English Woman's Journal - Bericht: EU und USA erarbeiten für G7-Gipfel Vorschlag für "Rohstoffklub"

Bericht: EU und USA erarbeiten für G7-Gipfel Vorschlag für "Rohstoffklub"


Bericht: EU und USA erarbeiten für G7-Gipfel Vorschlag für "Rohstoffklub"
Bericht: EU und USA erarbeiten für G7-Gipfel Vorschlag für "Rohstoffklub" / Foto: Pablo COZZAGLIO, Pablo COZZAGLIO - AFP

Die EU und die USA haben nach einem Medienbericht einen Vorschlag für einen "Rohstoffklub" erarbeitet, der auf dem G7-Gipfel im Mai im japanischen Hiroshima diskutiert werden soll. Wie das Magazin "Spiegel" am Samstag berichtete, sollen in den Verbund neben den Mitgliedern der Gruppe aus sieben großen Industrieländern (G7) weitere westliche Staaten wie Australien und Südkorea sowie rohstoffreiche Länder aus Asien, Lateinamerika oder Afrika einbezogen werden.

Textgröße ändern:

Die Klubmitglieder sollten in einem ersten Schritt ihre Erkenntnisse über Bedarf, Vorkommen und mögliche Knappheiten strategischer Rohstoffe austauschen, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf einen internen Vermerk der EU-Kommission. Dieser beschreibe ein Stufenmodell zur Entwicklung einer Rohstoffallianz.

Stufe zwei verpflichte die Regierungen, im gegenseitigen Handel mit Bodenschätzen auf Exportbeschränkungen oder Zölle zu verzichten, hieß es. Als dritte Stufe solle der Klub gemeinsame Umwelt- und Arbeitsschutzstandards für Berg- oder Hüttenwerke festschreiben. Sei der Verbund erfolgreich, könne er in einer späteren Phase schließlich zu einem echten Einkaufsbündnis ausgebaut werden.

Um die Mitgliedschaft für rohstoffreiche Staaten attraktiv zu machen, wollten ihnen Washington und Brüssel größere Teile der Produktion überlassen, heißt es in dem Vermerk laut "Spiegel" weiter. Anders als China, das in Afrika oder Lateinamerika lediglich Erze und Mineralien aus dem Boden hole, wollten die G7-Staaten die Stoffe auch vor Ort verarbeiten lassen. Dies würde "in erheblichem Umfang industrielle Kapazitäten und Know-how in die Rohstoffstaaten transferieren", heiße es in dem Papier.

Lieferengpässe während der Corona-Pandemie hatten die Verletzlichkeit der Lieferketten westlicher Staaten auch bei Rohstoffen verdeutlicht. Zudem steigt der Bedarf etwa bei sogenannten seltenen Erden, die verstärkt für den Bau von Elektroautos benötigt werden. Derzeit bezieht die EU solche Rohstoffe fast vollständig aus China, was im Falle von Spannungen mit Peking etwa in der Taiwan-Frage zu Problemen führen könnte.

Der Gipfel der G7-Staats- und Regierungschefs findet vom 19. bis zum 21. Mai in Hiroshima statt. Zu den Mitgliedern der Gruppe gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.

T.Burns--EWJ

Empfohlen

Bericht: Bundesumweltministerium streicht zeitliches Ziel für Atommüllendlager

Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung über das geplante Atommüllendlager. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk am Mittwoch vorlag. Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Dieses habe sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begrünung. Eine gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.

Stadtbäume können im Sommer mehr CO2 aufnehmen als Autos ausstoßen

Stadtbäume können im Sommer mehr Kohlendioxid aufnehmen, als Autos ausstoßen. Das fanden Forscher bei Tests in München heraus, wie die Technische Universität (TU) München am Dienstag berichtete. Im Jahresdurchschnitt können etwa zwei Prozent der städtischen Emissionen des Treibhausgases durch die Vegetation kompensiert werden. Stadtbäume erzielen dabei die größte Wirkung, Grasflächen hingegen setzen oft unter dem Strich mehr CO2 in die Atmosphäre frei, als sie aufnehmen.

Indien und Kanada unterzeichnen Vereinbarung über Seltene Erden und Uran

Indien und Kanada haben eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Seltene Erden und Uran. Der kanadische Premierminister Mark Carney traf am Montag in Neu Delhi seinen indischen Kollegen Narendra Modi. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete Abkommen decken auch den Technologiesektor und die Förderung erneuerbarer Energien ab.

Protest gegen Atomgeschäfte mit Russland: Greenpeace blockiert Frachter in Frankreich

Bei einer Protestaktion gegen französische Atomgeschäfte mit Russland sind vier Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace in Frankreich in Polizeigewahrsam genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Dünkirchen am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, handelt es sich bei den Aktivisten um drei Frauen und einen Mann aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die Behörden leiteten demnach ein Ermittlungsverfahren ein.

Textgröße ändern: