English Woman's Journal - UNO: Pläne für Nutzung fossiler Brennstoffe nicht mit 1,5-Grad-Ziel vereinbar

UNO: Pläne für Nutzung fossiler Brennstoffe nicht mit 1,5-Grad-Ziel vereinbar


UNO: Pläne für Nutzung fossiler Brennstoffe nicht mit 1,5-Grad-Ziel vereinbar
UNO: Pläne für Nutzung fossiler Brennstoffe nicht mit 1,5-Grad-Ziel vereinbar / Foto: Patrick T. FALLON - AFP/Archiv

Wenige Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz (COP28) hat die UNO davor gewarnt, dass durch die Pläne einiger Industriestaaten zur weiteren Herstellung fossiler Brennstoffe das 1,5-Grad-Ziel für die globale Erwärmung deutlich überschritten werden könnte. Wie aus dem am Mittwoch vorgelegten jährlichen Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) hervorgeht, sehen die Produktionspläne der 20 wichtigsten Förderländer, darunter die USA, China, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate, bis 2030 keinen Rückgang bei fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle vor.

Textgröße ändern:

Während andere Staaten bis zur Mitte des Jahrhunderts das Ziel von Netto-Null- Emissionen erreichen wollen, führen demnach die Pläne der Regierungen dieser Staaten dem Bericht zufolge bis 2030 zur Produktion einer Menge an fossilen Brennstoffen, die um 110 Prozent höher liegt als dies mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens vereinbar wäre. Sogar das Ziel einer maximalen Erderwärmung von zwei Grad würde dem Bericht zufolge durch die angestrebten Produktionsmengen verfehlt.

In dem Bericht wurden jene 20 Industriestaaten untersucht, auf die 82 Prozent der weltweiten Produktion und 73 Prozent des weltweiten Verbrauchs fossiler Energieträger entfallen.

"Die Pläne der Regierungen, die Produktion fossiler Brennstoffe auszuweiten, untergraben die Energiewende, die notwendig ist, um Netto-Null-Emissionen zu erreichen", sagte die Leiterin, des UN-Umweltprogramms, Inger Anderson. Ab der Ende November beginnenden COP28 müssten sich die Nationen gemeinsam für einen geregelten und gerechten Ausstieg aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas einsetzen. Dies komme allen Menschen auf dem Planeten zugute.

Das 2015 geschlossene Pariser Klimaabkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter, möglichst aber auf 1,5 Grad, zu begrenzen. Diese steuert aber nach UN-Angaben mit der aktuellen Politik eher auf plus 2,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu.

F.McKenzie--EWJ

Empfohlen

US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt

Die Eisschicht auf dem Meer rund um den Südpol hat sich nach vier Jahren extremer Tiefststände etwas erholt: Wie Forscher des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA (NSIDC) am Montag mitteilten, wurde das jährliche Minimum der von Meereis bedeckten Fläche der Antarktis für 2026 mutmaßlich am 26. Februar erreicht und betrug 2,58 Millionen Quadratkilometer. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1979 sei die gemessene Fläche lediglich 15 Mal kleiner gewesen als in diesem Jahr.

Bericht: Bundesumweltministerium streicht zeitliches Ziel für Atommüllendlager

Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung über das geplante Atommüllendlager. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk am Mittwoch vorlag. Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Dieses habe sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begrünung. Eine gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.

Stadtbäume können im Sommer mehr CO2 aufnehmen als Autos ausstoßen

Stadtbäume können im Sommer mehr Kohlendioxid aufnehmen, als Autos ausstoßen. Das fanden Forscher bei Tests in München heraus, wie die Technische Universität (TU) München am Dienstag berichtete. Im Jahresdurchschnitt können etwa zwei Prozent der städtischen Emissionen des Treibhausgases durch die Vegetation kompensiert werden. Stadtbäume erzielen dabei die größte Wirkung, Grasflächen hingegen setzen oft unter dem Strich mehr CO2 in die Atmosphäre frei, als sie aufnehmen.

Indien und Kanada unterzeichnen Vereinbarung über Seltene Erden und Uran

Indien und Kanada haben eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Seltene Erden und Uran. Der kanadische Premierminister Mark Carney traf am Montag in Neu Delhi seinen indischen Kollegen Narendra Modi. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete Abkommen decken auch den Technologiesektor und die Förderung erneuerbarer Energien ab.

Textgröße ändern: