English Woman's Journal - Zoll findet Blutegel in Fluggepäck: Einfuhr könnte für Reisende teuer werden

Zoll findet Blutegel in Fluggepäck: Einfuhr könnte für Reisende teuer werden


Zoll findet Blutegel in Fluggepäck: Einfuhr könnte für Reisende teuer werden
Zoll findet Blutegel in Fluggepäck: Einfuhr könnte für Reisende teuer werden / Foto: Arun SANKAR - AFP/Archiv

21 geschützte Blutegel in Plastikflaschen hat der Zoll am Hamburger Flughafen im Gepäck einer Reisenden gefunden. Die nach Angaben der Frau für medizinische Anwendungen vorgesehenen Tiere seien wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz beschlagnahmt worden, teilte der Zoll im schleswig-holsteinischen Itzehoe am Mittwoch mit. Die Reisende müsse für die artgerechte Unterbringung der Egel zahlen und eventuell mit einem Bußgeld rechnen.

Textgröße ändern:

Gefunden wurden die Egel demnach bei der Kontrolle des Gepäcks einer aus dem türkischen Istanbul kommenden Passagierin. Die 58-Jährige gab an, die Tiere der Art Hirudo verbana in der Türkei gekauft zu haben, konnte die nötigen Einfuhrdokumente jedoch nicht vorlegen. Der Handel mit der Art ist nach Angaben des Zolls durch internationale Artenschutzabkommen reguliert, weil sie im Bestand gefährdet ist. Die Tiere wurden einem Tierschutzverein übergeben. Trotzdem starb demnach binnen kurzer Zeit mehr als die Hälfte.

Laut Zoll befanden sich die Egel in zwei handelsüblichen Plastikflaschen in einem Koffer und waren in "schlechtem Allgemeinzustand". Den gesetzlichen Regelungen zufolge muss die Reisende für die Versorgung der Tiere zahlen. Das Bundesamt für Naturschutz kann zudem ein Bußgeld wegen Verstößen gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen und gegen die EU-Artenschutzverordnung verhängen.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Kommunale Wärmeplanung: Knapp die Hälfte der Gemeinden arbeitet an Wärmeplan

Rund die Hälfte aller Gemeinden in Deutschland arbeitet an einem kommunalen Wärmeplan oder hat die Planung bereits abgeschlossen. Wie eine am Freitag veröffentlichte Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn zeigt, hatten bis Anfang Mai insgesamt 5085 Gemeinden und damit rund 47 Prozent mit der Wärmeplaung begonnen. Weitere 488 Gemeinden (4,5 Prozent) haben ihren Wärmeplan bereits abgeschlossen.

Neuer Abschnitt der Autobahn 100 in Berlin unter Protesten offiziell eröffnet

Der neue Abschnitt der Autobahn 100 in Berlin zwischen Neukölln und dem Treptower Park ist am Mittwoch unter dem Protest von Umweltorganisationen offiziell eröffnet worden. Die rund 3,2 Kilometer lange Strecke wurde am Nachmittag freigegeben, wie die Verkehrsinformationszentrale Berlin mitteilte. Zu den Gästen des Festaktes zählte unter anderem Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Parallel fanden Kundgebungen gegen den Ausbau statt.

Urteil: Apple Watch darf nicht als "CO2 neutrales Produkt" beworben werden

Der US-Technologiekonzern Apple darf Smartwatch-Modelle nicht als "CO2-neutrales Produkt" anpreisen: Das Landgericht Frankfurt am Main entschied am Dienstag, Apple müsse diese Art der Werbung unterlassen. Sie sei irreführend und verstoße gegen das Wettbewerbsrecht. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH). (Az. 3-06 O 8/24)

Brennelemente aus Jülich: Bundesamt genehmigt Transport ins Zwischenlager Ahaus

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) hat den umstrittenen Transport von 152 Behältern mit Brennelementen aus dem früheren Atomversuchsreaktor Jülich in das Zwischenlager Ahaus genehmigt. In den Behältern sollen insgesamt rund 300.000 abgebrannte Brennelemente aus Jülich in das Zwischenlager gebracht werden, wie die Behörde am Montag in Berlin mitteilte. Ein Termin wurde nicht genannt, die Genehmigung für den Transport ist befristet bis zum 31. August 2027.

Textgröße ändern: