll
Vor UN-Verhandlungen über Plastikabkommen: Rodins "Denker"-Statue versinkt in Müll / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP

Direkt vor dem Sitz der Vereinten Nationen in Genf versinkt die berühmte "Denker"-Skulptur von Auguste Rodin in Plastikfluten: Unmittelbar vor Beginn der UN-Verhandlungen über ein weltweites Plastikabkommen will der kanadische Künstler Benjamin Von Wong mit seiner Installation auf die Plastikverschmutzung aufmerksam machen. Er hoffe, dass sein Kunstwerk die Unterhändler aus fast 180 Ländern, die ab Dienstag für zehntägige Verhandlungen nach Genf kommen, zum Nachdenken anrege, sagte Van Wong der Nachrichtenagentur AFP.

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Das sechs Meter hohe Werk mit dem Titel "Die Bürde des Denkers" zeigt eine Nachbildung der Rodin-Skulptur mit einer zerdrückten Plastikflasche in der Hand, die auf der Mutter Erde sitzt und ein Baby im Arm hält - umgeben von Plastikflaschen, Spielzeug, Fischernetzen und anderem Müll.

"Im Lauf der nächsten zehn Tage werden wir nach und nach immer mehr Plastik hinzufügen, um die wachsenden Kosten zu verdeutlichen, die auf zukünftige Generationen abgewälzt werden", sagte Von Wong. Angesichts der Folgen für Umwelt und menschliche Gesundheit müsse über Grenzen der Plastikproduktion nachgedacht werden - und dafür brauche es ein "starkes, ehrgeiziges Plastikabkommen".

Derzeit werden nach Angaben des UN-Umweltprogramms (Unep) weltweit etwa 460 Million Tonnen Plastik pro Jahr hergestellt, aber nur weniger als zehn Prozent des Plastikmülls werden recycelt. Rückstände der extrem langlebigen Plastikverschmutzung konnten mittlerweile in den entlegensten Weltgegenden und in praktisch jedem Teil des menschlichen Körpers nachgewiesen werden.

Bei den UN-Verhandlungen ab Dienstag wird ein neuer Anlauf für ein globales Abkommen zur Reduzierung des Plastikmülls unternehmen. Eine vorige Verhandlungsrunde war im Dezember im südkoreanischen Busan gescheitert. Mehr als hundert Länder, darunter Deutschland, unterstützten damals eine ehrgeizige Vereinbarung. Sie stießen jedoch auf den Widerstand einer Handvoll überwiegend ölproduzierender Länder, welche die Ausgangsstoffe für Plastik liefern.

R.Mcintosh--EWJ

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