English Woman's Journal - Neue Sauropodenfunde in Rumänien belegen große Vielfalt an Langhalssauriern in Europa

Neue Sauropodenfunde in Rumänien belegen große Vielfalt an Langhalssauriern in Europa


Neue Sauropodenfunde in Rumänien belegen große Vielfalt an Langhalssauriern in Europa
Neue Sauropodenfunde in Rumänien belegen große Vielfalt an Langhalssauriern in Europa / Foto: GEORGES GOBET - AFP/Archiv

Die Vielfalt pflanzenfressender Langhalssaurier ist während der Kreidezeit im heutigen Europa weit größer gewesen als bisher angenommen. Das belegen neue Sauropodenfunde in Rumänien, wie das Museum für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin am Freitag berichtete.

Textgröße ändern:

Vor 15 Jahren waren demnach nur fünf Sauropodenarten in Europa bekannt, inzwischen sind es mindestens elf. Die sei ein deutlicher Kontrast zu Nordamerika, wo in derselben Epoche nur eine einzige Sauropodenart nachgewiesen wurde.

Die beiden neuen Sauropodenarten, Petrustitan hungaricus und Uriash kadici, wurden im fossilreichen Hateg-Becken in Westrumänien entdeckt. "Hier lebten Sauropoden unterschiedlichster Größen nebeneinander - von Riesen über zehn Meter Länge und acht Tonnen bis hin zu Zwergen von nur zweieinhalb Metern und weniger als einer Tonne Gewicht", erklärte Studienleiterin Verónica Díez Díaz.

Traditionell nahmen die Forscher und Forscherinnen an, dass die Dinosaurier der Insel Hateg aufgrund ihres begrenzten Lebensraums kleiner wurden – ein Phänomen, das als Inselverzwergung bekannt ist. Doch die Entdeckung des großen Sauropoden Uriash stelle dies infrage. "Die lokale Evolution war komplexer als gedacht und zeigt, dass nicht alle Arten ihre Größe reduzierten", erklärte Zoltán Csiki-Sava von der Universität Bukarest.

Das Ende der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren markierte den dramatischen Untergang der Dinosaurier. Das Verständnis dieses Massenaussterbens wurde bisher stark von Fossilien aus Nordamerika geprägt. Europas Fossilienfunde könnten den Forschern zufolge nun ein umfassenderes Bild dieser Aussterbeperiode liefern. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Journal of Systematic Palaeontology" veröffentlicht.

D.W.Robertson--EWJ

Empfohlen

Kommunale Wärmeplanung: Knapp die Hälfte der Gemeinden arbeitet an Wärmeplan

Rund die Hälfte aller Gemeinden in Deutschland arbeitet an einem kommunalen Wärmeplan oder hat die Planung bereits abgeschlossen. Wie eine am Freitag veröffentlichte Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn zeigt, hatten bis Anfang Mai insgesamt 5085 Gemeinden und damit rund 47 Prozent mit der Wärmeplaung begonnen. Weitere 488 Gemeinden (4,5 Prozent) haben ihren Wärmeplan bereits abgeschlossen.

Neuer Abschnitt der Autobahn 100 in Berlin unter Protesten offiziell eröffnet

Der neue Abschnitt der Autobahn 100 in Berlin zwischen Neukölln und dem Treptower Park ist am Mittwoch unter dem Protest von Umweltorganisationen offiziell eröffnet worden. Die rund 3,2 Kilometer lange Strecke wurde am Nachmittag freigegeben, wie die Verkehrsinformationszentrale Berlin mitteilte. Zu den Gästen des Festaktes zählte unter anderem Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Parallel fanden Kundgebungen gegen den Ausbau statt.

Urteil: Apple Watch darf nicht als "CO2 neutrales Produkt" beworben werden

Der US-Technologiekonzern Apple darf Smartwatch-Modelle nicht als "CO2-neutrales Produkt" anpreisen: Das Landgericht Frankfurt am Main entschied am Dienstag, Apple müsse diese Art der Werbung unterlassen. Sie sei irreführend und verstoße gegen das Wettbewerbsrecht. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH). (Az. 3-06 O 8/24)

Brennelemente aus Jülich: Bundesamt genehmigt Transport ins Zwischenlager Ahaus

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) hat den umstrittenen Transport von 152 Behältern mit Brennelementen aus dem früheren Atomversuchsreaktor Jülich in das Zwischenlager Ahaus genehmigt. In den Behältern sollen insgesamt rund 300.000 abgebrannte Brennelemente aus Jülich in das Zwischenlager gebracht werden, wie die Behörde am Montag in Berlin mitteilte. Ein Termin wurde nicht genannt, die Genehmigung für den Transport ist befristet bis zum 31. August 2027.

Textgröße ändern: