English Woman's Journal - Umweltministerin Lemke offen für Nutzung von Biodiesel für Landwirtschaft

Umweltministerin Lemke offen für Nutzung von Biodiesel für Landwirtschaft


Umweltministerin Lemke offen für Nutzung von Biodiesel für Landwirtschaft
Umweltministerin Lemke offen für Nutzung von Biodiesel für Landwirtschaft / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat sich offen für die Nutzung von Biodiesel in der Landwirtschaft gezeigt. Mit Blick auf die aus Getreide gewonnenen Kraftstoffe sagte sie am Dienstagabend dem ARD-Hauptstadtstudio: "Wenn wir die für die Landwirtschaft reservieren und dort einsetzen können, dann halte ich das auch als Umweltministerin für eine sinnvolle Lösung." Damit rückt Lemke teilweise von ihrer Haltung ab, die Herstellung von Biosprit bis 2030 beenden zu wollen.

Textgröße ändern:

An einem Verbot von Biokraftstoffen für Pkw scheint die Ministerin aber dennoch festhalten zu wollen. So sei es nicht sinnvoll, dafür auf begrenzter Ackerfläche in großem Umfang Treibstoffe herzustellen. "Das ist nicht effizient, das ist nicht gut für die Natur", sagte Lemke. Demnach laufen im Umweltministerium derzeit Gespräche zu dem Thema.

Lemke kann sich indes auch Steuererleichterungen oder eine Befreiung auf Pflanzenkraftstoffe in der Landwirtschaft vorstellen. Damit ergebe sich ein Anreiz zur Umrüstung landwirtschaftlicher Fahrzeuge, da nicht alle Motoren für Biosprit geeignet seien. Sie äußerte sich unter dem Eindruck von Protesten der Landwirte gegen die Kürzung von Subventionen für die Landwirtschaft, vor allem beim Agrardiesel.

Noch Anfang vergangenen Jahres hatten sich Lemke und auch Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) entschieden für ein Ende von Biosprit aus Getreide ausgesprochen - die Herstellung ist vor dem Hintergrund der weltweiten fragilen Nahrungsmittelproduktion umstritten.

P.Mitchell--EWJ

Empfohlen

US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt

Die Eisschicht auf dem Meer rund um den Südpol hat sich nach vier Jahren extremer Tiefststände etwas erholt: Wie Forscher des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA (NSIDC) am Montag mitteilten, wurde das jährliche Minimum der von Meereis bedeckten Fläche der Antarktis für 2026 mutmaßlich am 26. Februar erreicht und betrug 2,58 Millionen Quadratkilometer. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1979 sei die gemessene Fläche lediglich 15 Mal kleiner gewesen als in diesem Jahr.

Bericht: Bundesumweltministerium streicht zeitliches Ziel für Atommüllendlager

Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung über das geplante Atommüllendlager. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk am Mittwoch vorlag. Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Dieses habe sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begrünung. Eine gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.

Stadtbäume können im Sommer mehr CO2 aufnehmen als Autos ausstoßen

Stadtbäume können im Sommer mehr Kohlendioxid aufnehmen, als Autos ausstoßen. Das fanden Forscher bei Tests in München heraus, wie die Technische Universität (TU) München am Dienstag berichtete. Im Jahresdurchschnitt können etwa zwei Prozent der städtischen Emissionen des Treibhausgases durch die Vegetation kompensiert werden. Stadtbäume erzielen dabei die größte Wirkung, Grasflächen hingegen setzen oft unter dem Strich mehr CO2 in die Atmosphäre frei, als sie aufnehmen.

Indien und Kanada unterzeichnen Vereinbarung über Seltene Erden und Uran

Indien und Kanada haben eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Seltene Erden und Uran. Der kanadische Premierminister Mark Carney traf am Montag in Neu Delhi seinen indischen Kollegen Narendra Modi. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete Abkommen decken auch den Technologiesektor und die Förderung erneuerbarer Energien ab.

Textgröße ändern: