English Woman's Journal - Klimabeauftragte Morgan: Ukraine-Krieg kann "globale Energiewende beschleunigen"

Klimabeauftragte Morgan: Ukraine-Krieg kann "globale Energiewende beschleunigen"


Klimabeauftragte Morgan: Ukraine-Krieg kann "globale Energiewende beschleunigen"
Klimabeauftragte Morgan: Ukraine-Krieg kann "globale Energiewende beschleunigen"

Der Krieg in der Ukraine kann nach Auffassung der neuen deutschen Klimabeauftragten Jennifer Morgan "eine Beschleunigung der globalen Energiewende bewirken". Jedem sei nun klar, woher Deutschland sein Öl und Gas bekommt, sagte Morgan der Süddeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). "Wir müssen Klimapolitik als Geopolitik verstehen."

Textgröße ändern:

Morgan, bis vor kurzem noch Chefin der Umweltorganisation Greenpeace International, war erst vorige Woche zur Staatssekretärin im Auswärtigen Amt ernannt worden. Sie vertritt Deutschland nun als "Sonderbeauftragte" in der internationalen Klimapolitik. Ihr Ziel sei eine möglichst breite Staaten-Allianz für das Klima, sagte sie. "Wir werden alle Hebel nutzen und eine progressive Koalition schaffen." Auch internationale Finanzinstitutionen wie Weltbank und Internationaler Währungsfonds könnten darin eine wichtige Rolle spielen.

Mit Sorge blicke sie auf die Entwicklung in China, wo weiterhin neue Kohlekraftwerke gebaut werden. "Wie jedes Land muss China seine Klimaziele anheben", sagte Morgan. "Sonst werden wir die Klimakrise nicht wirksam bekämpfen können." Allerdings entstehe auch dort eine Debatte über die Energieversorgung der Zukunft. "Wir strecken die Hand aus, aber China muss sich auch bewegen", sagte Morgan.

P.Mitchell--EWJ

Empfohlen

Schweiz: Fünf Freisprüche im Prozess um Bergsturz mit vier deutschen Todesopfern

Gut neun Jahre nach dem tödlichen Bergsturz von Bondo in den Schweizer Alpen mit vier deutschen Todesopfern sind alle fünf Angeklagten vom Vorwurf der mehrfachen fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Das Regionalgericht Maloja kam am Freitag zu dem Schluss, dass sich eine schwere Naturkatastrophe in den Wochen vor dem Unglück nicht anhand eindeutiger Hinweise habe vorhersehen lassen.

UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren

Die UNO rechnet mit dem stärksten El Niño seit Beginn ihrer Aufzeichungen vor 40 Jahren: Das Wetterphänomen werde "buchstäblich die Skalen sprengen, die wir seit vier Jahrzehnten verwenden", sagte am Donnerstag die Chefin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Celeste Saulo. Seinen Höhepunkt wird der aktuelle El Niño den Vorhersagen zufolge Ende des Jahres erreichen, aber noch bis weit ins kommende Jahr wird er das Risiko für Überschwemmungen, Dürren und extreme Hitze erhöhen.

UN-Klimaexperten erachten Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze als unumgänglich

Experten der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass eine Erderwärmung von mehr als 1,5 Grad zumindest vorübergehend unumgänglich ist. In einem Bericht des Umweltprogramms Unep hieß es am Mittwoch erstmals unmissverständlich, dass die markante Grenze überschritten werde. Die Herausforderung habe sich von der "Vermeidung eines Überschreitens zu dessen Bewältigung verlagert".

Klage zu europäischen Klimazielen für 2030 scheitert vor EU-Gericht

Eine Klimaklage von zwei Umweltorganisationen ist vor dem Gericht der Europäischen Union gescheitert. Es wies die Klage am Mittwoch in Luxemburg ab und gab damit der EU-Kommission Recht. Die beiden Organisationen Climate Action Network Europe (CAN) und Global Legal Action Network (Glan) wollten erreichen, dass die EU ihre Klimaziele für 2030 verschärft. (Az. T-120/24)

Textgröße ändern: