English Woman's Journal - Energiekonzern Uniper erprobt Speicherung von Wasserstoff in altem Erdgasspeicher

Energiekonzern Uniper erprobt Speicherung von Wasserstoff in altem Erdgasspeicher


Energiekonzern Uniper erprobt Speicherung von Wasserstoff in altem Erdgasspeicher
Energiekonzern Uniper erprobt Speicherung von Wasserstoff in altem Erdgasspeicher

Der Energiekonzern Uniper will in einem alten Erdgasspeicher im niedersächsischen Krummhörn die Speicherung von grünem Wasserstoff testen. "Unser Ziel ist es, eine Speicherlösung für grünen Wasserstoff in kommerziellem Maßstab zu entwickeln und später am Markt anzubieten", erklärte der Vorsitzende für das Energiespeichergeschäft bei Uniper, Doug Waters, am Montag. Die bestehenden Gasspeicher in Deutschland seien auf Erdgas ausgerichtet, für die Verwendung von Wasserstoff müssten sie umgerüstet werden.

Textgröße ändern:

Nach eigenen Angaben investiert der deutsche Energiekonzern zehn Millionen Euro in das Projekt, bis 2024 soll der Speicher in Betrieb gehen. Mit dem Projekt will Uniper einen Speicher mit einer Kapazität von 250.000 Kubikmeter Wasserstoff schaffen.

Durch die geographische Nähe zu Wilhelmshaven könne das Projekt zudem mit dem Uniper Projekt "Green Ludwigshaven" zusammengeführt werden, wie der Konzern weiter erklärte. Dort arbeitet der Energiekonzern an zwei Projekten für grünen Wasserstoff. Dazu gehören ein Importterminal für Ammoniak und eine Großelektrolyse, die mit einer Leistung von bis zu 1000 Megawatt grünen Wasserstoff erzeugen soll.

"Die Speicherfähigkeit von grünem Strom ist eines der Kernthemen der Energiewende und ein wesentlicher Baustein für eine CO2-freie Zukunft", erklärte Waters weiter. Mit dem Forschungsprojekt sollten "die Technologie und die Prozesse möglichst schnell" erprobt werden.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Bundesamt: Nord- und Ostsee in diesem Sommer "deutlich" zu warm

Nord- und Ostsee haben sich in diesem Sommer ungewöhnlich stark aufgeheizt. Wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Montag in Hamburg mitteilte, lagen die Wassertemperaturen der zwei Meere in den Monaten Juni bis August "deutlich" über dem langjährigen Mittelwerten. Insgesamt sei es der fünftwärmste Sommer für die Nordsee und der siebtwärmste für die Ostsee jeweils seit dem Jahr 1997 gewesen.

Schweiz: Fünf Freisprüche im Prozess um Bergsturz mit vier deutschen Todesopfern

Gut neun Jahre nach dem tödlichen Bergsturz von Bondo in den Schweizer Alpen mit vier deutschen Todesopfern sind alle fünf Angeklagten vom Vorwurf der mehrfachen fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Das Regionalgericht Maloja kam am Freitag zu dem Schluss, dass sich eine schwere Naturkatastrophe in den Wochen vor dem Unglück nicht anhand eindeutiger Hinweise habe vorhersehen lassen.

UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren

Die UNO rechnet mit dem stärksten El Niño seit Beginn ihrer Aufzeichungen vor 40 Jahren: Das Wetterphänomen werde "buchstäblich die Skalen sprengen, die wir seit vier Jahrzehnten verwenden", sagte am Donnerstag die Chefin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Celeste Saulo. Seinen Höhepunkt wird der aktuelle El Niño den Vorhersagen zufolge Ende des Jahres erreichen, aber noch bis weit ins kommende Jahr wird er das Risiko für Überschwemmungen, Dürren und extreme Hitze erhöhen.

UN-Klimaexperten erachten Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze als unumgänglich

Experten der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass eine Erderwärmung von mehr als 1,5 Grad zumindest vorübergehend unumgänglich ist. In einem Bericht des Umweltprogramms Unep hieß es am Mittwoch erstmals unmissverständlich, dass die markante Grenze überschritten werde. Die Herausforderung habe sich von der "Vermeidung eines Überschreitens zu dessen Bewältigung verlagert".

Textgröße ändern: