English Woman's Journal - Siemens baut Stromtrasse zwischen Deutschland und Großbritannien

Siemens baut Stromtrasse zwischen Deutschland und Großbritannien


Siemens baut Stromtrasse zwischen Deutschland und Großbritannien
Siemens baut Stromtrasse zwischen Deutschland und Großbritannien

Siemens Energy hat den Zuschlag für den Bau einer Stromtrasse zwischen Deutschland und England erhalten. Wie der Konzern am Montag erklärte, soll zwischen Wilhelmshaven und der englischen Region Isle of Grain eine Hochspannungsleitung entstehen. Auf diese Weise soll überschüssiger Windstrom aus Deutschland nach Großbritannien transportiert werden, ein Stromtransport ist auch in die umgekehrte Richtung möglich.

Textgröße ändern:

Mit einer Leistung von bis zu 1,4 Gigawatt können über die geplante Stromtrasse laut Konzernangaben theoretisch bis zu 1,5 Millionen Haushalte mit Energie versorgt werden. Durch die effizientere Nutzung von erneuerbarer Energie würden zudem bis zu 16 Millionen Tonnen CO2 eingespart, erklärte Siemens weiter. Kann Windstrom nicht verbraucht werden, müssen Windräder oftmals abgeriegelt werden, um eine Überlastung der Stromnetze zu verhindern.

"Wenn wir den Umstieg auf erneuerbare Energien schnell, sicher und bezahlbar schaffen wollen, können wir es uns nicht länger leisten, dass Windenergie aufgrund von Netzengpässen abgeriegelt und der Bedarf anderswo durch fossile Stromerzeugung gedeckt werden muss", erklärte das Vorstandsmitglied von Siemens Energy, Tim Holt. Die geplante Stromverbindung zwischen Großbritannien und Deutschland stehe für die "zunehmende Integration des europäischen Strommarktes".

Nach Angaben von Siemens beläuft sich der Auftragswert für die Stromverbindung auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Mit der Fertigstellung des Projekts sei "Mitte dieses Jahrzehnts" zu rechnen.

T.Wright--EWJ

Empfohlen

Bauern aus Pakistan reichen Klimaklage ein - RWE weist Forderung zurück

Mit einer Klimaklage gegen den Energiekonzern RWE und das Unternehmen Heidelberg Materials wollen Landwirte aus Pakistan vor dem Heidelberger Landgericht einen Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Gefordert werde eine "anteilige Entschädigung für die massiven Schäden", die sie durch die verheerenden Überschwemmungen im Jahr 2022 erlitten hätten, teilte die Menschenrechtsorganisationen European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) am Dienstag in Berlin mit. Die Organisation unterstützt die Klage zusammen mit weiteren Gruppen.

China bewirbt sich als Sitz für Sekretariat des neuen UN-Hochseeschutzabkommens

Kurz vor Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens hat China überraschend sein Interesse angemeldet, das Sekretariat für das neue UN-Abkommen zu beherbergen. China habe entschieden, eine Kandidatur für die Hafenstadt Xiamen im Südosten der Volksrepublik als Sekretariatssitz einzureichen, erklärte Chinas Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen am Freitag in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.

Rainer verteidigt geplanten leichteren Abschuss von Wölfen

Vor der Beratung des Bundestags über eine Änderung des Jagdgesetzes hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) den darin vorgesehenen leichteren Abschuss von Wölfen verteidigt. "Es geht um den Schutz von Weidetieren", sagte Rainer am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Dobrindt und Alabali Radovan stellen sich Regierungsbefragung im Bundestag

Die erste Sitzungswoche des Bundestags im Jahr beginnt am Mittwoch mit einer anderthalbstündigen Regierungsbefragung. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Entwicklungshilfeministerin Reem Alabali Radovan (SPD) stellen sich den Fragen der Abgeordneten. In erster Lesung berät das Plenum zudem einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes. Mit diesem soll der Wolf in das Gesetz aufgenommen und damit künftig bejagt werden können.

Textgröße ändern: