English Woman's Journal - Zahl in freier Wildbahn geht rapide zurück: Gürteltier ist Zootier des Jahres 2025

Zahl in freier Wildbahn geht rapide zurück: Gürteltier ist Zootier des Jahres 2025


Zahl in freier Wildbahn geht rapide zurück: Gürteltier ist Zootier des Jahres 2025
Zahl in freier Wildbahn geht rapide zurück: Gürteltier ist Zootier des Jahres 2025 / Foto: Sebastien Bozon - AFP/Archiv

Das Gürteltier ist das Zootier des Jahres 2025. Das teilte die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz am Montag in Landau in der Pfalz mit. Sie organisiert die jährliche Aktion gemeinsam mit den Dachverbänden der deutschen Tierparks, um auf in freier Wildbahn vom Aussterben bedrohten Arten aufmerksam zu machen und für deren Schutz zu werben. Das Gürteltier folgt auf den Gecko, der Zootier des Jahres 2024 war.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Zoologischen Gesellschaft werden die Gürteltiere, die eng mit Faultieren und Ameisenbären verwandt sind und ausschließlich in Nord- und Südamerika leben, durch Jagd und Umweltzerstörung bedroht. "Die Zahl der Gürteltiere geht in den meisten Gebieten rapide zurück", erklärte die Organisation. Die industrielle Landwirtschaft etwa dränge mit Palmöl- und Holzplantagen in deren Lebensraum vor, gleiches gelte für die Ölindustrie.

Darüber hinaus gefährde steigender Pestizideinsatz in der Landwirtschaft die Nahrungsgrundlage der vorwiegend nachtaktiven Tiere, die vor allem Insekten fressen. Auch die Nachstellung durch menschliche Jäger sei ein immenses Problem. "In Südamerika werden Gürteltiere häufig wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches gejagt", erklärte die Zoologische Gesellschaft.

Durch die Kür des Gürteltiers wollen die Organisation und die Zoos unter anderem auch Geld für Schutzprojekte von Partnerorganisation sammeln. Sie kooperieren nach eigenen Angaben mit zwei örtlichen Naturschutzverbänden, die jeweils ein Gürteltierschutzprojekt in Brasilien und Kolumbien betreiben.

Gürteltiere sind die einzigen Säugetiere, die über einen knöchernen Panzer verfügen. Er besteht aus mehreren Knochenplatten und ist flexibel, einige der insgesamt 23 Gürteltierarten können sich bei Gefahr deshalb zu einer Kugel zusammenrollen.

Gürteltiere gehören zu den evolutionsgeschichtlich ältesten Säugetieren. Sie kommen vor allem in Mittel- und Südamerika vor, einige Arten leben in Nordamerika. Die Tiere graben unterirdische Baue und besiedeln verschiedene Lebensräume von Steppen bis tropischen Regenwäldern.

B.Mclean--EWJ

Empfohlen

Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug

Die von der EU-Kommission geplanten Lockerungen der europäischen Regeln für Gas- und Ölimporte gehen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) noch nicht weit genug. "Die jetzt vorgeschlagene Lösung überzeugt nicht", erklärte Reiche am Dienstag in Berlin. Sie kritisierte, dass die EU an den rechtlichen Vorgaben der sogenannten Methanverordnung festhalten und lediglich auf Bußgelder bei Verstößen zunächst verzichten wolle.

Great Barrier Reef: Wissenschaftler warnen vor "Kollaps des Ökosystems"

Dem Great Barrier Reef in Australien drohen nach Einschätzung von Wissenschaftlern unter dem Einfluss des diesjährigen Klimaphänomens El Niño eine extreme und weitflächige Korallenbleiche und ein "Kollaps des Ökosystems". Der "extreme El Niño" stelle ein erhebliches Problem dar, warnte am Dienstag Morgan Pratchett, Meeresschutz-Experte von der James Cook University in Queensland, bei dem Internationalen Korallenriff-Symposium im neuseeländischen Auckland.

Bundespräsident Steinmeier empfängt aserbaidschanischen Präsidenten Alijew

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag seinen Amtskollegen aus Aserbaidschan, Ilham Alijew, zu einem Gespräch empfangen. Anschließend will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Alijew über Energie- und Rohstofffragen und den Friedensprozess mit Armenien beraten. Geplant ist auch die Unterzeichnung eines Vertrags, dessen Inhalt noch bekanntgegeben werden soll. Alijew sollte gegen Mittag vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt werden.

Waldbrände im Amazonas-Regenwald 2025 auf tiefstem Stand seit Jahrzehnten

Die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet sind 2025 auf ein historisches Tief zurückgegangen. Insgesamt brannten gut drei Millionen Hektar ab, die bislang kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen 1983, wie das Überwachungsnetzwerk MapBiomas am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr waren knapp 16 Millionen Hektar abgebrannt, das war der bisherige Höchststand.

Textgröße ändern: