English Woman's Journal - Warentest: Räucherlachs deutlich teurer - Top-Qualität trotzdem die Ausnahme

Warentest: Räucherlachs deutlich teurer - Top-Qualität trotzdem die Ausnahme


Warentest: Räucherlachs deutlich teurer - Top-Qualität trotzdem die Ausnahme
Warentest: Räucherlachs deutlich teurer - Top-Qualität trotzdem die Ausnahme / Foto: Olivier MORIN - AFP/Archiv

Der bei vielen Deutschen auch zu Feiertagen beliebte Räucherlachs ist in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden - dennoch ist die Qualität nach Angaben der Stiftung Warentest nur "durchwachsen". Top-Qualität sei die Ausnahme, erklärten die Tester am Dienstag. Zwar seien von 17 untersuchten Produkten insgesamt zehn gut, darunter auch zwei vegane Lachsalternativen. "Echten Genuss" biete aber nur der Testsieger - ein Bio-Lachs, der mit acht Euro pro 100 Gramm allerdings der teuerste Fisch im Test war.

Textgröße ändern:

Auch insgesamt mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Räucherlachs zuletzt deutlich tiefer in die Tasche greifen: So sei Zuchtlachs vom Discounter 45 Prozent teurer als vor zehn Jahren, hoben die Warentester hervor. Bei Markenprodukten seien die Preise teilweise noch deutlicher gestiegen.

Für ihre Untersuchung nahmen die Tester 17 vielverkaufte Räucherlachs- und Ersatzprodukte unter die Lupe - zehn Mal Zuchtlachs, drei Mal Wildlachs und vier vegane Alternativen. Dabei seien teils "große sensorische Unterschiede" und auch geschmackliche und optische Makel festgestellt worden. Einige Produkte seien mit Keimen belastet gewesen, ein Lachs war laut Warentest "mangelhaft".

Die gute Nachricht: Kritische Umweltsubstanzen wie Fluorchemikalien (PFAS) oder Schwermetalle waren laut Stiftung Warentest "kein Thema", ebenso wenig polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) aus Räucherprozessen. Auch gab es keine Hinweise auf Rückstände von Antibiotika.

Dennoch ist die Frage, wie gut Lachs für die Gesundheit ist, den Testern zufolge zweischneidig. Einerseits liefere er vorteilhafte Omega-3-Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System unterstützen können. Andererseits enthielten die Lachsscheiben "gehörige Mengen an Salz". Es lohne sich also, schon beim Einkauf auf den Salzgehalt zu achten.

O.Jonstone--EWJ

Empfohlen

Petersberger Klimadialog: Energiekrise ist Signal für Abkehr von fossiler Energie

Die globale Energiekrise prägt die Beratungen des internationalen Petersberger Klimadialogs in Berlin. UN-Generalsekretär António Guterres und weitere der Teilnehmenden aus mehr als 30 Staaten riefen am Dienstag dazu auf, die Lage als Signal für die Abkehr von fossilen Energieträgern und einen Umstieg auf Erneuerbare zu verstehen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) forderte, beim Klimaschutz "einen Schritt zuzulegen".

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Klima-Allianz: Energiewende in aktueller Krise entschlossen vorantreiben

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat die Klima-Allianz Deutschland dazu aufgerufen, die Energiewende national und international entschlossener voranzutreiben. "Da die Klimakrise und die geopolitische Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind, schützt eine beschleunigte Energiewende Deutschland nicht nur vor steigenden Kosten, sondern stärkt auch die nationale Widerstandsfähigkeit", erklärte die Organisation am Montag.

Fachleute im Bundesumweltministerium: Mini-Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich

Fachleute im Bundesumweltministerium (BMUKN) halten sogenannte Mini-Atomkraftwerke für unwirtschaftlich. In einem internen Papier widersprechen sie laut einem Bericht des Senders SWR vom Montag gegensätzlichen Einschätzungen unter anderem von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dem SWR demnach die Existenz dieser fachlichen Bewertung.

Textgröße ändern: