English Woman's Journal - Nach Gletscherabbruch in der Schweiz droht Überflutung

Nach Gletscherabbruch in der Schweiz droht Überflutung


Nach Gletscherabbruch in der Schweiz droht Überflutung
Nach Gletscherabbruch in der Schweiz droht Überflutung / Foto: FABRICE COFFRINI - AFP

Nach einem Gletscherabbruch im Süden der Schweiz besteht nach Behördenangaben Überflutungsgefahr: Eis, Geröll und Erdmassen des Bergsturzes stauten einen Fluss im Kanton Wallis zu einem künstlichen See auf, sagte Zivilschutzsprecher Antoine Jacquod am Donnerstag der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dadurch bestehe ein "großes Risiko der Überflutung des flussabwärts liegenden Tals". Zwei Ortschaften seien sicherheitshalber evakuiert worden.

Textgröße ändern:

Ein großer Teil des Birchgletschers im Kanton Wallis war am Mittwoch gegen 15.30 Uhr abgebrochen. Nach Angaben der örtlichen Behörden überrollte daraufhin eine riesige Lawine einen Teil des Dorfes Blatten und zerstörte zahlreiche Häuser. Ein 64-jähriger Mann wurde am Donnerstag noch vermisst.

Wegen der nach wie vor gefährlichen Lage sind Räumarbeiten im Bergsturzgebiet des Lötschentals nicht möglich: "Wann wir konkret eingreifen können, ist derzeit noch unklar", sagte Jacquod.

Nach Behördenangaben wurde ein Stausee vorsorglich geleert, um im Fall einer Überflutung Platz für das Wasser zu schaffen. Die Schweizer Armee halte sich bereit und stelle Hilfsmaterialien zur Verfügung.

Rund drei Millionen Kubikmeter Gesteinsmaterial stürzten bei dem Gletscherabbruch ins Tal, schätzte der Naturgefahrenchef des Kantons, Raphaël Mayoraz. Die Geröllmassen, die den Fluss im Lötschental nun aufstauten, seien "wie ein Berg". Der so entstandene künstliche See werde stündlich größer.

Der Bergsturz war seit mehreren Tagen erwartet worden. Seit der Nacht zum Mittwoch wurde eine deutliche Zunahme der Aktivität am Gletscher beobachtet, die sich im Laufe des Tages noch verstärkte. Das von dem Gletscherabbruch getroffene Dorf Blatten mit etwa 300 Einwohnern wurde bereits in der vergangenen Woche evakuiert.

P.Munro--EWJ

Empfohlen

Mehr Eisbrecher und Unterseekabel: EU stellt neue Arktisstrategie vor

Die EU hat eine neue Arktisstrategie vorgestellt, um ihre Präsenz in der geopolitisch wichtigen Region zu stärken. Souveränität, territoriale Integrität und die der Stabilität in der Region zugrundeliegenden Regeln könnten "nicht länger als selbstverständlich gelten", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Vorstellung der Strategie am Dienstag in Straßburg. Daher "müssen wir handeln und unsere strategische Haltung ändern", fügte sie hinzu.

Biologin warnt vor technischen Eingriffen in komplexe Ökosysteme

Die Biologin und Gärtnerin Anne-Christine Schmidt bewertet gentechnische Ansätze im Naturschutz kritisch. Sie fordert, ökologische Zusammenhänge und mögliche Folgewirkungen stärker zu berücksichtigen.

RNZ-Leser halten die Farben des Herbstes im Neckar-Odenwald-Kreis fest

Eine Leserfoto-Auswahl zeigt herbstliche Motive aus der Region Mosbach und die besondere Farbenvielfalt des Oktobers.

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Textgröße ändern: