English Woman's Journal - Irrsinn: Falsche EU-Warnung vor Produkt von deutschem Start-Up!

Irrsinn: Falsche EU-Warnung vor Produkt von deutschem Start-Up!


Irrsinn: Falsche EU-Warnung vor Produkt von deutschem Start-Up!
Irrsinn: Falsche EU-Warnung vor Produkt von deutschem Start-Up! / Foto: © Start-Up Gründer Unger vor der höchstrichterlichen Verhandlung (Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

Beamter behauptete zu Unrecht Sicherheitsrisiken. Korruptionsbekämpfung nach Millionenschaden eingeschaltet.

Textgröße ändern:

Langenhagen. Seit rund fünf Jahren produziert das Start-Up "SkyWind Energy" sogenannte Mikrowindkraftanlagen zur Stromerzeugung auf dem Hausdach. Allein gut 10.000 Stück ihres Erfolgsmodells "SkyWind NG" (Listenpreis rund 3000EUR) wurden verkauft, unter anderem europaweit von der Baumarkt-Kette HORNBACH.

In Zukunft soll in neue Märkte expandiert werden. Dafür schließt das Unternehmen erst vor wenigen Monaten aufwendige Zertifizierungsprüfungen ab. Ein sechsstelliger Betrag wurde investiert, insgesamt drei Mal prüfen auch deutsche Behörden die Anlage auf Sicherheit. Dann generiert eine erfolgreiche Crowdinvesting-Kampagne Ende 2024 schließlich 2 Millionen Euro Wachstumskapital - das Start-Up steht vor dem Durchbruch.

Doch der 31. Januar 2025 ändert plötzlich alles - das Unternehmen erhält trotz Vorlage aller angeforderten Unterlagen einen Bescheid aus Österreich: Darin wird ein sofort vollziehbares Vertriebsverbot und der Rückruf aller österreichischen Anlagen angeordnet! Zudem veröffentlicht die EU-Sicherheitsplattform "Safety-Gate" die behördliche Anordnung in der gesamten Union, frei zugänglich für interessierte Verbraucher und verteilt sie gezielt an sämtliche nationalen Marktüberwachungsbehörden und Großkunden. Das Unternehmen erhält keine Unterlagen um die Vorwürfe aufklären zu können.

Sofort wird Beschwerde erhoben, doch der verantwortliche Beamte legt die Akten über Wochen, trotz Eilverfahrens, nicht dem Gericht vor und ist nicht mehr erreichbar.

Das Problem: Ohne die formelle Abgabeerklärung der Behörde und ohne Behördenakten kann auch das zuständige Bundesverwaltungsgericht nicht tätig werden - eigentlich undenkbar, doch das Unternehmen steht nun plötzlich praktisch ohne Rechtsschutz da. Unterdessen wird die Warnung in ganz Europa automatisch verbreitet und vertieft den Image- und Umsatzschaden Tag für Tag. Presse und Internet nehmen sie auf, verunsicherte Kunden stornieren ihre Aufträge. Ein Millionenschaden.

Der Systemfehler ist hausgemacht: Die EU-Vorgaben zur Marktüberwachung statten die Behörden mit einer ungeheuerlichen Machtfülle aus. Ein Beamter war hierdurch in der Lage, weitreichende Anordnungen zu treffen und im Anschluss das gesamte Eilverfahren eigenmächtig lahmzulegen, wodurch das Unternehmen für Wochen faktisch schutzlos gestellt und den öffentlichkeitswirksamen Vorwürfen hilflos ausgeliefert war. Über die Beweggründe des Beamten kann man nur mutmaßen.

Noch im Februar übernimmt das Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung auf Anzeige von SkyWind den Sachverhalt zur weiteren Bearbeitung. Doch erst nach vielen Wochen gelingt es dem Unternehmen, mithilfe von Kanzleien aus Deutschland und Österreich, eine Abgabe des Vorgangs an das Bundesverwaltungsgericht zu erwirken. Dieses erkennt die Dringlichkeit und bearbeitet das Eilverfahren unverzüglich.

Nur Tage später fällt nach mündlicher Verhandlung am 07. April die Entscheidung - der gesamte Bescheid war von vornherein rechtswidrig. Sämtliche Anordnungen der Behörde werden durch das Bundesverwaltungsgericht sofort aufgehoben. Das Gericht spricht von einer "außergewöhnlichen Härte" der behördlichen Anordnungen. Es kommt heraus: Die Risikobewertung der Behörde war schlicht falsch. Die vom Beamten behaupteten Sicherheitsmängel gibt es gar nicht.

Geschäftsführer Fritz Unger schätzt den Schaden auf deutlich über eine Million Euro: "Die meisten jungen Unternehmen hätten schon den Prozess überhaupt nicht überlebt." Nun muss er die Scherben aufkehren. Dafür appelliert er auch an die Politik: "Das Marktüberwachungsrecht benötigt dringend eine Reform! Wenn ein einzelner Beamter aus irgendeinem EU-Land -ohne jede Kontrolle- selbst einen Mittelständler für Monate dicht machen kann, ist das ein untragbarer Zustand!".



Firmenbeschreibung
Die SkyWind Energy GmbH aus Langenhagen bei Hannover ist der führende Hersteller von Mikrowindkraftanlagen in Deutschland ( www.myskywind.com ). Die Anlagen werden in einer patentierten Ganzmetallbauweise gefertigt, die Unternehmensgründer Fritz Unger 2009 erstmals bei Jugend-forscht vorstellte. Die Anlagen versorgen neben Einfamilienhäusern vor allem auch Funktürme und Gewerbebetriebe.

Kontakt
SkyWind Energy GmbH
Fritz Unger
Bayernstrasse 3
30855 Langenhagen
051144457045
http://www.myskywind.com

T.Burns--EWJ

Empfohlen

Bundeskabinett befasst sich mit Digitalisierung von Führungszeugnis

Das Bundeskabinett befasst sich in seiner Sitzung am Mittwoch (10.00 Uhr) mit der Digitalisierung des Führungszeugnisses. Das sogenannte polizeiliche Führungszeugnis gibt Auskunft darüber, ob jemand vorbestraft ist. Statt der bisherigen Papierurkunde soll das Dokument künftig auch in digitaler Form erhältlich sein. Entscheiden will das Kabinett zudem über einen Gesetzentwurf zur Einschränkung des Umweltverbandsklagerechts.

Bauern aus Pakistan reichen Klimaklage ein - RWE weist Forderung zurück

Mit einer Klimaklage gegen den Energiekonzern RWE und das Unternehmen Heidelberg Materials wollen Landwirte aus Pakistan vor dem Heidelberger Landgericht einen Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Gefordert werde eine "anteilige Entschädigung für die massiven Schäden", die sie durch die verheerenden Überschwemmungen im Jahr 2022 erlitten hätten, teilte die Menschenrechtsorganisationen European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) am Dienstag in Berlin mit. Die Organisation unterstützt die Klage zusammen mit weiteren Gruppen.

China bewirbt sich als Sitz für Sekretariat des neuen UN-Hochseeschutzabkommens

Kurz vor Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens hat China überraschend sein Interesse angemeldet, das Sekretariat für das neue UN-Abkommen zu beherbergen. China habe entschieden, eine Kandidatur für die Hafenstadt Xiamen im Südosten der Volksrepublik als Sekretariatssitz einzureichen, erklärte Chinas Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen am Freitag in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.

Rainer verteidigt geplanten leichteren Abschuss von Wölfen

Vor der Beratung des Bundestags über eine Änderung des Jagdgesetzes hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) den darin vorgesehenen leichteren Abschuss von Wölfen verteidigt. "Es geht um den Schutz von Weidetieren", sagte Rainer am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Textgröße ändern: