English Woman's Journal - Lemke will "starke und verbindliche Regelungen" zu Plastikmüll und Meeresschutz

Lemke will "starke und verbindliche Regelungen" zu Plastikmüll und Meeresschutz


Lemke will "starke und verbindliche Regelungen" zu Plastikmüll und Meeresschutz
Lemke will "starke und verbindliche Regelungen" zu Plastikmüll und Meeresschutz / Foto: Markus Schreiber - POOL/AFP/Archiv

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) dringt bei den UN-Verhandlungen über ein Plastikabkommen ab Montag in Paris auf "starke und verbindliche Regelungen" zum Plastikmüll und zum Meeresschutz. "Die Vermüllung der Meere durch Plastik ist ein enormes Problem, das Umwelt, Tieren und Menschen schadet", sagte die Ministerin der Nachrichtenagentur AFP. Sie reist zu Gesprächen mit Amtskolleginnen und -kollegen aus mehr als 20 Ländern am Freitag und Samstag nach Paris, um die UN-Beratungen vorzubereiten.

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"Beim Treffen der G7-Umweltministerinnen und Umweltminister im April haben wir uns ausdrücklich das Ziel gesetzt, die weitere Plastikverschmutzung bis 2040 zu beenden", sagte Lemke. "Auch das gibt uns bei der anstehenden Verhandlungsrunde in Paris Rückenwind."

Diese Verhandlungen sind laut Lemke "ein weiterer wichtiger Schritt" zu einem Abkommen. Ziel ist laut Bundesumweltministerium, dass die UN-Konvention den gesamten Lebenszyklus von Plastikprodukten in den Blick nimmt. Auch die Bedeutung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft sowie der Steigerung der Ressourceneffizienz seien wesentliche Aspekte des Vorhabens. Dieser umfassende Ansatz sei "ein zentrales Anliegen des Bundesumweltministeriums".

Lemke sagte AFP: "Wir sehen uns mit einer globalen Dreifachkrise konfrontiert. Es gilt, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um der Klimakrise, der Krise des Artenaussterbens und der Verschmutzungskrise zu begegnen." Die Synergien zwischen Klima-, Natur- und Ressourcenschutz gelte es noch effektiver zu nutzen. Und "ein ganz wesentlicher Baustein ist die Bekämpfung der weltweit zunehmenden Umweltverschmutzung."

Im vergangenen Jahr hatten sich 175 Nationen verpflichtet, sich bis 2024 auf ein rechtlich verbindliches UN-Abkommen gegen die Plastikvermüllung von Umwelt und Meeren zu einigen. Die Verhandlungen in Paris sind von Montag bis Freitag angesetzt. Diskutiert werden ein Verbot von Einwegplastikprodukten und die Anwendung des Verursacherprinzips.

Die weltweite Plastikproduktion hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurden im Jahr 2019 rund 460 Millionen Tonnen Plastik produziert. Zwei Drittel dieser Menge wird nach einmaligem oder wenigem Gebrauch weggeworfen. Nur zehn Prozent werden recycelt. Millionen Tonnen Plastik landen in der Umwelt und im Meer, oft in Form von mikroskopisch kleinen Partikeln, sogenanntem Mikroplastik.

Ch.Thomson--EWJ

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